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DDR2-SoDIMM ModulDDR2-SDRAM steht für "Double Data Rate 2 - Synchronous Dynamic Random Access Memory" und ist eine Weiterentwicklung des DDR-SDRAM. DDR2-SDRAM ist im Jahr 2004 auf den Markt gekommen.
Der optisch auffälligste Unterschied zu allen älteren Speicherarten ist die Bauform der Speicherbausteine. Diese werden zu Gunsten der Größe nun in der so genannten FBGA (Fine-Pitch Ball Grid Array) Bauform gefertigt. In dieser Bauformgröße ist es nun möglich Bausteine mit mehr Speichervolumen auf kleinerem Raum unterzubringen. DDR2-SDRAM wird sowohl auf Standard Modulen für Desktopcomputer (DDR2-DIMM) als auch auf Modulen für tragbare Computer (SO-DIMM) angeboten.

Bei der Weiterentwicklung versuchte man auch gleich den Stromverbrauch gegenüber "DDR-SDRAM" noch weiter zu senken. Benötigte "DDR-SDRAM" noch 2,5 Volt Betriebsspannung braucht "DDR2-SDRAM" nur noch 1,8 Volt. Dadurch konnte die Wärmeentwicklung weiter reduziert werden aber vor allem auch der Stromverbrauch für tragbare Computer.

Wieso ist DDR2-SDRAM schneller als DDR-SDRAM?

DDR2 DIMM Module mit KühlblechenIm Inneren hat sich natürlich auch etwas zu Gunsten einer höheren Geschwindigkeit verändert, auch wenn es auf den ersten Blick erst einmal nicht so aussieht. Wie beim bisherigen DDR-SDRAM nutzt auch der DDR2-SDRAM sowohl die aufsteigende- als auch die abfallende Flanke des Taktsignals aus, um auf den Speicher zuzugreifen. Je Speichertakt können somit zwei Speicherzugriffe stattfinden. Soweit ist erst einmal alles gleich geblieben. Neu beim DDR2-SDRAM ist jetzt aber, dass der Ein- und Ausgabebereich (I/O - Input/Output) intern mit doppeltem Speichertakt arbeitet. Beim DDR-SDRAM arbeitet der Ein- und Ausgabebereich mit demselben Takt wie auch der Speicher angesteuert wird. Dadurch ergibt sich bei DDR2-SDRAM ein so genannter "Prefetch" von 4 (zwei Zugriffe je Takt mal doppeltem I/O Takt).
Damit der Speicher allerdings mit dieser hohen Zugriffsgeschwindigkeit zurecht kommt, liegt die so genannte "CAS Latency" (CL) Verzögerungszeit über den Werten von DDR-SDRAM. Die "CL" Angabe beschreibt die Taktzyklen, die der Speicher benötigt um nach einem Lesebefehl diese Daten auszugeben. DDR-SDRAM liegt meistens zwischen CL2 und 3 und DDR2-SDRAM zwischen CL4 und 5 Taktzyklen. Trotz dieser "längeren" Verzögerungszeit ist DDR2-SDRAM durch die gesteigerte Zugriffsgeschwindigkeit rechnerisch doppelt so schnell wie DDR-SDRAM.

Sind DDR und DDR2 Module kompatibel zueinander?

Leider nicht. Zum einen hat sich ja die Betriebsspannung verändert und zum anderen benötigt DDR2-SDRAM mehr Anschlüsse an die Hauptplatine (Mainboard). Daher können immer nur die Speichermodule verwendet werden, für die eine Hauptplatine gebaut wurde.

Welchen DDR2-SDRAM gibt es?

Speichertakt      (FSB Hauptplatine)   Speichertakt Ein-/Ausgabe  Speichertakt Intern/Effektive  Bandbreite  Bandbreite Dual Channel  Chip-Klasse  Modul 
100 MHz  200 MHz  400 MHz   3,2 GB/s   6,4 GB/s   DDR2-400 PC2-3200
133 MHz  266 MHz  533 MHz  4,2 GB/s   8,4 GB/s   DDR2-533 PC2-4200
166 MHz  333 MHz   667 MHz   5,3 GB/s   10,6 GB/s   DDR2-667 PC2-5300
200 MHz  400 MHz   800 MHz   6,4 GB/s   12,8 GB/s   DDR2-800 PC2-6400
266 MHz  533 MHz  1066 MHz  8,5 GB/s  17,0 GB/s  DDR2-1066 PC2-8500

Die DDR2-SDRAM Module sind von der JEDEC Solid State Technology Association einer US-amerikanische Organisation zur Standardisierung von Halbleitern standardisiert. Verschiedene Hersteller bieten allerdings auch davon abweichende, meist etwas schnellere Module an, die sich z.B. für "übertaktete" Hauptplatinen (Mainbords) eignen.

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