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IrDA heißt ausgeschrieben "Infrared Data Association" und bezeichnet eine Infrarot-Schnittstelle zur Datenübertragung. Bei der Entwicklung einer "Geräte übergreifenden" Schnittstelle zur Datenübertragung schlossen sich 1993 viele Namhafte Firmen (unter anderem HP und IBM) zur "Infrared Data Association" zusammen und entwickelten ein Einheitliches Protokoll zur Datenkommunikation der verschiedensten Geräte. IrDA arbeitet, wie der Name schon sagt, ähnlich einer Fernbedienung in der Unterhaltungselektronik, mit infrarotem Licht. Infrarotes Licht ist für uns Menschen unsichtbar.

 

Wo wird IrDA eingesetzt?

 

IrDA-Schnittstellen findet man heute sehr häufig an Handys, PDAs, Drucker und Laptops für den Datenaustausch. Allerdings ist eine IrDA - Verbindung relativ langsam und die Geräte müssen in Sichtkontakt nahe beieinander liegen. Daher baut man heute oft zusätzlich Bluetooth Schnittstellen in die Geräte ein. Bluetooth ist zwar oft (noch) langsamer als IrDA, dafür kann eine viel größere Entfernung überbrückt werden und die Geräte brauchen keinen Sichtkontakt. Sicher wird Bluetooth in den nächsten Jahren IrDA komplett ablösen.

 

Wie schnell ist IrDA?

 

IrDA wurde wie gesagt 1993 als einheitliches Protokoll "IrDA V1.0" entwickelt. Die Datenübertragung lag dort bei gerade mal ca. 115 kBit pro Sekunde. Diese Version nennt man auch "SIR" (Serial Infrared).
Zwischen Ende 1995 und Mitte 1996 wurde IrDA der Computerentwicklung angepasst und in einer neuen Version IrDA V1.1 verabschiedet. Die neue Version kann flexibel an die Bedürfnisse angepasst werden und umfasst folgende Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung: 1,15 MBit/s "MIR" (Mid-Infrared); 4 MBit/s "FIR" (Fast-Infrared) und 16 MBit/s "VFIR" (Very-Fast-Infrared).
IrDA V1.1 ist abwärts kompatibel zu IrDA V1.0. Heutige IrDA-Schnittstellen arbeiten fast ausschließlich mit dem V1.1 Protokoll.

 

Welche Vorteile hat IrDA?

 

IrDA ist sehr günstig in die Geräte einzubauen und benötigt nur sehr wenig Strom. Dadurch eignet sich IrDA natürlich besonders für transportable Geräte. Wenn die zu verbindenden Geräte in Sichtkontakt gut zueinander ausgerichtet sind, kann ein Datenaustausch in einem Abstand zwischen ca. 1 cm bis zu 1 m erfolgen. Der Datenaustausch wird vom verwendeten Gerät über eine Standard V.24 Schnittstelle im "Halb-Duplex-Verfahren" gesteuert und kann somit leicht umgesetzt werden. IrDA ist weitgehend unempfindlich gegen äußere Einflüsse wie Lichteinfall. Wie schon erwähnt, ist IrDA Geräte- und Hersteller unabhängig. IrDA ist relativ sicher gegen "abhören", da die Geräte in Sichtkontakt und in geringem Abstand zueinander stehen müssen. Es besteht auch eine Möglichkeit zur "Punkt- zu Mehrpunkt Übertragung (IrLMP)" was allerdings bei so einer geringen Reichweite eher nebensächlich ist. IrDA ist noch schneller als Bluetooth.

 

Welche Nachteile hat IrDA?

 

IrDA hat eine relativ geringe Datenübertragungsgeschwindigkeit und eignet sich hauptsächlich nur zum Austausch oder Abgleich kleinerer Datenmengen. Bei tragbaren Geräten wird meist auch nicht mehr benötigt. Über IrDA können dort z.B. die Kontakte, Termine und Kalenderdaten mit dem Desktop-Computer abgeglichen werden.
Für eine IrDA-Verbindung müssen die Geräte in Sichtkontakt zueinander stehen, dabei ist es wichtig, dass die IrDA-Sensoren zueinander ausgerichtet werden und sich "ansehen" müssen.

 

Fazit

 

IrDA ist ein veralteter, drahtloser Übertragungsstandard. Da die Herstellung und der Betrieb allerdings sehr günstig sind, wird IrDA bis heute noch sehr oft bei tragbaren Geräten zum Datenabgleich eingesetzt. Allerdings kommt Bluetooth auch hier immer häufiger zum Einsatz. Wenn bei einer Bluetooth-Verbindung der Datenaustausch noch gesteigert werden kann, wird IrDA sicher bald abgelöst.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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