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Mit Antialiasing bezeichnet man die so genannte "Kantenglättung" bei Texten und Grafiken. Die Grafikkarte erzeugt jede Bildausgabe aus vielen kleinen Punkten. Bei senkrechten oder waagerechten Linien gibt es dabei auch keine Probleme. Die Linien werden sauber dargestellt. Muss aber eine Rundung oder eine schräge Linie erzeugt werden, muss die Grafikelektronik diese durch aneinandersetzen vieler kleiner Quadratischer Punkte (Pixel) erzeugen. Dadurch kann keine saubere Rundung dargestellt werden, es entsteht der so genannte "Treppeneffekt". Je nach Bildauflösung kann man bei Rundungen und schrägen Linien dann deutlich die Abstufungen erkennen.

Antialiasing bei Schriftzeichen

Bei Schriftzeichen ist Antialiasing noch verhältnismäßig einfach umzusetzen und wird sogar standardmäßig heute meist immer verwendet. Damit der Treppeneffekt z.B. bei schwarzer Schrift weniger auffällt berechnet der Antialiasing Effekt nun graue Bildpunkte in verschiedenen Helligkeiten um das vorhandene Zeichen herum. Dabei werden aber auch Teile die ohne Antialiasing satt in einer Farbe dargestellt werden in Grautöne umgewandelt.
Bei anderen Farben ist es ähnlich. Benutzt man z.B. eine blaue Schrift, werden hellblaue Bildpunkte um das Zeichen erzeugt. Dadurch wirkt der Rand der Zeichen weicher und der Treppeneffekt fällt weniger stark auf.

Das hat aber auch einen Nachteil: der Antialiasing-Effekt erzeugt für das Menschliche Auge eine "Unschärfe". Der Text wirkt somit nicht mehr so klar. Außerdem gibt es Probleme wenn eine sehr kleine Schrift gewählt wird. Durch den Antialiasing-Effekt ist diese dann nur noch schwer lesbar.

Antialiasing  

Antialiasing bei Grafiken

Bei (3D) Grafiken galt der Antialiasing-Effekt lange als Domäne für sehr teure Hochleistungsgrafikkarten, da Antialiasing die Grafikausgabe deutlich verlangsamt. Darum werden bei Grafiken meist auch mehrere Antialiasing-Stufen angeboten, die je nach Computer- und Grafikkartenleistung eingestellt werden können.
Antialiasing wird zwar bereits seit der 3D-Zusatzgrafikkarte von 3dfx-Interactive, der Voodoo 4, unterstützt, wurde aber meist nur selten vom Anwender aktiviert. Der Hintergrund für den hohen Rechenaufwand ist, dass der Antialiasing-Effekt bei Grafiken viel aufwendiger ist als bei zweifarbiger Schrift. Bei Grafiken kann ja im Prinzip jeder Punkt eine andere Farbe haben. Die Grafikelektronik muss somit immer passende Farben für einen weichen Übergang zwischen den verschiedensten Flächen berechnen.
Dazu wird meistens ein Bild in einer viel höheren Auflösung berechnet und dann je nach eingestellter Antialiasing-Stufe wieder runtergerechnet. Dabei entstehen "überzählige" Bildpunkte die dann dem Bild zugefügt werden. Je höher die Antialiasing-Stufe eingestellt ist, je genauer kann der Übergang berechnet werden aber je rechenintensiver ist auch der Aufwand für die GPU. Ist z.B. eine Bildauflösung von 1024 x 768 Punkte eingestellt und es wird eine 4-fache Antialiasing-Stufe gewählt, berechnet die Grafikkarte intern das Bild in der 4-fachen Auflösung und rechnet dieses dann wieder runter auf 1024 x 768 Pixel.
Die Antialiasing-Funktion kann erst bei heutigen (Jahr 2005), aktuellen Grafikkarten vernünftig benutzt werden, da die GPU- und die Grafikspeicherleistung schnell genug sind, damit bei aufwendigen Spielen die Grafikleistung nicht übermäßig ausgebremst wird.

Fazit

Antialiasing kann in Maßen eingesetzt eine deutliche Kantenglättung erzeugen. Allerdings wirkt besonders Schrift dadurch etwas unscharf. Es muss jeder für sich entscheiden, welche Darstellung angenehmer ist.
Bei Grafiken bringt Antialiasing dagegen häufig eine "bessere" Qualität, da ja auch in der Natur meist die Farben nicht hart ineinander übergehen. Allerdings setzt gerade Antialiasing bei Grafiken eine hohe Computer- und Grafikkartenleistung voraus.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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