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USB-Sticks sind kleine Geräte, die heute nur noch etwas größer wie ein Steckergehäuse sind und meistens einen festen USB Anschlussstecker besitzen. Somit können die USB-Sticks direkt in eine USB Buchse am Computer eingesteckt werden.

 

Was für Geräte gibt es als USB-Stick?

USB-SpeicherstiftMeistens denkt man bei einem USB-Stick automatisch an einen USB-Speicherstick. Das ist sicher auch die häufigste und meistverkaufte Form eines USB-Sticks. USB-Speicherstifte sind bis zu einer Speichergröße von etwa 8 GB heute sehr günstig. Erhältlich sind USB-Speicherstifte bereits bis zu einer Größe von 256 GB (Stand Juli 2009), allerdings dann zu einem sehr hohen Preis.
USB-Speicherstifte haben in der Computerwelt die Disketten komplett abgelöst.
Ich werde in diesem Artikel daher hauptsächlich auf diese USB-Speichersticks eingehen. Nicht zu vergessen ist aber, dass es USB-Sticks auch in Form von andere Geräten gibt, z.B.:

  • USB-Speicherstick mit MP3 PlayerWireless LAN Netzwerkkarte (drahtloses Funknetzwerk)
  • Bluetooth Netzwerkkarte (drahtloses Funknetzwerk)
  • DVB-T Receiver (Empfänger für digitales terrestrisches Fernsehen)
  • Kartenleser für Speicherkarten
  • Elektronischer Kopierschutzschlüssel (Dongles) bei teuren Programmen
  • Computerzugangsschlüssel (Der Computer startet nur mit eingestecktem USB-Stick)
  • Soundkarten
  • Musikspieler (für MP3 / WMA)
  • Funkübertrager z.B. für Tastaturen und Mäuse

Wie ist ein USB-Speicherstick aufgebaut?

USB-Speicherstift geöffnetIn einem USB-Speicherstick befinden sich eigentlich nur zwei Haupt-Bauteile, ein Flash-Speicher Baustein und ein Controller Baustein. Einige USB-Speicherstifte besitzen noch eine Leuchtdiode (LED) um Lese- und Schreibzugriffe anzuzeigen. Das größte Bauteil bei einem USB-Speicherstick ist der meist fest angeschlossene USB Stecker. Um diesen zu schützen ist der Stecker meistens mit einer Schutzkappe versehen.
Einige Hersteller setzen den Flash-Speicher und den Controller auf eigene Platinen (siehe Bild). So kann der USB-Speicherstick, ohne großen Aufwand, in verschiedenen Größen angeboten werden. Es muss immer nur vom Hersteller die Platine mit dem Flash-Speicher getauscht zu werden. Meistens sitzen der Flash-Speicher und der Controller aber auf einer Platine, so können besonders flache und günstige USB-Speichersticks hergestellt werden.

 

Welchen Vorteil haben USB-Speicherstifte?

Flash-Speicherchip aus einem USB-SpeicherstickUSB-Speichersticks benutzen für die Datenspeicherung so genannten Flash-Speicher. Der hat den Vorteil, das Daten auch ohne Stromversorgung eine lange Zeit gespeichert werden können. Die Hersteller sprechen hier von mindestens 10 Jahren. Außerdem ist Flash-Speicher recht schnell (schneller als z.B. Disketten), arbeitet geräuschlos, erzeugt im Betrieb kaum Wärme, ist unempfindlich gegenüber Stößen und magnetischen Feldern und benötigt im Betrieb wenig Strom.

 

Gibt es USB-Speichersticks nur in einer Bauform?

xD-Speicherkarte im Verhältnis zu 5-CentNein, inzwischen kann Flash-Speicher schon so klein und flach hergestellt werden, dass die winzigen Bausteine in immer mehr Geräten eingebaut werden. Selbst die Speicherkarten für Digitalkameras und Handys enthalten Flash-Speicher. Somit hat man mit der Kombination USB Kartenleser-Stick und einer Speicherkarte auch einen vollwertigen USB-Speicherstick, sogar mit auswechselbarem Speicher!
Es gibt auch schon Hersteller, die in eine Speicherkarte (meist SD) einen USB Stecker integrieren. Die Fa. Sandisk z.B. hat eine Klappbare SD-Karte im Angebot und die Fa. "RAM Components" eine SD-Karte mit festem Stecker. Diese Speicherkarten sind nicht größer als herkömmliche SD-Speicherkarten, haben aber nur einen einfach gebauten USB-Stecker.
USB-Speichersticks werden heute auch schon z.B. in Taschenmessern und Uhren eingebaut.
Selbst in der Standardbauform gibt es USB-Speichersticks die noch mehr können als "nur" Daten zu speichern:

  • Musikspieler: Hier integrieren die Hersteller im Speicherstick meist noch eine kleine Anzeige und ein paar Tasten sowie eine integrierte Software. Darüber hinaus besitzen diese USB-Speichersticks einen Anschluss für Kopfhörer. Damit kann ein solcher USB-Speicherstick darauf abgelegte Musik (meist im MP3 oder WMA Format) direkt abspielen.
  • U3 Funktion: Auf USB-Speicherstifte mit U3-Funktion können spezielle Programme wie auf einem Computer installiert werden. Steckt man den USB-Speicherstick dann an einem Rechner an, kann man mit diesen Programmen sofort arbeiten ohne dass auf dem Computer etwas installiert werden muss (weiteres dazu unten und in einem eigenen Artikel)

Kann man USB-Sticks an jedem PC anschließen?

 

Nun ja, einige Voraussetzungen müssen dafür schon erfüllt sein:

  • Zuerst einmal muss ein freier USB Anschluss vorhanden sein. Ist das nicht der Fall kann man z.B. einen USB Hub (Mehrfachverteiler) benutzen, um aus einem USB Anschluss mehrere zu machen. Hier sollte man sich gleich einen so genannten "aktiven" USB Hub zulegen. Dieser hat gegenüber einem "passiven" Hub eine eigene Stromversorgung (Steckernetzgerät). Aktive Hubs stellen an jedem USB Anschluss die Normgerechten 0,5 Ampere Stromstärke zur Verfügung. Passive Hubs verteilen die vom Computer zur Verfügung gestellten 0,5 Ampere auf alle Anschlüsse. So ist schnell die zur Verfügung stehende Stromstärke überschritten und die USB-Geräte arbeiten nicht mehr richtig.
  • Ältere USB-Speichersticks arbeiten noch mit der USB 1.1 Version. Diese kann man natürlich auch an einen Computer mit USB 2.0 anschließen, allerdings arbeitet die Datenübertragung dann nur mit ca. 12 Mbit/s. Das ist natürlich auch umgekehrt der Fall, wenn man einen USB 2.0 Speicherstift an einen USB 1.1 Anschluss einsteckt. Idealer Weise sollte der USB-Anschluss im Computer und natürlich der USB-Speicherstick nach dem aktuellen USB-Standard 2.0 arbeiten. Damit ist dann eine Datenübertragung bis zu 480 Mbit/s möglich. Achtung: Bei manchen älteren Computern, die zwar bereits mit USB 2.0 ausgestattet sind, arbeiten die Vorderen (Front) USB Anschlüsse dennoch nur mit USB 1.1 Geschwindigkeit!
  • Ist noch ein altes Betriebssystem (Windows 95, 98, NT 4.0 oder Linux älter Kernel 2.4) auf dem Computer installiert wird ein eingesteckter USB-Speicherstick wahrscheinlich nicht erkannt. Hier sind spezielle Treiber notwendig, die die Hersteller in der Regel mitliefern oder auf ihren Internetseiten anbieten. Eine Ausnahme stellt hier Windows NT 4.0 dar. Dieses Betriebssystem beinhaltet eigentlich überhaupt keine USB Unterstützung! Lediglich ein Computerhersteller (Fa. Dell) hat einen USB Treiber auch für Windows NT 4.0 entwickelt. Neuere Betriebssysteme (ab Windows 98 SE / Windows 2000 oder Linux ab Kernel 2.4) erkennen USB-Speicherstifte ohne Treiber automatisch.
  • Ist kein Platz vorhanden um einen etwas zu großen USB-Speicherstick einzustecken, hilft eine kurze USB-Verlängerungsleitung weiter. Viele Hersteller legen eine solche sogar den USB-Speichersticks bei.

Wie greift man vom PC auf den USB-Speicherstick zu

 

Ist ein aktuelleres Betriebssystem (ab Windows 98 SE oder Linux ab Kernel 2.4) installiert, sollte der Computer den USB-Speicherstick nach dem einstecken nach kurzer Zeit erkennen (Plug and Play). Es erscheint dann meist beim ersten Mal der Hinweis "Neue Hardware gefunden", "Hardware wird installiert" und "Neue Hardware kann nun verwendet werden".
Der USB-Speicherstick wird meistens als neues Laufwerk erkannt und eingebunden. Er erhält vom Betriebssystem einen eigenen, noch freien Laufwerksbuchstaben. Der Anwender kann somit darauf, wie auf jedes andere Laufwerk zugreifen und Daten ablegen, verschieben oder löschen. Auch das anlegen von Verzeichnissen ist möglich. Beachten sollte man nur, dass das ältere Dateisystem "FAT 16", mit dem viele USB-Speichersticks von Werk aus formatiert sind, maximal 224 Einträge je Verzeichnisebene akzeptiert. Viele Hersteller empfehlen sogar eine Obergrenze von maximal 200 Einträgen. Abhilfe schafft das anlegen von Unterverzeichnissen oder das formatieren mit einem anderen Dateisystem.

 

Ist das formatieren des USB-Speichersticks nötig?

 

Alle USB-Speichersticks sind ab Werk bereits formatiert (mit einem Dateisystem versehen) und können somit sofort verwendet werden. Allerdings liefern einige Hersteller ihre USB-Speichersticks (bis 2 GB) noch immer mit dem veralteten Dateisystem "FAT-16" aus, unter anderem damit die Speichersticks auch mit alten Computern zusammen arbeiten. Ein solcher Stick sollte mit dem Dateisystem "FAT-32" vor der ersten Benutzung neu formatiert werden. Größere USB-Speichersticks, ab 2 GB sind Werkseitig bereits mit dem Dateisystem "FAT-32" formatiert.
Empfehlenswert ist es eine interne Formatierung zu benutzen, sofern eine solche Funktion vorhanden ist. Bei USB-Speichersticks mit LCD-Anzeige (MP3 Player) ist das oft der Fall. Normale USB-Speichersticks haben eine solche Funktion meistens nicht. Klicken Sie bei einem solchen Stick einfach z.B. im Windows Explorer mit der rechten Maustaste auf das USB-Speicherstick Laufwerk und wählen im sich dann öffnenden Menü "Formatieren" und wählen dann das gewünschte Dateisystem. ACHTUNG: Beim Formatieren eines Laufwerkes gehen ALLE Daten verloren!

 

Das Dateisystem "NTFS" ist eigentlich noch besser als "FAT-32", allerdings können die Daten dann nur mit aktuellen Betriebssystemen wie Windows 2000, XP, Vista oder Windows 7 problemlos gelesen und geschrieben werden. Steckt man einen solchen USB-Speicherstick dann z.B. bei einem Bekannten in einen Computer mit Windows ME kann nicht auf die Daten zugegriffen werden. Man sollte daher auf dieses Dateisystem für einen USB-Speicherstick verzichten.

 

Um festzustellen mit welchem Dateisystem der USB-Speicherstick arbeitet, einfach z.B. im Windows Explorer mit der rechten Maustaste auf das USB-Speicherstick Laufwerk klicken und im sich dann öffnenden Menü "Eigenschaften" wählen. Ziemlich weit oben steht dann hinter "Dateisystem:" das verwendete System.

 

Empfiehlt ein Hersteller ein bestimmtes Dateisystem, sollte man dieses möglichst auch nutzen und nicht ändern. Es könnte durchaus sein, dass es sonst eventuell zu Problemen mit den Daten kommen könnte, da der interne Controller möglicherweise mit bestimmten Dateisystemen nicht klar kommt.

 

Generell sollte man einen USB-Speicherstick, wie eigentlich jeden Flash-Speicher, nur im Ausnahmefall formatieren. Flash-Speicher altert bei jedem Löschvorgang Systembedingt. Eine Formatierung beansprucht den Speicher besonders.
Außerdem ist es bei Flash-Speichern Systembedingt auch nicht nötig diesen öfter zu formatieren oder zu defragmentieren. Nur wenn es vermehrt zu Fehlern kommt, sollte ein USB-Speicherstick oder auch eine Speicherkarte neu formatiert werden.

 

Was bedeutet "ReadyBoost" bei USB-Speicherstiften?

ReadyBoost LogoWenn bei einem USB-Speicherstift der Zusatz "Windows ReadyBoost tauglich" steht, ist dieser als Cache (Zwischen) Speicher für das Betriebssystem "Windows Vista" von Microsoft geeignet. "ReadyBoost" ist eine von der Firma Microsoft für das Betriebssystem "Windows Vista" entwickelte Technik um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Steckt man einen "ReadyBoost" tauglichen USB-Speicherstift in einen Computer, der mit dem Betriebssystem "Windows Vista" läuft, benutzt dieser den Speicherstift als zusätzlichen (Zwischen-) Speicher. Der Computer mit Windows Vista wird dadurch beschleunigt.

 

Des Weiteren gibt es noch den Zusatz "Enhanced for ReadyBoost". Ein solcher Speicherstift arbeitet besonders schnell. Das bringt nicht nur für die Arbeit mit Windows Vista sondern im Allgemeinen Vorteile. Ein solcher USB-Speicherstick muss eine Geschwindigkeit von mindestens 5 MB/s für das zufällige lesen von 4 KB Blöcken und 3 MB/s für das zufällige schreiben von 512 KB Blöcken aufweisen.

 

Was bedeutet "U3 - USB-Speicherstick"?

U3 LogoDer Zusatz "U3" steht für drei Grundgedanken: "Simplified for You", "Smarter about You" und "As mobile as You", was übersetzt etwa "Vereinfachter Umgang", "Intelligenter Umgang" und "Flexibler Umgang" heißt.
Bei einem "U3 – USB-Speicherstick" ist ein bestimmter Bereich für spezielle U3 Programme reserviert. In diesem Speicherbereich können U3 Programme wie z.B. ein Internet Browser oder ein E-Mail Programm installiert werden. Steckt man diesen U3 Speicherstift dann in einen Computer, können diese Programme sofort ausgeführt werden, ohne auf dem Computer etwas zu installieren.
Der Vorteil liegt damit auf der Hand: Man hat immer vertraute Programme dabei mit denen man an fast jedem Computer arbeiten kann. Selbst Daten, wie z.B. abgerufene E-Mails werden nur auf dem U3 Speicherstift gespeichert und nicht auf dem Wirt Computer. Man hinterlässt so keine (vertraulichen) Daten auf einem fremden Computer.

 

Der Nachteil ist bei einem U3 Speicherstick, der U3 Bereich steht nicht für herkömmliche Daten zur Verfügung. Außerdem werden natürlich ein spezieller, für den U3-Standard geeigneter USB-Speicherstift und spezielle U3 Programme benötigt.

 

Fazit:

 

USB-Speichersticks sind heute nicht mehr wegzudenken. Seit der Einführung werden in neuen Computern keine Diskettenlaufwerke mehr verbaut. Die Speicherstifte haben die Diskette eigentlich schon komplett abgelöst.
Auch die Preise gehen unaufhaltsam nach unten. Besonders im Bereich bis 8 GB sind Speichersticks für jeden erschwinglich geworden.
Wenn die Preise auch für größere Modelle fallen und die Speicherkapazitäten weiter steigen, könnten USB-Speichersticks selbst optische CD- oder DVD Laufwerke irgendwann einmal ablösen.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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