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Lightscribe-LogoLightScribe ist eine Technik um mit dem Laser des CD-, oder DVD-Brenners dafür geeignete Rohlinge zu "beschriften". Die Übersetzung dieses Wortes "LightScribe" heißt etwa "Einritzen mit Licht".
Die LightScribe-Beschriftung funktioniert ähnlich wie das brennen der Daten in konzentrischen Kreisen.

 

Was brauche ich für LightScribe?

Zuerst einmal muss der CD-, oder DVD-Brenner "LightScribe" unterstützen. Das machen nicht sehr viele Geräte. Eventuell wird auch ein Firmware (Brenner-Betriebssoftware) Update benötigt.
Dann müssen spezielle "LightScribe" CD-, oder DVD Rohlinge benutzt werden. Diese müssen speziell für diese Technik ausgelegt sein.
Des weiteren wird ein Etikettendruckprogramm benötigt, das ebenfalls "LightScribe" unterstützen muss. Hiermit werden die zu brennenden Bilder oder Texte erstellt.
Zu guter letzt muss dann natürlich auch die Brennsoftware mit den "LightScribe" Daten zurecht kommen und entsprechend an den Brenner weiterleiten.

 

Wie funktioniert das beschriften mit LightScribe?

 

Nachdem die zu brennende Beschriftung oder das Bild erstellt wurde, kann diese nun auf den Rohling "gebrannt" werden. Dazu muss der Rohling verkehrt herum, also mit der "bedruckbaren" Seite nach unten in das Laufwerk gelegt werden. Anhand eines Strichcodes im Innenring erkennt der Brenner dann den Rohling als "LightScribe" fähig und dreht diesen zu einer Startposition. Dann beginnt der Brenner mit dem beschriften. Dieses funktioniert meist nur mit 1-facher Geschwindigkeit. Für eine CD wird damit etwa 30 Minuten benötigt! Rohlinge, die sich mit 2-facher Geschwindigkeit beschriften lassen, sind vereinzelt auch schon zu haben. Damit dauert der Vorgang aber immer noch etwa 15 Minuten je Rohling.
Das beschriften funktioniert ähnlich dem brennen von Daten. Der Laser fährt den Rohling kreisförmig ab und brennt an den richtigen Stellen Punkte in eine spezielle Farbschicht. Durch dieses Verfahren kann ein Rohling aber nur zweifarbig ("Grautöne") beschriftet werden (Rohlingsfarbe und Brennfarbe). Derzeit hat man bei der Rohlingsfarbe auch noch keine große Auswahl. Meist sind nur goldene Rohlinge erhältlich, andere Farben sind aber in Planung.

 

Sind die Beschriftungen gut zu lesen?

 

Nun ja, gegenüber richtig bedruckten CDs oder DVDs kann LightScribe nicht mithalten. Die eingebrannte Schrift und die Bilder sind zwar gut zu sehen, aber halt nur zweifarbig bzw. in "Grautönen". Verwendet man in der Vorlage zu helle Farben, werden die betreffenden Stellen nur sehr hell eingebrannt. Für Schriften sollte man daher am besten in der Vorlage gleich die Frabe schwarz nehmen.
Da bei dem Beschriftungsvorgang der Rohling zuvor immer an eine Startposition gedreht wird, kann man diesen z.B. auch zweimal brennen um den Kontrast zu verbessern. Speichert man später weitere Daten auf den Rohling, kann man die Beschriftung auch ergänzen.

Eine mit Lightscribe beschriftete DVD

Gibt es Alternativen?

 

Die Firma Yamaha hat ein ähnliches Verfahren entwickelt. Dieses Verfahren nennt sich "Labelflash". Der Hauptvorteil soll eine deutlich höhere Geschwindigkeit sein. Für einen Rohling soll "Labelflash" unter 10 Minuten benötigen. Auch die Qualität der "bedruckten" Rohlinge soll besser sein. Wie sich dieses Verfahren im Praxiseinsatz schlägt, konnte ich bisher noch nicht prüfen. Laufwerke mit der "Labelflash" Funktion sind heute nur noch schwer zu bekommen.
Eine weitere Möglichkeit für die Beschriftung von CDs und DVDs sind bedruckbare Rohlinge. Diese werden in einen speziellen Tintenstrahldrucker eingelegt und können dann wie ein Blatt Papier sogar farbig bedruckt werden. Es werden für dieses Verfahren auch spezielle Rohlinge und ein Tintenstrahldrucker mit CD-Einzug benötigt. Diese Drucktechnik ist derzeit die Beste auf dem Markt. Die bedruckten Rohlinge sehen anschließend fast wie "gekauft" aus.
Eine dritte Möglichkeit CDs und DVDs zu beschriften, ist die Verwendung spezieller Etiketten. Diese können in jedem Drucker bedruckt werden und werden dann meist mit einer Zentrierhilfe auf den Rohling geklebt. Der Vorteil dieser Technik ist, dass weder spezielle Drucker noch spezielle Rohlinge benötigt werden.
Diese Technik hat aber mehrere große Nachteile: zum einen können beklebte Rohlinge von einigen Laufwerken oft nicht mehr richtig gelesen werden, oder können gar eine "Unwucht" bekommen und nicht mehr sauber laufen. Das kann im schlimmsten Fall sogar das Laufwerk beschädigen. Außerdem kann sich je nach Aufkleber, durch Wärmeeinwirkung, der Rohling verziehen. Löst sich der Aufkleber kann die Reflektionsschicht beschädigt werden und der Rohling wird unbrauchbar.

 

Was bringt die Zukunft?

 

Die Beschriftung über das einbrennen wird sich sicher weiter durchsetzen, steht heute aber noch am Anfang der Entwicklung. Durch dieses Verfahren sind saubere und professionelle Beschriftungen von CDs und DVDs möglich. Derzeit ist diese Technik noch langsam und Beschriftungen können nur zweifarbig erfolgen. Der erste Schritt zu mehr Farbe wird die Einführung von verschiedenfarbigen Rohlingen sein. Nichts desto trotz sind die Beschriftungen dann immer noch zweifarbig. Es soll aber bereits an einer Möglichkeit gearbeitet werden mehrfarbige Beschriftungen durch einbrennen zu erzeugen.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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