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Eine Netzwerkkarte ist eine Steckkarte für den Computer mit einem Netzwerkanschluss um mehrere Computer miteinander zu verbinden. Neuere Computer benötigen normalerweise keine externe Netzwerkkarte mehr, da ein solcher Anschluss oft bereits auf der Hauptplatine Standardmäßig vorhanden ist. Das gilt auch für Laptops. Soll dennoch eine (weitere) Netzwerkkarte eingebaut werden, sollte man vor der Anschaffung folgendes bedenken:

 

Was für Netzwerkkarten gibt es?

RJ45 NetzwerksteckerEs gibt Netzwerkkarten für verschiedene Netzwerkformen. Heute üblich und sehr weit verbreitet ist das so genannte Ethernet LAN. Diese Netzwerkform wird inzwischen fast überall eingesetzt. Es gibt hier noch den Unterschied zwischen Leitungsgebundenen- und Funk (WLAN) Netzwerken. Bei den Leitungsgebundenen Netzwerkkarten haben sich solche mit RJ45 Anschlüssen für "Twisted-Pair" Leitungen durchgesetzt. Früher benutzte man Koaxialleitungen mit so genannten "BNC-Steckern". Diese Leitungen sind allerdings veraltet und auch nur bis 10 Megabit tauglich. Zu solchen Netzwerkkarten sollte man heute nicht mehr greifen.
Weitere Netzwerkarten sind noch Token-Ring von Fa. IBM, FDDI (Fiber Distributed Data Interface) und ARCNet (Attached Resources Computer Network) von Fa. Datapoint. Diese Netzwerke verlieren aber stetig an Bedeutung und Netzwerkkarten sind dafür nur noch schwer zu bekommen.

10 Megabit Netzwerkkarte mit RJ45 & BNC Anschluss

Netzwerkkarten Anschlüsse

Neben Netzwerkkarten für verschiedene Netzwerkformen gibt es auch Netzwerkkarten für verschiedene Geräte. Oben abgebildet ist z.B. eine Netzwerkkarte für einen Standard-Computer mit PCI Steckplatz.
Für Laptops, also tragbare Computer, gibt es Netzwerkkarten im "PCMCIA (PC-Card)", oder ganz neu im "Express Card" Format.
Auch für spezielle Geräte wie z.B. Drucker gibt es je nach Modell Netzwerkkarten zum nachrüsten. Diese werden aber speziell für das Gerät gebaut und passen meist auch in kein anderes Gerät hinein.
Da Netzwerkanschlüsse inzwischen aber als "Standard" gelten und in fast jedem Computer fest eingebaut sind, werden nur noch wenige Netzwerkkarten angeboten.

PCMCIA (PC Card) Netzwerkkarte

Wie schnell muss eine Netzwerkkarte sein?

 

Bei Leitungsgebundenen Netzwerken:

 

In erster Linie sollte eine Netzwerk LAN Verbindung natürlich so schnell wie möglich sein. Heute üblich sind Ethernet LAN Netzwerke mit 100 Megabit (100Base-T). Bereits im kommen sind aber auch schon die Gigabit (1000Base-T) Netzwerke. Allerdings nützt es nichts sich eine Gigabit Netzwerkkarte zu kaufen, wenn das Netzwerk diese Geschwindigkeit nicht unterstützt! Arbeiten z.B. andere Computer nur mit 100 Megabit oder die Netzwerkkomponenten und Leitungen sind nur für 100 Megabit ausgelegt, wird auch eine Gigabit-Netzwerkkarte nur mit maximal 100 Megabit arbeiten. Die Mehrkosten kann man sich also sparten, wenn nicht geplant ist, das Netzwerk in absehbarer Zeit aufzurüsten. Umgekehrt gilt natürlich das gleiche. Ist das gesamte Netzwerk bereits auf Gigabit ausgelegt, würde eine 100 Megabit Netzwerkkarte den Datenverkehr nur unnötig bremsen.
Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die verwendeten Anschlussleitungen. Für ein 100 Megabit Netz rechen Leitungen der Kategorie 5 (CAT 5). Soll der Computer an ein Gigabit Netzt angeschlossen werden, sind Leitungen der Kategorie 6 (CAT 6) erforderlich.

Die höhere Geschwindigkeit macht sich auch nur beim Datenaustausch zwischen verschiedenen Computern bemerkbar. Ist in das Netz auch ein DSL-Anschluss eingespeit, wird dieser Anschluss nicht durch ein Gigabit-Netzwerk schneller.

 

Bei Funk Wireless-LAN (WLAN) Netzwerken:

 

Bei Funknetzwerken spielt die verwendete Netzwerkkarte und die damit verbundene Geschwindigkeit noch eine wichtigere Rolle. Wird nämlich eine Netzwerkkarte verwendet, die von der Basisstation "Wireless Access Point" oder "Hot-Spot" nicht unterstützt wird, kann keine Verbindung aufgebaut werden, da die einzelnen Standards in unterschiedlichen Frequenzbändern arbeiten. WLAN ist in der Norm "IEEE 802.11" festgelegt. Die einzelnen Ausbaustufen bzw. Geschwindigkeiten werden mit einem Buchstaben angegeben:

IEEE Norm Geschwindigkeit Frequenzband Kommentar
802.11 bis zu 2 Mbps 2,4 GHz bis 2,485 GHz Seit 1997 (veraltet und noch selten verwendet)
802.11a bis zu 54 Mbps 5,15 GHz bis 5,725 GHz Seit 1999 (in Deutschland erst spät (2002) zugelassen, daher selten verwendet)
802.11b bis zu 11 Mbps 2,4 GHz bis 2,485 GHz Seit 1999 (noch recht weit verbreitet)
802.11g bis zu 54 Mbps 2,4 GHz bis 2,485 GHz Seit 2003 (der noch am weitesten verbreitete Standard)
802.11h bis zu 54 Mbps 5,15 GHz bis 5,875 GHz Seit 2003 (Wenig verbreiteter Standard)
802.11n bis zu 150 Mbps 2,4 GHz bis 2,485 GHz und zusätzlich 5 GHz Entwurf 2006 (Erster Entwurf des neuen "n" Standards)
802.11n (Draft 2.0) bis zu 300 Mbps 2,4 GHz bis 2,485 GHz und zusätzlich 5 GHz Entwurf 2007 (löst inzwischen den "g" Standard ab, ist aber noch nicht offiziell!)

Die angegebenen Geschwindigkeiten sind die möglichen Höchstwerte. Im Alltagsbetrieb liegt die nutzbare Geschwindigkeit aber häufig, selbst bei idealen Verhältnissen bis zu 50% darunter! Größere Entfernungen, Wände und Decken sowie viele verbundene Computer reduzieren die Geschwindigkeit noch weiter.

IEEE 802.11 wird inzwischen so gut wie gar nicht mehr verwendet. Die Normen IEEE 802.11b und IEEE 802.11g sind weitgehend kompatibel zueinander. Allerdings schalten die unterschiedlichen Netzwerkkarten dann in einen so genannten Kompatibilitätsmodus, was die Geschwindigkeit etwas drosselt.
Die Normen IEEE 802.11a und IEEE 802.11h sind komplett kompatibel zueinander, hier gibt es keine Einschränkungen.
Die neuste IEEE 802.11n Norm ist kompatibel mit den Normen IEEE 802.11g, IEEE 802.11b und IEEE 802.11a. Allerdings schalten die unterschiedlichen Netzwerkkarten dann auch in einen so genannten Kompatibilitätsmodus, was die Geschwindigkeit etwas drosselt.

Zu Beachten ist noch, dass die IEEE 802.11n Norm derzeit (Ende 2008) ein Vorab-Entwurf ist! Zwar werden inzwischen schon sehr viele Netzwerkgeräte nach dieser Norm verkauft, der offizielle Standard soll aber erst im November 2009 verabschiedet werden. Es könnte sich da also noch einiges ändern.

Was muss bei den Anschlüssen beachtet werden?

RJ45 Netzwerkanschlüsse auf einer HauptplatineNetzwerkkarten gibt es für unterschiedliche Computeranschlüsse. Bei Desktop-Computern sind heute Netzwerkkarten für den PCI-Bus weit verbreitet. Bei Laptops werden meistens Netzwerkkarten im PCMCIA-Format oder bei neueren Geräten im Express Card-Format benötigt. Wenn sich PCI-Express weiter durchgesetzt hat, wird es auch dafür mit Sicherheit bald Netzwerkkarten geben. Möchte man seinen Computer nicht öffnen, kann man auch zu einer externen Netzwerkkarte mit USB-Anschluss greifen. Netzwerkkarten für den älteren ISA-Bus sind nur noch schwer zu bekommen.
Heute ist auf aktuellen Hauptplatinen (Mainboards) aber auch mindestens ein Netzwerkanschluss fest eingebaut. Auf manchen Hauptplatinen sind auch gleich zwei Netzwerkanschlüsse vorhanden. Diese fest eingebauten Anschlüsse verfügen auch oft schon über "Gigabit" (1000Base-T) Geschwindigkeit. Eine zusätzliche Netzwerkkarte ist dann nicht erforderlich.

 

Der Einbau:

 

Netzwerkkarten können recht einfach installiert werden. Der Dektop-Computer muss geöffnet und die Karte in einen freien Steckplatz eingesetzt werden. Das sollte natürlich bei ausgeschaltetem Computer mit abgezogenen Leitungen geschehen! Bei Laptops wird die PCMCIA oder die Express Card nur in einen passenden, freien Kartenschacht gesteckt. Nach dem Zusammenbau bzw. dem Einstecken und einschalten erkennen aktuelle Betriebssysteme die Karten häufig sofort.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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