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S.M.A.R.T. steht für "Self Monitoring Analysis and Reporting Technology" und ist eine Funktion, die von neueren  Festplatten und neuern Computern (BIOS) - seit etwa 1996 - unterstützt wird. Dabei wird eine Vielzahl an Festplattendaten ständig überwacht. Unter anderem prüft S.M.A.R.T. die Drehzahl der Festplatte, die Temperatur der Festplatten und die Leseversuche der Platte. Sobald hier Probleme erkennbar sind, gibt S.M.A.R.T. dieses an das Computer BIOS weiter, welches dann den Anwender warnt.
Meist geschieht diese Warnung früh genug, so dass wichtige Daten noch gesichert werden können, bevor es zu einem Festplatten-Crash, also zum Totalausfall kommt.

Wie werden die Daten überwacht?

Die Festplatten protokollieren die zu prüfenden Werte in einem für Daten nicht beschreibbaren Bereich auf den Datenscheiben. Dabei vergleicht die S.M.A.R.T. Funktion die protokollierten Daten mit vom Hersteller vorgegebenen Richtwerten. Weichen die Daten von den Richtwerten ab, wird eine Meldung an das Computer BIOS weitergegeben. Das BIOS ist dann für eine Warnung verantwortlich.

Ist S.M.A.R.T. verlässlich?

Für die S.M.A.R.T. Funktion gibt es keine einheitlichen Richtwerte. Die Hersteller der Festplatten sind einzig und alleine für diese Funktion verantwortlich. Nur wenn der Hersteller vernünftige Messsensoren z.B. für die Temperatur und realistische Richtwerte angibt, kann die S.M.A.R.T. Funktion auch vernünftig arbeiten. Manche Festplatten sollen keine oder zu späte Warnungen ausgeben, andere warnen den Anwender zu früh, weil z.B. ein Temperatursensor nicht richtig arbeitet.
Auf jeden Fall ist  S.M.A.R.T. aber eine sinnvolle Einrichtung und kann vor einem gravierenden Festplatten-Crash schützen.

Welche Daten kann die S.M.A.R.T. Funktion prüfen?

Diese Daten können zum Ausfall führen:

  • Seek Error Rate (Fehler treten beim lesen von Daten durch ein Positionierungsproblem der Schreib- Leseköpfe auf)
  • Raw Read Error Rate (Fehler treten beim lesen durch fehlerhafte Daten auf. Die Plattenoberfläche kann beschädigt sein)
  • Hardware ECC Recovered (Die Fehlerkorrektur der Festplatte musste Fehler beheben. Treten diese zu häufig auf, kann die Platte defekt sein)
  • Scan Error Rate (Bei einer internen Überprüfung der Festplatte wurden nicht korregierbare Fehler gefunden)
  • Throughput Performance (Der Datendurchsatz der Festplatte - Schreib- Lesegeschwindigkeirt)
  • Spin Up Time (Prüft die Anlaufzeit der Festplatte. Wenn der Wert zu hoch wird, können z.B. der Motor oder die Lager defekt sein)
  • Reallocated Sector Count (Jede Festplatte hat "Reserve Sektoren" die defekte ersetzen sollen. Dieser Wert prüft die Anzahl dieser Reserve-Sektoren)
  • Drive Temperature (Betriebstemperatur des Laufwerkes)

Diese Daten dienen nur der Information: 

  • Ultra DMA CRC Error Count (Anzahl der auftretenden so genannten "CRC-Fehler". Das sind Übertragungsfehler, die z.B. durch defekte Leitungen oder nicht richtig sitzenden Steckverbindungen verursacht werden)
  • Start/Stop Count (Zeichnet die Start und Stop Vorgänge der Festplatte auf)
  • Power On Hours Count (Zeichnet die Betriebszeit in Stunden oder Sekunden auf)
  • Load/Unload Cycle Count (Protokolliert wie oft der Schreib-Lesekopf in die so genannte "Parkposition" gefahren wird, also wie oft die Festplatte im Ruhemodus war)

Kann man sich die S.M.A.R.T. Daten auch ansehen?

Ja, inzwischen gibt es verschiedene kostenlose und auch kommerzielle Programme, über die man sich die S.M.A.R.T. Werte auslesen und ansehen kann. Hier wird oft sogar grafisch der Verlauf angezeigt. So kann man oft bereits frühzeitig den Zustand der Festplatten einschätzen.

Was benötigt man nun für die S.M.A.R.T. Funktion?

Um S.M.A.R.T. nutzen zu können muss diese Funktion sowohl von der Festplatte, als auch vom BIOS unterstützt werden. Natürlich muss diese dann auch im BIOS aktiviert (Enable) sein!

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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