Bewertung: 4 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern inaktiv
 

Display-Port LogoDer Display Port (DP) ist ein im Jahr 2006 eingeführter digitaler Bildanschluss in der Computertechnik. Er soll den digitalen DVI- und HDMI-Anschluss, sowie den analogen VGA-Anschluss im Computerbereich irgendwann einmal komplett ersetzen. Was bei der Unterhaltungselektronik der HDMI-Anschluss ist, soll im Computerbereich der Display Port werden, ein universeller Bildanschluss für alle Geräte.

Analog oder digital?

VGA PortLange Zeit erfolgte die Bildübertragung vom Computer zum Monitor analog über den VGA-Anschluss. Da aber inzwischen digitale LCD-Monitore Standard sind und es die analogen Röhren Monitore fast nicht mehr gibt, musste auch eine digitale Übertragungstechnik her. Schließlich verschlechtert die Umwandlung "Digital auf Analog und zurück auf Digital" das Bild. Gerade beim Computer Monitor kommt es besonders auf ein sehr klares, flimmerfreies Bild an, da hier der Anwender in kurzem Abstand vor dem Bildschirm sitzt.

Wieso ist ein digitaler Anschluss besser?

Wie oben schon geschrieben, verschlechtert eine Bildumwandlung die Bildqualität. Eine Grafikkarte im Computer erzeugt immer ein digitales Bild. Das war schon immer so. Zu Zeiten der Röhren Monitore wurde das digitale Bild in der Grafikkarte in ein analoges VGA-Signal umgewandelt und zum Monitor geschickt. Das Bild musste somit hier nur einmal umgewandelt werden und war auf den Röhren Monitoren hervorragend.
LCD-Monitore arbeiten aber digital. Das bedeutet, dass die Grafikkarte das Bildsignal in ein analoges VGA-Signal umwandelt, dieses zum LCD-Monitor schickt, der wiederum das analoge Signal in ein digitales wandeln muss.
Was liegt da näher, als auf die ganze Umwandlung zu verzichten und das Bildsignal direkt digital an den LCD-Monitor zu schicken. Der Verzicht auf die Umwandlung macht sich gerade bei den immer größer werdenden LCD-Monitore deutlich positiv bemerkbar. Außerdem unterstützen die digitalen Anschlüsse, im Gegensatz zu den analogen, heute meist auch einen eventuell vorhandenen Kopierschutz, so dass man sich auch kopiergeschützte Filme am Computer Monitor ansehen kann. Auch unterstützt der digitale Anschluss viel höhere Auflösungen von HD bis 4K.

Welche digitalen Anschlüsse gibt es?

DVI PortAls die Zeit der LCD-Monitore begann, fingen auch die Hersteller der Grafikkarten an digitale Anschlüsse bereit zu stellen. Zu dieser Zeit gab es eigentlich nur einen digitalen Anschluss, der sich dafür eignete: "DVI (Digital Visual Interface)". Den DVI-Anschluss gibt es in drei Ausführungen: DVI-I kann zusätzlich zu den digitalen Bildinformationen auch noch ein analoges Bild bereitstellen, DVI-D kann im Gegensatz nur digitale Bildinformationen und DVI-A dementsprechend nur analoge Bildinformationen liefern. DVI-A wird allerdings nicht als Bildanschluss an Geräten verwendet, sondern nur bei Adaptersteckern "VGA auf DVI". Ein reiner DVI-A Anschluss macht ja auch als digitalen Anschluss keinen Sinn.
Auf besseren Grafikkarten wurden anfangs beide Anschlüsse (VGA und DVI) bereitgestellt, zum Schluss fast ausschließlich nur noch der DVI-I Anschluss. Bei diesem kann mit einem "DVI auf VGA Adapter" auch problemlos ein älterer analoger VGA-Monitor angeschlossen werden.

HDMI-AnschlussDann wurde in der Unterhaltungselektronik 2002 der digitale "HDMI (High Definition Multimedia Interface)" Anschluss als Ersatz für den analogen "Scart Anschluss" entwickelt, denn auch in der Unterhaltungselektronik macht sich die Umstellung von analog nach digital durch die immer günstiger werdenden LCD- und Plasma Fernseher bemerkbar. Außerdem wird immer häufiger der HDCP Kopierschutz, besonders bei den neuen Bildmedien "Blu-ray" und "HDTV", eingesetzt. Solche kopiergeschützten Bildinformationen lassen sich nur digital übertragen.
Da der HDMI-Anschluss sehr vielseitig und vor allem kleiner als der DVI-Anschluss ist, benutzt man diesen auch in der Computertechnik. Der HDMI-Anschluss hat außerdem den Vorteil, dass Toninformationen, im Gegensatz zum DVI-Anschluss, gleich mit übertragen werden können.
Auch sind der DVI- und der HDMI-Anschluss kompatibel zueinander. Beide können den HDCP Kopierschutz verwenden und mit einem Adapter kann aus einem DVI- ein HDMI-Anschluss bzw. umgekehrt gemacht werden (dann müssen die Toninformationen aber wieder separat übertragen werden).

Allerdings hat der HDMI-Anschluss auch Nachteile. Dieser Anschluss wurde hauptsächlich für die Unterhaltungselektronik hergestellt. Für jeden installierten HDMI-Anschluss müssen Lizenzgebühren abgeführt werden. Außerdem unterstützt HDMI "offiziell" nur eine Leitungslänge von fünf Metern und der HDMI-Stecker sitzt ohne Befestigung in der Anschlussbuchse, so dass er relativ leicht rausrutschen kann. Hinter dem Blu-ray Spieler oder dem Fernseher ist das ja akzeptabel, da man hier sowieso nur selten mal etwas verrückt. Am Laptop kann ein HDMI-Stecker schon mal schneller rausrutschen.

Ganz neu hat man 2009 die Entwicklung eines Universalanschlusses für die Unterhaltungs- und Hausgerätetechnik vorgestellt, die DIIVA-Schnittstelle (Digital Interactive Interface für Video & Audio). Die DIIVA-Schnittstelle soll mit nur einer Leitung alle Daten (Bild, Ton, Netzwerk und Steuertdaten) übertragen können und macht somit alle anderen Verbindungen überflüssig. Die DIIVA-Schnittstelle soll noch schneller arbeiten wie HDMI, alle bekannten Bild- und Toninformationen übertragen und darüber hinaus auch einen schnellen Datenaustausch in beide Richtungen ermöglichen.
Wann es die DIIVA-Schnittstelle an Geräten geben wird, kann heute noch niemand sagen. Aktuell  befindet sich dieser Anschluss noch in der Entwicklung und Geräte mit dieser Schnittstelle sind nicht bekannt.

VESA-LogoAus diesen Gründen entwickelte die "VESA (Video Electronics Standards Association)" einen digitalen Anschluss, speziell für die Computertechnik, den "Display Port (DP)". Dieser soll in absehbarer Zeit alle bisherigen Bildanschlüsse, allen voran VGA und DVI, aber auch den HDMI-Anschluss in der Computertechnik ablösen. Der Display Port in der Computertechnik soll somit gleichberechtigt mit dem "HDMI-Anschluss" in der Unterhaltungselektronik verwendet werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aber auch in der Unterhaltungselektronik Geräte mit dem Display Port hergestellt werden.

Was ist der Display Port?

Display Port SteckerDer Display Port sieht ein wenig wie eine Mischung aus HDMI- und S-ATA Anschluss aus. Er ist mit den Maßen von ca. 14,3 mm x 6,1 mm ähnlich schmal und klein wie ein HDMI-Anschluss und besitzt 20 Kontakte. Durch die kompakten Abmessungen eignet er sich besonders bei kleinen Geräten, wie Laptops als Bildanschluss. Auf einem "Slotblech" einer Grafikkarte würden sogar bis zu 4 Display Port Anschlüsse Platz haben.
Der Display Port ist eine serielle Punkt-zu-Punkt Verbindung und ist in der Tat dem S-ATA Anschluss sehr ähnlich. Sobald der Sender (PC/Grafikkarte) mit dem Empfänger (Monitor) verbunden sind, "handeln" beide Geräte die beste Übertragungsgeschwindigkeit aus. Es gibt beim Display Port, im Gegensatz zu vielen anderen Verbindungstechniken, keine festgelegten Bild- und Ton Kanäle (Leitungen). Beim Display Port werden die Bilddaten codiert und dann digital nacheinander über die "Lanes" verschickt. So ist es auch problemlos möglich durch mehrere Lanes die Übertragungsgeschwindigkeit zu steigern.

Entwickelt wird der Display Port seit Anfang 2006. Die Erste "richtige" Version mit HDCP Kopierschutz Unterstützung, erschien Anfang 2007 (Version 1.1). Seit Januar 2008 gibt es die Version 1.1a die nun auch bereits von einigen Herstellern eingebaut wurde, aber nur Korrekturen zur V 1.1  enthält.
Im Dezember 2010 wurde die Version 1.2 veröffentlicht. Diese Version bietet die Unterstützung von 3D Inhalten (Stereoskopie), Multi Stream Transport (MST) und die Unterstützung der Farbräume xvYCC, scRGB sowie Adobe RGB 1998. Des Weiteren wurde die Datenrate des AUX-Kanals von 1 Mbit/s auf 720 Mbit/s erhöht. Auch wurde die Display Port-Spezifikation nun geschützt und kann nicht mehr von jedem frei ausgelesen werden. Um diese Spezifikation weiterhin zu nutzen muss man dafür nun bezahlen, oder  kostenpflichtig Mitglied in die VESA-Group werden.

Was ist der Mini Display Port?

Ende 2008 baute Apple in seine MacBooks einen "Mini Display Port" aus einer Eigenentwicklung ein. Um die Verbreitung des Mini Display Ports zu fördern, veröffentlichte Apple die Spezifikation für jeden frei zugänglich. Ende 2009 wurde diese Spezifikation dann auch offiziell von der VESA-Group in die Version 1.1a übernommen.
Anfang 2011 stellte Apple dann den so genannten "Thunderbolt-Anschluss" vor. Thunderbolt ist eine um eine Datenübertragung erweiterte Entwicklung des Mini Display Port und steht jetzt eher als Konkurrenz zur USB-Schnittstelle.

Wie ist der Display Port aufgebaut?

Für die Datenübertragung stehen bis zu 4 Adernpaare (Lanes) zur Verfügung. Je nach geforderter Leistung können 1, 2 oder alle 4 Adernpaare verwendet werden. Je mehr Adernpaare in die Datenübertragung einbezogen werden, je schneller können die Daten übertragen werden, oder anders ausgedrückt: umso mehr Daten können z.B. für hohe Auflösungen übertragen werden.
Neben den Bilddaten überträgt der Display Port auch Audiosignale. Auch ist ein so genannter AUX-Kanal vorhanden. Dieser Kanal kann z.B. für eine USB-Verbindung oder zur Ansteuerung von berührungsempfindlichen Bildschirmen verwendet werden. Möglich wären auch eine Kamera oder Mikrofon Ansteuerung. Über diesen Kanal werden auch die DDC "Display Data Channel" Daten zwischen dem Monitor und dem Anschluss ausgetauscht.
Die gesamte Übertragung arbeitet mit der so genannten "ANSI-8B10B-Modulation". Das bedeutet, dass 8 Bit Daten mit 10 Bit codiert werden.

Welche Audiosignale sind beim Display Port möglich?

Über den Display Port können alle bekannten digitalen Audioformate übertragen werden. So ist es auch kein Problem die Audiosignale "Dolby TrueHD" oder "DTS HD" von einer Blu-ray zu einem Monitor zu übertragen. Auch die bekannten Kopierschutzmaßnahmen für Audiosignale werden unterstützt.

Welche Vorzüge hat der Display Port?

Wieso nicht weiter den HDMI-Anschluss verwenden? Von den Abmessungen ist der Display Port ähnlich. Allerdings bietet der Display Port einige Vorzüge:

  • Die Stecker können mit einer Halteklammern, die beim einstecken in der Buchse einrasten und den Stecker sicher hält, ausgerüstet werden.
  • Es sind bis zu 4 "Lanes" (Adernpaare) für die Datenübertragung vorgesehen. Kommt es nicht auf eine hohe Auflösung an, können auch nur eine oder zwei Lanes (Adernpaare) verwendet werden.
  • Es werden Leitungslängen von über 15 m offiziell unterstützt.
  • Maximale Datenübertragungsrate von 21,6 GBit/s (je Lane 5,4 GBit/s bei Display Port Version ab 1.2).
  • Unterstützung einer zusätzlichen bidirektionale "Lane" für Zusatzinformationen (AUX-Hilfskanal). Dieser Kanal kann z.B. für eine USB-Verbindung oder zur Ansteuerung von berührungsempfindlichen Bildschirmen verwendet werden. Hier sind Übertragungen bis 1 MBit/s bzw. optional sogar bis 720 MBit/s möglich. Über diesen Kanal werden auch die DDC "Display Data Channel" Daten zwischen dem Monitor und dem Anschluss ausgetauscht.
  • Es wird eine Spannungsversorgung mit 3,3 Volt und bis zu 1,5 Watt (500 mA) zur Verfügung gestellt.
  • Der Display Port ist "Hot-Plugging" fähig. Das heißt, ein Stecker kann während des Betriebes raus gezogen oder eingesteckt werden. Auch dafür sind eigene Leitungen im Display Port vorhanden.
  • Der Display Port eignet sich auch für die einfache interne Ansteuerung von z.B. Laptop LCD Bildschirmen anstelle von der heute üblichen "LVDS (Low Voltage Differential Signaling)" Ansteuerung. Das senkt die Produktionskosten. Dieser interne Anschluss wird "Direct Drive" genannt.
  • Den Display Port kann man günstiger herstellen / verwenden, da dafür fast keine Lizenzgebühren anfallen. Hinter dem Entwickler "VESA" stehen nämlich so große Firmen wie Intel, AMD, Samsung und Dell.

Welche Auflösung unterstützt der "Display Port"?

Beim Display Port werden die Übertragungsraten mit jeder Version stetig gesteigert. Dadurch können mit jeder neuen Version auch immer höhere Auflösungen übertragen werden. Der Display Port erkennt selbstständig wie "gut" eine Verbindung aufgebaut werden kann. Dabei wird eigentlich nur zwischen einem "kurzen" und einem "langen" Verbindungsweg unterschieden. Je besser die Verbindung ist, je höher sind die Übertragungsraten. Die volle Geschwindigkeit wird bei einer Leitungslänge von bis zu 2 m erreicht. Ist die Leitung länger als 2 m (bis über 15 m) wird die Auflösung und Geschwindigkeit etwas herunter gesetzt, was aber immer noch für HDTV in voller Auflösung ausreichend ist.

Außerdem hängt die verwendbare Auflösung auch mit den verwendeten "Lanes" zusammen, je mehr "Lanes" benutzt werden können, je höher kann die Auflösung gewählt werden. Das macht die Leitungsherstellung auch sehr flexibel. Da wo sowieso nicht so eine hohe Auflösung und Geschwindigkeit gefragt ist, können die Leitungen somit viel dünner und flexibler und somit auch günstiger hergestellt werden.
Hier ein Überblick über die möglichen Auflösungen:

Display Port Version 1.1:

Leitungslänge Geschwindigkeit 1 Lane 2 Lanes 4 Lanes
bis zu 2 m 1,62 GBit/s je Lane (max. 6,48 GB/s) 1024 x 768 1680 x 1050 2048 x 1280

Display Port Version 1.1a:

Leitungslänge   Geschwindigkeit  1 Lane  2 Lanes  4 Lanes 
bis zu 2 m  2,7 GBit/s je Lane (max. 10,8 GBit/s)  1400 x 1050 (1440 x 900) 1600 x 1200 (1920 x 1200) 3072 x 1920 (2560 x 1600)
bis zu 15 m  1,62 GBit/s je Lane (max. 6,48 GBit/s)  1024 x 768  1680 x 1050 2048 x 1280

Display Port Version 1.2 (ab August 2009) zusätzlich:

Leitungslänge Geschwindigkeit 1 Lane 2 Lanes 4 Lanes
bis zu 2 m 5,4 GBit/s je Lane (max. 21,6 GB/s) 1600 x 1200 (1920 x 1200) 3072 x 1920 (2560 x 1600) 3840 x 2400 (4096 x 2560)

Display Port Version 1.3 (ab September 2014) zusätzlich:

Leitungslänge Geschwindigkeit 1 Lane 2 Lanes 4 Lanes
bis zu 2 m 8,1 GBit/s je Lane (max. 32,4 GB/s) 2560 x 1600 3840 x 2160 5120 x 2880

Durch diese hohen Übertragungsgeschwindigkeiten sind somit Auflösungen in FullHD, sogar in der langsamsten Geschwindigkeit, kein Problem. Mit Version 1.2 können problemlos 3D Daten in FullHD mit bis zu 120 Hz übertragen werden. Auch für das "neue Fernsehen" in der Auflösung 4K also 4000 Pixel ist die Display Port Version 1.2 bereits gerüstet. Diese Bilder können mit bis zu 30 Vollbildern je Sekunde übertragen werden. Ab Version 1.3 ist eine Auflösung bis 5K mit 60Hz und 24-bit Farbtiefe möglich.

Können über einen Display Port mehrere Bildschirme versorgt werden?

Ja, durch die zur Verfügung stehenden hohen Übertragungsraten, können sogar über einen Display Port Anschluss gleich mehrere Bildschirme versorgt werden. Die Anzahl hängt natürlich von der gewünschten, bzw. benötigten Auflösung ab. Die folgende Tabelle zeigt die möglichen Kombinationen:

 Display Port  /  Auflösung WXGA 1280x768 WSXGA 1680x1050 FullHD 1920x1080 WQXGA 2560x1600 UHD 3840x2160
8,1 GBit/s (Display Port V 1.3) > 10 Bildschirme 8 Bildschirme 7 Bildschirme 4 Bildschirme 2 Bildschirme
5,4 GBit/s (Display Port V 1.2) 10 Bildschirme 5 Bildschirme 4 Bildschirme 2 Bildschirme 1 Bildschirm
2,7 GBit/s 5 Bildschirme 3 Bildschirme 2 Bildschirme 1 Bildschirm nicht unterstützt
1,62 GB/s 3 Bildschirme 1 Bildschirm 1 Bildschirm nicht unterstützt nicht unterstützt

Wird ein Kopierschutz unterstützt?

An einen digitalen Bildanschluss ohne Kopierschutz wäre heute nicht mehr zu denken! Der Display Port unterstützt gleich zwei Kopierschutz Maßnahmen. Da für HDTV und der Blu-ray Disk der "HDCP Kopierschutz" verwendet wird, kann auch der Display Port diesen Kopierschutz verwenden. Sonst wäre es ja unmöglich sich auf einem Monitor mit Display Port Anschluss einen Blu-ray Film anzusehen, da der HDCP Kopierschutz eine Forderung der Filmindustrie ist.
Ab der Version 1.1 unterstützt der Display Port den "HDCP Kopierschutz" in der Version 1.3. Seit Version 1.3 wird auch HDCP Version 2.2 unterstützt. Daneben unterstützen alle Display Port Versionen auch noch einen eigenen Kopierschutz mit Namen "DPCP (Display Port Content Protection)". Mit DPCP werden die übertragenen Bild und Ton Signale auch verschlüsselt. Die maximale Bandbreite von DPCP ist mit 10,8 GBit/s sogar höher als bei HDMI 1.3, welches mit einer Bandbreite von 10,2 GBit/s arbeitet.

Ist der Display Port kompatibel zu anderen Anschlüssen?

Auf diese Frage ein klares JA!. Das macht den Display Port auch so flexibel! Ein Display Port kann problemlos, mit einem oft einfachen Adapter, Kontakt mit einem HDMI-DVI- und sogar VGA-Anschluss aufnehmen. Zu DVI ist der Display Port nicht zu 100% kompatibel, allerdings lässt sich ein DVI-Anschluss auch über einen Display Port Anschluss emulieren.
Somit ist es problemlos möglich, z.B. einen PC mit Display Port Anschluss an einen LCD- oder Plasma Fernseher mit HDMI-Anschluss oder einen Röhren Monitor mit VGA-Anschluss anzuschließen. Es wird lediglich ein passender, meist passiver Adapter benötigt.

Natürlich ist der Display Port auch immer abwärts kompatibel zum eigenen Anschluss. So kann man problemlos auch an einen Monitor mit Display Port 1.2 Anschluss einen Computer mit Display Port 1.1 Anschluss betreiben. Auch umgekehrt ist das möglich. Natürlich stehen so immer nur die Funktionen des "kleineren" Anschlusses zur Verfügung.

Wie sieht die derzeitige Entwicklung aus?

GrafikkartenanschluesseDer Display Port ist gegenüber den anderen Anschlüssen ein recht neuer Bildanschluss. Die Hersteller von Grafikkarten und Monitoren rüsten inzwischen fast alle Geräte auch zusätzlich mit Display Port Anschlüssen aus. Allerdings wird bis heute der HDMI-Anschluss favorisiert. Es wird bis heute eher am Display Port Anschluss als am HDMI-Anschluss gespart. Das soll sich in der Zukunft allerdings in der Computertechnik ändern.
Aktuell arbeitet die VESA an der Version 1.4 des Display Port. Diese neue Version wird für 2016 erwartet und soll die erst kürzlich vorgestellte 8K Auflösung bei mindestens 60Hz und 24-bit Farbtiefe ermöglichen.
Die Entwicklung ist mit Sicherheit auch noch lange nicht abgeschlossen. Die Version 2.0 ist laut diversen Quellen auch schon in der Entwicklung.

Fazit:

DisplayPort HDMIDer Display Port ist ähnlich wie der HDMI-Anschluss aufgebaut. Allerdings besitzt dieser ein paar entscheidende Vorteile: er ist flexibler in den Anwendungen und kann vor allem die Produktionskosten deutlich senken. Zum einen fallen für den Display Port kaum Lizenzgebühren für die großen Hersteller an und zum anderen kann kostengünstig auch die interne Ansteuerung (Direct Drive) von Laptop Bildschirmen damit erfolgen.
Alleine diese Vorteile werden dem Display Port sicher den Durchbruch bringen. Ursprünglich war gedacht, dass der Display Port bis 2011 die bisherigen Bildanschlüsse im Computerbereich (DVI und VGA) abgelöst haben wird. Das hat der Display Port nicht geschafft. Bis heute wird der HDMI-Anschluss favorisiert und den VGA-Anschluss hat auch noch fast jedes Gerät. Lediglich der DVI-Anschluss ist rückläufig.

In der Unterhaltungsindustrie spielt der Display Port derzeit gar keine Rolle. Hier ist inzwischen der HDMI-Anschluss fest verankert. Wobei man ja auch sagen muss, dass der Display Port Anschluss für den Computerbereich entwickelt wurde und nicht als Ersatz für den HDMI-Anschluss in der Unterhaltungselektronik.

[Zurück zur Übersicht]

Joomla Toplist

Besucher heute

® Auf im Beitrag genannte Namen und Bezeichnungen, sowie auf Logos können Markenrechte von Firmen im In- und Ausland liegen

www.CompTech-Info.de wird gehostet von:

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

Wer ist online

Aktuell sind 26 Gäste und keine Mitglieder online

Beiträge:

Deine Daten

IP

Kleine Spende

Hier bitte ich Dich um eine kleine Spende für meine Webseite "www.CompTech-Info.de".
Weitere Infos dazu habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Vielen Dank!
 

Ziel, mindestens: 119,40 €
Gespendet 2017:  28,37 €
Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
Zum Seitenanfang