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Die Abkürzung "Texel" steht für "Textured Pixel", und ist frei übersetzt ein Bildpunkt, welcher mit einem 2D-Bild "überzogen" ist. Damit eine realistische 3D-Grafik auf dem Monitor erzeugt werden kann, kommt es neben einer schnellen Pixelfüllrate auch auf die schnelle Erzeugung realistischer Oberflächen (Texturen) an. Wird z.B. die Darstellung einer Steinwand benötigt, müssen zuerst die Grundformen (Umrisse) berechnet und erstellt werden. Anschließend wird die Fläche mit Polygonen (Dreieckformen) je nach Unebenheit gefüllt. Damit können bereits "Höhen" und "Tiefen", sowie glatte Flächen skizziert werden. Diese einzelnen Polygone werden dann mit einer realistischen Textur, den "Textured Pixel" wie mit einer Tapete überzogen und die Steinwand ist fertig. wenn da nicht noch die Bewegung wäre. Ständig muss die Grafikkarte anhand von festgelegten Formeln die Flächen neu berechnen um z.B. Spieglungen und Schatten der Bewegung anzupassen. Das ist natürlich sehr rechenintensiv und bestimmt somit zu einem großen Teil die Gesamtleistung einer Grafikkarte mit. Die Texelfüllrate gibt an, wie schnell die "Textured Pixel" berechnet und auf dem Bildschirm angezeigt werden können.

 

Wie sieht es bei Texten aus?

 

Bei Schriftzeichen werden keine Texturen benötigt. Somit ist diese Funktion für reine Textausgabe nicht erforderlich.

 

Wie sieht es bei Grafiken aus?

 

Bei Grafiken ist das schon anders. Besonders bei schnellen 3D-Spielen wo eine möglichst realistische Landschaft in Echtzeit bewegt werden muss, ist eine hohe Texelfüllrate unbedingt erforderlich. Werden nämlich bei schnellen Bewegungen die Texturen nicht schnell genug auf dem Monitor dargestellt, kommt es zu einer Verzögerung bei der Berechnung oder Darstellung. Das Bild bleibt dann kurz stehen, was man auch als ruckeln bezeichnet. Kommt es zu häufig zu solchen Aussetzern, stört das erheblich den Spielfluss.

 

Wie kann ich die Texelfüllrate verbessern?

 

Die Texelfüllrate ist in großem Umfang von der verwendeten Auflösung abhängig. Denn je höher die Auflösung eingestellt ist, je mehr Flächen müssen von der Grafikkarte erzeugt werden. Sollte das Bild bei einem Spiel also mal ruckeln, sollte die Bildauflösung etwas nach unten gesetzt werden. Meist reicht das dann schon um einen flüssigen Spielablauf zu gewährleisten.
Wenn auch mit einer niedrigen Bildauflösungen noch öfter ein ruckeln auftreten sollte, ist das Spiel nicht für die eingebaute Grafikkarte geeignet. In einem solchen Fall sollte man den kauf einer neuen Grafikkarte in betracht ziehen. Wichtig ist dann aber auch der Rest des Computers! Steckt z.B. nur ein älterer Prozessor oder nur wenig Arbeitsspeicher im Computer nützt meistens auch eine neue Grafikkarte nicht viel. In einem solchen Fall sollte man den kauf eines neuen Computers erwägen, oder man verzichtet auf das Computerspiel Winken

 

Wie hat sich die Texelfüllrate entwickelt?

 

Eine hohe Texelfüllrate wird besonders bei schnellen 3D-Spielen vorausgesetzt. Aber auch dabei gibt es Unterschiede. Vor ein paar Jahren gab es auch schon 3D-Spiele, die einwandfrei mit den damaligen Grafikkarten und Computern liefen. Allerdings wird der Anspruch immer höher. Heutige 3D-Spiele sind schon sehr nahe an der Realität. Es werden Nebel, Wasser, Spiegelungen und Materialeigenschaften fast originalgetreu dargestellt. Das benötigt natürlich sehr viel Rechenleistung bei der Grafikkarte und dem Computer. Diese Entwicklung kann man auch sehr gut bei der Texelfüllrate der Grafikkartengenerationen erkennen:

  • 2001 GeForce3 von nVidia = 1600 MegaTexel je Sekunde
  • 2001 Radeon 8500 von ATI = 2200 MegaTexel je Sekunde
  • 2005 GeForce 6800GT von nVidia = 4000 MegaTexel je Sekunde
  • 2005 Radeon X800 von ATI = 4680 MegaTexel je Sekunde
  • 2008 GeForce 9800 GTX = 43200 Mega Texel je Sekunde
  • 2008 Radeon HD4870 von ATI = 30000 MegaTexel je Sekunde

Um immer realistischere Bilder zu erzeugen, bleibt die Entwicklung nicht stehen. Die beiden großen Hersteller "nVidia" und "ATI/AMD" bieten bereits Grafikprozessoren mit zwei Kernen an. Dadurch können nahezu doppelt so viele Texel je Sekunde berechnet werden.

 

Welche Einflüsse gibt es noch?

 

Für eine flüssige Grafikausgabe ist natürlich nicht nur eine hohe Texelfüllrate verantwortlich. Für die Gesamtleistung einer Grafikkarte ist auch die Pixelfüllrate, der Grafikspeicher, die verwendete Auflösung, die verwendeten Treiber und vieles mehr verantwortlich. Wenn eine ältere Grafikkarte im Computer eingebaut ist, sollte erst einmal durch verändern der Einstellungen geprüft werden, ob nicht doch eine ruckelfreie Darstellung möglich ist, bevor viel Geld für eine neue Hochleistungs-Grafikkarte ausgegeben werden muss.

Und wie oben bereits gesagt:
Es nützt meistens absolut nichts in z.B. einen 3 Jahre alten Computer eine Hochleistungs-Grafikkarte von heute (wenn sie überhaupt noch in den Steckplatz passt) einzubauen. Der Prozessor und die anderen Bauteile können die erforderliche Leistung gar nicht erbringen. Mit einer solchen Grafikkarte könnte der PC viel schneller arbeiten, wird dann aber von den anderen Computerbauteilen ausgebremst. Hier lohnt es sich dann meistens wirklich eher einen neuen Computer zu kaufen.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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