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RIMM Speichermodul mit RD-RAM BestückungDer RD-RAM "Rambus Dynamic - Random Access Memory", auch kurz "RAMBUS" genannt, wurde von der US-Firma "Rambus Corporation" entwickelt und sollte, nach Intels willen ende der 1990er Jahre den SD-RAM als Arbeitsspeichermodule bei Computersystemen ablösen. Intel baute zu dieser Zeit Chipsätze für seinen Pentium 4 Prozessor die ausschließlich für RD-Ram ausgelegt waren. Allerdings gab es bei der Entwicklung des Speichers am Anfang einige Probleme. Als dann die ersten Module auf den Markt kamen, waren diese sehr teuer. Das lag allerdings nicht am verwendeten RD-RAM sondern vielmehr an (unerlaubten) Preisabsprachen.
Etwa zur gleichen Zeit kam auch DDR-SDRAM auf den Markt, der zwar etwas langsamer, aber teilweise um die hälfte günstiger zu bekommen war.
Zu dieser Zeit hatte RAMBUS Speicher Vorteile gegenüber dem DDR-SDRAM, die aber durch die hohen Kosten wieder aufgehoben wurden. Die meisten Kunden kauften sich lieber ein Computer-System mit z.B. einem AMD Prozessor und DDR-SDRAM, als auf ein deutlich teureres Intel Pentium 4 System mit RD-RAM zu setzen. Das erkannte dann auch Intel und bot auch für seine Pentium 4 Prozessoren später Chipsätze mit DDR-SDRAM Unterstützung an. Alle nachfolgenden Intel-Prozessoren nutzten dann wieder ausschließlich DDR-SDRAM.
RD-RAM konnte sich nie so richtig durchsetzen, obwohl es sich zu dieser Zeit um einen guten und schnellen Speicher handelte. RD-RAM findet man heute meist nur in professionellen Servern und in speziellen Gräten wie Spielkonsolen. Für den "normalen" PC-Arbeitsspeicher hat sich DDR-SDRAM in seinen Weiterentwicklungen durchgesetzt.

Wie funktioniert RD-RAM?

RD-RAM benutzt für die Datenübertragung, wie auch DDR-SDRAM beide Taktflanken. Somit sind auch hier je Speichertakt zwei Speicherzugriffe möglich. RD-RAM nutzt allerdings nur eine Busbreite von 16-Bit, was heute nicht mehr Zeitgemäß ist. Zum Vergleich dazu benutzt DDR-SDRAM eine Busbreite von 64-Bit!
Damit RD-RAM dennoch auf eine gute Datenübertragungs-Geschwindigkeit kommt, wird ein verhältnismäßig hoher Speichertakt verwendet. Aktuell sind so bis zu 800 MHz möglich. Durch die Verwendung beider Flanken (zwei Zugriffe je Speichertakt) liegt der interne Speichertakt auf dem doppelten Wert, aktuell also bei 1600 MHz. Das hat allerdings einen höheren Strombedarf zur Folge, was ein weiterer Nachteil dieser Speicherart ist.

Bei Einzelmodulen ist damit ein Speicherzugriff von bis zu 2,4 GByte/s möglich. Verwendet man RD-RAM im "Dual-Channel" Modus soll sogar eine Geschwindigkeit von bis zu 4,8 GByte/s möglich sein.

Wieso besitzen alle RD-RAM Module Kühlbleche?

Im Gegensatz zu heutigen DDR-DIMM Modulen sind Kühlbleche bei RD-RAM pflicht. Zwar werden auch DDR-DIMM Module teilweise mit Kühlblechen verkauft, die sollen aber hauptsächlich die Performance steigern und eine Möglichkeit zum übertakten liefern, sind also nicht zwingend notwendig.
Die RD-RAM Bausteine arbeiten alle mit voller Bandbreite und teilen sich diese nicht wie DDR-SDRAM. Dadurch ist RD-RAM natürlich deutlich leistungsfähiger. Allerdings erwärmen sich durch die Zugriffe die einzelnen Speicherbausteine deutlich mehr als bei DDR-SDRAM. RIMM-Module mit RD-RAM werden somit immer mit aufgesetzten Kühlblechen angeboten.

Gibt es weiterhin RD-RAM?

Die oben genannte RD-RAM Generation führt bis heute ein Nischendarsein. Der Versuch von Intel diesen Speicher durchzusetzen scheiterte. RD-RAM wird lediglich in ein paar Servern und Workstations eingesetzt. Auch Sony verwendet für ihre Spielkonsole "Playstation 2" RD-RAM.
Die Firma "Rambus Corporation" entwickelte 2003 allerdings neue Speichermodule auf Basis von RD-RAM mit der Bezeichnung "XDR DRAM", was für (Extreme Data Rate Dynamic Random Access Memory) steht. Dieser Speicher soll bei der Geschwindigkeit auf gleicher Höhe wie DDR3-SDRAM und sogar GDDR-RAM (Grafikspeicher) liegen und zählte bei seiner Einführung zum schnellsten Speicher Weltweit!

Fazit:

DDR-SDRAM hat sich im Computer-Bereich fest etabliert. Durch die stetigen Weiterentwicklungen wie DDR2- und DDR3-SDRAM liegt dieser Speicher auch immer auf aktuellem Geschwindigkeitsniveau. Da für RD-RAM immer auch spezielle Hauptplatinen mit passenden Chipsätzen erforderlich sind, wird sich hier wahrscheinlich in absehbarer Zeit nichts verändern.
RD-RAM und aktuell "XDR DRAM" wird wohl weiterhin speziellen Anwendungsgebieten und einigen Servern vorbehalten bleiben. Derzeit nutzt z.B. die Spielkonsole "Playstation 3" den "XDR DRAM" Speicher. RD-RAM wird auch in vielen Geräten in der Unterhaltungselektronik eingesetzt. So findet man diesen Speicher z.B. in Projektoren (Beamer) oder HDTV Receivern.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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