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ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) wird auch bei uns immer beliebter und wird oft auch als "Internet-Turbo" bezeichnet. Über das derzeitige DSL Netz kann man mit beachtlicher Geschwindigkeit im Internet surfen. Eine ausführliche Beschreibung von DSL findest Du in einem eigenen Artikel.

Bei uns wird überwiegend und standardmäßig immer ADSL angeboten. ADSL benutzt eine asymmetrische Auslastung der DSL-Leitung. Das heißt, das empfangen der Daten geschieht schneller als das senden. Maximal ist bei ADSL eine Geschwindigkeit von 8 MBit/s beim Datenempfang (downstream) und 1 MBit/s beim Datensenden (upstream) möglich. Das begrenzen die Provider (Netzbetreiber) aber erheblich. Üblich sind heute meist 1 bis 2 MBit/s downstream und 128 bis 192 kBit/s upstream. Vereinzelt wird auch ein downstream bis 4 MBit/s mit einem upstream bis 448 kBit/s angeboten. Die Begrenzung ist auch erforderlich, da eine hohe Geschwindigkeit auch nur auf eine begrenzte Strecke möglich ist. Das heißt, je länger die Entfernung zwischen Vermittlungsstelle und Anwender, je langsamer wird die Übertragung bei ADSL. Daher kann eine hohe Datenrate meist auch nur in Ballungsgebieten angeboten werden. Ländliche Gebiete, kommen meist gar nicht in den Genuss von ADSL, weil die Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle einfach zu groß ist.

Eine asymmetrische Auslastung benutzt man, weil der empfangene Datenstrom meist größer ist als der zu sendende Datenstrom. Würde man auf eine symmetrische Auslastung setzten, wäre die Auslastung bereits bei niedrigerer Datenrate erreicht und sicher nur in unmittelbarer Nähe zur Vermittlungsstelle umsetzbar.

 ADSL2, was ist neu?

In der heutigen Zeit sind die mit ADSL erreichten Geschwindigkeiten zwar ausreichend aber nicht Zukunftssicher. Es soll über DSL möglich sein, z.B. Filme direkt per Internet zu bestellen und anzusehen (Video on Demand) und das natürlich in bester HDTV Qualität. Dafür ist das heutige ADSL einfach zu langsam. Außerdem möchten die Provider natürlich auch so viele Kunden wie möglich erreichen, was in Randgebieten und ländlichen Gegenden derzeit nicht möglich ist.
Daher wurde der ADSL2 Standard entwickelt, und von der ITU genormt. Bei ADSL2 wurde die Datenrate auf 12 MBit/s erhöht und die Signalverarbeitung verbessert. Dadurch ist es möglich in Ballungsgebieten eine höhere Datenrate zu erreichen und durch die verbesserte Signalverarbeitung auch längere Strecken zu überbrücken. Somit sollen mit ADSL2 dann viel mehr Kunden in den Genuss von DSL kommen können.

 ADSL2+

ADSL2+ legt noch einen drauf und ist besonders für den schnellen Internetzugang für TV- und Multimedia Übertragungen in hoher Qualität ausgelegt. ADSL2+ benutzt eine Datenrate von maximal 24 MBit/s was dreimal höher ist als das heutige ADSL. Natürlich ist auch hier die Signalverarbeitung gegenüber ADSL verbessert worden.
Damit sollten dann noch mehr Kunden in den Genuss von DSL kommen können und in Ballungsgebieten kann dem Kunden eine sehr hohe Bandbreite zur Verfügung gestellt werden.

 Gibt es auch ADSL2 mit höherer Sendeleistung?

Ja! Wie es heute auch verschiedene DSL-Anschlüsse z.B. für Firmen gibt, wird es auch eine ADSL2 Variante geben, die eine höhere Datenrate beim Senden erreichen kann. Allerdings wird diese höhere Datenrate beim senden von Daten aber mit einer niedrigeren Datenrate beim Empfangen von Daten erkauft.

 Braucht man für ADSL2 oder ADSL2+ neue Hardware?

Ja! Wenn die Anbieter ADSL2 (2+) anbieten und man möchte auf diese Norm umsteigen, benötigt man auch ein neues DSL-Modem, da die heutigen Geräte meistens noch nicht diese Geschwindigkeit ausnutzen können. Allerdings arbeitet ein älteres DSL-Modem unter gleichen Bedingungen auch an ADSL2 (2+). Möchte man also nicht umsteigen, kann man bei seiner alten Hardware bleiben, auch wenn der Netzanbieter bereits auf ADSL2 (2+) umgestellt hat. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch. Wer ein ADSL2 (2+) taugliches DSL-Modem hat, kann damit auch am einfachen ADSL- Anschluss arbeiten!

Ein angeschlossener, externer DSL-Router braucht meist nicht ausgetauscht zu werden, da dieser meist schon mit maximal 100 MBit/s arbeiten sollte.

 Wie werden die Geräte angeschlossen?

An der Verkabelung ändert sich gegenüber dem einfachen ADSL-Anschluss nichts. Es werden weiterhin folgende Geräte benötigt:

  • DSL-Splitter (wird meist vom Provider zur Verfügung gestellt)
  • NTBA -> nur bei ISDN-Telefon (wird vom Provider zur Verfügung gestellt)
  • DSL-Modem
  • Netzwerkkarte im PC (oder bei einigen Modems auch USB Anschluss)
  • DSL-Router (wenn mehrere PC’s angeschlossen werden sollen)

Wie diese Verkabelung hergestellt werden kann, habe ich in einem eigenen Artikel bereits ausführlich beschrieben.

 Ab wann kann ich ADSL2 nutzen?

Fast alle Provider bieten ADSL2(+) Internetzugänge an. ADSL2(+) wird immer dann verkauft, wenn Internetzugänge mit mehr als 6 MB/s angeboten werden. Bestellt man z.B. einen Internetzugang mit 16 MB/s kann man davon ausgehen, dass es sich um einen ADSL2 Anschluss handelt.

 Wie geht es weiter?

Mit ADSL2(+) hat man noch nicht das Ende des machbaren erreicht! ADSL2(+) hat für bestimmte Anwendungsbereiche noch zu viele Nachteile und ist immer noch zu langsam. Heute (Herbst 2006) beginnt die Verbreitung von IPTV, also das Fernsehen über das Internet. Dafür werden besonders schnelle Breitbandzugänge benötigt, schließlich möchte man IPTV zusätzlich zu den bereits vorhandenen Möglichkeiten (IP-Telefon, Internet) nutzen. Für diesen Zweck hat man VDSL entwickelt. Über VDSL bzw. VDSL2 können Geschwindigkeiten bis zu 200 MB/s realisiert werden, wovon die Netzanbieter derzeit aber nur etwa 50 MB/s nutzen.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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