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(c) Antje Delater / PIXELIODer Begriff "VIRUS" wurde aus der Biologie in die Computerwelt übernommen. Viren sind Parasiten, die einen Organismus befallen und diesen dann infizieren und schädigen. Genau so arbeiten auch die meisten Computerviren.
Computerviren sind kleine Programme, die nur die Aufgabe haben sich in irgendeiner Form, möglicht unbemerkt zu verbreiten und andere Computer zu infizieren. Was die Viren dann auf den Computern machen, hängt von den einzelnen Viren ab. Es gibt, genau wie in der Biologie, harmlosere und gefährliche Varianten. Auch beim Infektionsweg gehen die Viren unterschiedliche Wege.

 

Der Oberbegriff "Virus"

 

In der Computerwelt spricht man eigentlich immer von einem "Virus". Aber wie in der Biologie gibt es auch in der digitalen Computerwelt eine Vielzahl an "Virenarten":

Alle diese Untergruppen fallen unter die Bezeichnung "Virus", da sie auf unterschiedlichste Art ein Computersystem infizieren oder schädigen.

 

Die Bootviren:

 

Angefangen hat alles mit den so genannten "Bootviren". Zu Zeiten der Computer Disketten wurde beim einlegen einer solchen automatisch auf den so genannten "Bootblock" der Diskette zugegriffen, um ein eventuell darauf abgelegtes Bootprogramm aufzurufen. Das Bootprogramm startete dann automatisch z.B. eine Installation oder ein startbares Programm.
Die ersten Viren manipulierten diesen Bootblock damit zusätzlich und unbemerkt auch ein Virusprogramm gestartet wird. Das Virusprogramm konnte dann im Hintergrund sein Unheil treiben.
Heute werden nur noch wenige Disketten eingesetzt. Zwar haben auch CDs und DVDs einen Bootbereich, nur diesen kann ein Virus nicht mal eben schnell beschreiben. Dafür ist ein Brennprogramm und ein Brenner erforderlich. Auch Festplatten besitzen einen Bootblock. Allerdings wird eine Festplatte nur selten an verschiedenen Computern verwendet und macht den Bootblock damit für einen Virus uninteressant. Es gibt daher heute nur noch recht wenig Bootvieren im Umlauf.

 

Die Dateiviren:

 

Das sind im Prinzip die "echten" Viren. Dateiviren versuchen ausführbare Programme zu infizieren. Dabei hängen sie meistens ihr Virenprogramm unbemerkt an das eigentliche Programm an und manipulieren die Startsequenz. Wird das eigentliche Programm dann gestartet, startet man unbemerkt auch das Virenprogramm mit. Man erkennt ein so verseuchtes Programm nur sehr schwer, da es eigentlich nur unmerklich größer wird. Dateiviren versuchen sich meistens auf dem Computer zu vermehren und infizieren laufend neue ausführbare Programme.
Was die Viren dann auf dem Computer anstellen ist verschieden. Manche "harmlosere" Varianten zeigen z.B. einen Text oder ein Bild auf dem Monitor. Andere verändern z.B. das Hintergrundbild oder das Startprogramm im Internet Zugriffsprogramm. Gefährliche Varianten löschen Dateien oder Teile davon oder formatieren gleich ganze Festplatten (Partitionen). Es soll sogar Viren geben, die z.B. das BIOS (Computer Startprogramm) so beschädigen, dass die Hauptplatine getauscht werden muss. Viren schlagen oft auch nicht sofort nach der Infektion zu, möglicher weise kann sogar sein, dass ein Virus erst nach Wochen aktiv wird.
Es gibt auch bereits Dateiviren, die sich selbstständig verändern und sich speziellen Gegebenheiten anpassen. Diese Viren sind natürlich für ein Antiviren Programm schwerer zu finden.

 

Die Makroviren:

 

Makros sind kleine Programme, die den Umgang mit Office Programmen erleichtern sollen. Geschrieben werden Makros in der so genannten "Makrosprache", die in den Office-Programmen integriert ist. Makros werden mit Textdokumenten, Präsentationen oder Tabellen gespeichert. So kann ein Makro viele Aufgaben wie z.B. das einfügen von Adressen,  das kopieren bestimmter Tabellenbereiche, das berechnen komplexer Inhalte u.s.w. erleichtern. Also eine tolle Sache. Aber auch die Virenprogrammierer haben die Makrosprache entdeckt und spezielle Viren entwickelt, die sich wie ein Makro mit einer Office Datei speichern lassen. Wird eine so verseuchte Tabelle, Textdatei oder Präsentation geöffnet, wird unbemerkt auch der Virus gestartet.

 

Die Skriptviren:

 

Skripte nennen sich kleine Zusatzprogramme die in einer so genannten "Skriptsprache" geschrieben sind. Am bekanntesten sind hier die so genannten "Javascripte". Skripte haben den Vorteil, das sie von jedem Programm, dass sie abarbeiten können, gleich ausgeführt werden. "Javascripte" werden sehr viel z.B. auf Internetseiten verwendet, da heutige Internet Zugriffsprogramme mit den Standardeinstellungen "Javascripte" gleich ohne Nachfrage starten. Aber auch Windows und andere Programme nutzen teilweise "Javascripte". Weil Skripte aber meistens automatisch ausgeführt werden, wenn man z.B. eine Webseite aufruft, haben Viren Programmierer die Skriptsprache auch für sich entdeckt. Skriptviren werden somit teilweise schon durch das einfache aufrufen einer verseuchten Webseite gestartet und infizieren dann den aufrufenden Computer.

 

Die Würmer:

 

Würmer sind im Prinzip Programme die sich unbemerkt verbreiten. Das machen zwar auch die Viren nur Würmer "kriechen" nicht nur auf dem infizierten Computer herum, sie versuchen auch über Netzwerke oder E-Mails möglichst viele andere Computer zu erreichen. So kann ein Wurm sich z.B. unbemerkt per E-Mail an alle im Adressbuch vorhandenen Adressen verschicken. Der Empfänger sieht dann als Absender einen bekannten Namen und öffnet meist ohne zu zögern die E-Mail. Damit wird der Wurm dann auch auf diesem Rechner aktiv und versendet sich von dort wieder an alle Adressen im Adressbuch. So kann je nach dem ein Wurm in kurzer Zeit viele Computer erreichen und infizieren.
Manchmal hat ein Wurm zusätzlich auch einen Virus oder ein anderes Schadprogramm im Gepäck oder lädt dieses aus dem Internet nach, dann ist dieses Gespann natürlich besonders gefährlich.

 

Die Trojaner:

 

Dieser Begriff kommt aus der Geschichte, als die Griechen mit einem getarnten Pferd in Troja eingefallen sind. Genau so machen es auch die Computer Trojaner. Sie tarnen einen Virus oder Wurm als harmloses oder sogar nützliches Programm. Wird ein solches Programm dann gestartet läuft es meist auch wie geplant ab, der Anwender merkt also nichts ungewöhnliches. Nur was der Anwender nicht bemerkt, zusätzlich wird auch im Hintergrund ein Virus oder Wurm auf dem eigenen Computer gestartet.
Der Vorteil für die Programmierer ist, dass sie sich keinerlei Gedanken über die Verbreitung machen müssen. Ein Trojaner Programm wird ganz offiziell zum Download angeboten oder per E-Mail verschickt. Oft wird dabei auch gezielt auf besondere Ereignisse oder Erotik hingewiesen. Wen interessieren nicht auch Nacktbilder von Persönlichkeiten oder ein Programm um Steuern zu sparen? Schnell hat man ein solches Programm geöffnet und der Virus oder der Wurm wird aktiviert. Erfährt man nach dem Programmstart dann von dem Trojaner, reicht es auch nicht das Wirt Programm einfach wieder zu löschen. Das Schadprogramm, was durch den Trojaner eingeschleust wurde läuft dann längst schon im Hintergrund auf dem Computer. Trojaner fallen auch unter den Begriff "Malware", also ein unerwünschtes Schadprogramm.

 

Die Rootkids:

 

Rootkids sind eine Verhältnismäßig neue Art einen Computer zu infizieren. Rootkids sind Tarnprogramme für andere Schadsoftware und damit besonders heimtückisch und gefährlich. So können Rootkids z.B. Viren oder Würmer in Windows verstecken und somit für ein Antivirusprogramm (fast) unsichtbar machen. Rootkids können auch Spuren z.B. in Protokollen löschen. Ein durch einen Rootkid geschütztes Schadprogramm kann fast unbemerkt sein Unwesen treiben. Es gibt sogar Rootkids, die über Sicherheitslücken versuchen ein Antivirusprogramm abzuschalten oder zu manipulieren.

 

Die Keylogger:

 

Keylogger (Tastaturprotokollierer) sind Programme, die im Hintergrund alle Tastatureingaben mitschreiben und unbemerkt an eine "geheime" Internetseite weiterschicken. So kann ein Betrüger nicht nur Briefe, vertrauliche Geschäftspost und E-Mails mitlesen, sondern erhält auch Zugangsdaten zu Bankkonten, Kreditkartennummern u.s.w. Da heute viele bereits über DSL Pauschaltarife ins Internet gehen und somit fast immer mit dem Internet verbunden sind, fällt das senden von Daten ohne Schutzprogramm kaum auf. Aber auch wenn man keinen Pauschaltarif hat schlagen Keylogger zu. Sie speichern die gesammelten Tastatureingaben so lange, bis man sich irgendwann mit dem Internet verbindet und senden dann die Daten raus.

 

Die Backdoors:

 

Backdoor heißt auf Deutsch "Hintertür". Ein Backdoor Programm wird meist wie ein Trojaner als harmloses oder gar nützliches Programm im Internet angeboten oder z.B. als E-Mail Anhang verschickt und zählt somit auch zur "Malware", also zu einem unerwünschten Schadprogramm. Hat man ein solches Programm gestartet, wird dieses oft wie bei den Trojanern auch brav ausgeführt. Gleichzeitig wird aber unbemerkt ein geheimer Zugang zum Computer geschaffen, also eine "Hintertür" geöffnet. Durch diesen Zugang können dann problemlos und meist Viren, Würmer oder Keylogger eingeschleust und gleich gestartet werden. Selbst der Fernzugriff auf den eigenen Computer wird damit ermöglicht. Über eine solche Hintertür könnte jemand Programme von der Festplatte löschen, private Daten herunterladen oder Einstellungen verändern, als säße er selber vor dem Computer. 

 

Die BOTs:

 

BOT ist die Abkürzung von "ROBOT" also Roboter die eine definierte Aufgabe immer wieder automatisch ausführen. BOTs im Computerbereich sind kleine Programme, die automatisch eine bestimmte Aufgabe abarbeiten. Es gibt Gutartige und Bösartige BOTs. Die Gutartigen sammeln z.B. laufend neue Webseiten für Suchmaschinen und laufen nur auf speziellen Servern. Die Bösartigen versuchen auf möglichst viele verschiedene Computer zu gelangen. Dabei geht es meistens nicht um die Verseuchung der Computer sondern um das ausspähen von Daten oder das versenden von Massenmails. BOT Programme verbreiten sich meistens durch Datei Anhänge in E-Mails oder getarnt als "Malware", also als vermeintlich "nützliches" Programm.
Einmal gestartet senden einige BOT Programme dann bestimmte Daten an den Programmierer. So könnten z.B. ab diesem Moment alle eingegebenen E-Mail Adressen weiter geschickt werden. Andere BOT Programme verbinden sich dann per Internet mit anderen verseuchten Rechnern und bilden so ein großes Botnet. Sind dann genug Computer zu einem Netzwerk verbunden, starten sie meist gemeinsam z.B. "DDoS (Distributed Denial of Service)" Angriffe auf Firmen Server um diese zum Absturz zu bringen, oder versenden gleichzeitig tausende von E-Mails.

 

Die Adware und Spyware:

 

Adware und Spyware wird meistens auch über nützliche Programme auf den Computer eingeschleust. Die "harmlosesten" Varianten schnüffeln z.B. das Verhalten des Anwenders aus und senden diese Daten heimlich an den Programmautor. So kann z.B. protokolliert werden welche Webseiten man wann und wie lange aufruft, was man wo im Internet einkauft oder welche Musik man hört. Die Datensammler werten diese Daten dann z.B. für Werbezwecke aus.
Allerdings weiß man nie genau was Adware oder Spyware so alles sammelt. Seriöse Firmen sollten so etwas auch nicht machen. Daher könnte es auch sein, dass Bankdaten, Kreditkartennummern oder irgend welche Zugangsdaten durch Adware oder Spyware ausgeschnüffelt und übertragen werden.

 

Die Dialer:

 

Dialer sind so genannte Einwahlprogramme. Die Verbreitung von Dialern ist inzwischen zurück gegangen, da inzwischen ein Großteil aller Internet Nutzer DSL verwenden. Dialer ändern die Einwahl-Telefonnummer zum Internetprovider auf eine teure 0900er oder früher 0190er Nummer. Nach der Wahl dieser teuren Rufnummer wird man meistens zum richtigen Internetanbieter weiter verbunden. Der Anwender bekommt davon oft nichts mit. So kostet dann schnell eine Internetverbindung ein Vermögen. Das dicke Ende folgt dann oft erst am Monatsende mit der Telefonrechnung.
Verbindungen über DSL kann ein Dialer nicht beeinflussen, da hierfür keine Telefonnummer gewählt wird. Gefährdet sind hier ISDN, Analog (Modem) oder Mobilfunk Verbindungen in das Internet.

 

Das Phishing:

 

Phishing ist im eigentlichen Sinne kein Virus oder Schadprogramm. Phishing versucht Anwender dazu zu bringen, selber sensible Daten preis zu geben. So werden täuschend echt aussehende, aber gefälschte E-Mails z.B. von Banken oder von eBay verschickt in denen man durch Angabe von wichtigen Gründen aufgefordert wird die Zugangsdaten zu ändern oder zu prüfen. Klickt man in einer solchen E-Mail auf einen Link, gelangt man häufig auch auf eine Webseite, die der originalen Webseite täuschend echt nachgebildet ist. Gibt man nun die Zugangsdaten oder Bankdaten dort ein, bricht die Übertragung meist mit einer Fehlermeldung ab. Die Gauner haben dann aber ihr Ziel erreicht, die Zugangsdaten oder Bankdaten haben sie gespeichert. 

 

Die Hoax:

 

Hoax heißt auf Deutsch "Scherz". Mit Scherzen haben Hoax E-Mails aber oft nichts zu tun, man nennt diese somit auch "Falschmeldungen". Wie beim Phishing handelt es sich bei Hoax E-Mails auch nicht im eigentlichen Sinne um einen Virus oder ein Schadprogramm. Auch hier wird der Anwender zum handeln animiert. Es wird z.B. eine gefälschte E-Mail von einer Antivirensoftware Firma verschickt, in der vor einer großen Gefahr gewarnt wird. Man müsse, um diese Gefahr einzudämmen, unbedingt ein Zusatzprogramm herunterladen und installieren oder mit einem Kick auf einen Link das Virenschutzprogramm aktualisieren. Macht man das hat man wahrscheinlich einen Virus, einen Wurm oder einen Keylogger auf dem Computer. Manchmal wird dann auch ein angebliches Antivirusprogramm heruntergeladen und installiert, dass dann auf einmal viele Viren auf dem Computer findet. Zum entfernen müsse man nur ein oft teures und unbrauchbares Virenschutzprogramm bestellen.

 

Wie viele Viren gibt es im Umlauf?

 

Das kann heute sicher keiner genau sagen. Von vielen Viren gibt es auch Mutierte, also veränderte Varianten. Einige Viren können sich inzwischen sogar selber verändern und an bestimmten Gegebenheiten anpassen. Laut der Computer Zeitschrift "Computer Bild" wurden Ende 2008 bereits fast 400.000 verschiedene Viren gezählt und es werden täglich mehr!

 

Wie verbreiten sich Viren?

 

Wie bei der Erklärung zu den einzelnen Viren Stämmen bereits geschrieben, gehen die Viren hier verschiedene Wege. Angefangen hat es mit den so genannten Bootviren. Diese nisteten sich im Bootblock von Disketten ein. Legte man eine solche Diskette in den Computer ein, wurde der Virus gleich aktiv. Legte man eine neue Diskette in das Laufwerk, wurde diese auch gleich mit dem Virus infiziert.
Heute gibt es fast keine Disketten mehr und ein Virus im Festplatten Bootblock lohnt sich für die Programmierer nicht, da eine Festplatte ja nicht weiter gegeben wird. Daher haben die Bootblock Viren stark abgenommen. Heute sind die anderen Virenarten deutlich stärker vertreten. Dateiviren versuchen laufend weitere Dateien auf einem Computer zu infizieren. Würmer versuchen möglichst viele Computer zu erreichen und zu infizieren. Sie schicken sich oft einfach per E-Mail an alle Adressen, die im Adressbuch gespeichert sind.
Hat sich auf einem Computer ein Virus eingenistet dauert es meist auch nicht lange bis weitere Dateien oder Computer infiziert werden.
Den Viren Programmierern geht es ja auch darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Dateien oder Computer infiziert zu haben. Wenn ein Virus erst einmal gefunden ist, wird dieser meist auch sofort bekämpft. 

 

Was macht ein Virus auf dem Computer?

 

Es gibt gefährliche und harmlosere Viren. Man sollte aber auch die harmlosen Viren nicht ignorieren! Harmlose Viren verändern z.B. nur das Hintergrundbild von Windows, tragen irgendeine Webseite als "Startseite" in das Internet-Zugriffsprogramm ein, fahren den Computer ständig herunter oder es erscheint z.B. nur ein lachender Smiley auf dem Bildschirm. Aber auch hier handelt es sich um einen Virus! Das heißt, er verbreitet sich auf dem Computer und infiziert (verändert) Dateien. Ein Virus verbraucht somit auch Rechenleistung.
Die gefährlichen Viren können z.B. Dateien ganz zerstören, Festplatten (Bereiche) formatieren oder Dateien verschlüsseln. Möchte man dann eine von einem Virus verschlüsselte Datei öffnen gibt es nur den Hinweis, dass man bitte einen bestimmten Geldbetrag auf ein angegebenes Konto überweisen muss um den Schlüssel zu bekommen. Nicht zu vergessen sind die Viren, die Passwörter, Zugangsdaten und Bankdaten abfangen und an den Programmierer senden oder die Kontrolle über den ganzen Computer bekommen. So nutzen die Programmierer solche gekaperten Computer dann z.B. um massenhaft SPAM-Mails zu verschicken. 

 

Erkennt man einen Virus sofort?

 

Meistens nein, wenn man kein gutes Antiviren Programm benutzt! Es kann schon eine ganze Zeit dauern, bis ein Virus zuschlägt und sich bemerkbar macht. Die Programmierer möchten ja schließlich, dass möglichst viele Computer infiziert werden, bevor der Virus entdeckt wird. So kann es sogar sein, dass ein Virus immer nur am 1. Tag eines jeden Monats aktiv wird. Es gibt sogar Viren, die nur zu einem bestimmten Datum zuschlagen. Ein solcher Virus kann sich natürlich extrem ausbreiten, bevor der gewünschte Tag erreicht ist.

 

Wie kann man sich schützen?

 

Wenn man solche Artikel, wie diesen hier liest, kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Da fragt man sich sicher ernsthaft, ob das surfen oder das einkaufen im Internet überhaupt sinnvoll und sicher ist. Hier aber von mir eine klare Aussage dazu: es gibt zwar keinen 100% Schutz, aber man braucht nicht auf das Internet zu verzichten. Wenn man ein paar Regeln beachtet ist das Surfen im Internet nicht gefährlicher als z.B. eine Straße zu überqueren.

Hier ein paar wichtige Regeln für den Besuch im Internet:

1. Das Virenschutzprogramm (Antivirus):

 

Besuche im Internet ohne Antivirus Programm sind absolut gefährlich! Tests diverser Zeitschriften haben gezeigt, dass schutzlose Computer bereits nach Sekunden im Internet mit einem Virus verseucht waren. Daher sollte man hier nicht sparen und immer ein gutes und aktuelles Virenschutzprogramm benutzen. Die Entwickler solcher Programme geben jährlich neue Versionen heraus. Hier sollte man wirklich nicht zögern und immer ein aktuelles Programm einsetzen.
Wichtig ist noch zu wissen, dass mehrere Antiviren Programme auf einem Computer nicht den Schutz erhöhen! Ganz im Gegenteil! Zwei oder mehr Antiviren Programme auf einem Computer können sich sogar gegenseitig stören und den Schutz verschlechtern. Daher immer nur EIN Programm benutzen.

 

2. Die Aktualisierung des Virenschutzprogrammes:

 

Das beste Virenschutzprogramm nützt nichts, wenn die Virendatenbank nicht immer absolut aktuell ist! Gerade neue Viren verbreiten sich rasend schnell. Wenn das Virenschutzprogramm nicht auf dem aktuellen Stand gehalten wird, kann ein aktueller Virus schnell mal vom Antiviren Programm übersehen werden und doch auf den Computer gelangen. Die Hersteller der Antiviren Software reagieren inzwischen sehr schnell auf neue Bedrohungen und bieten oft schon wenige Minuten nach Erscheinen eines neuen Virus entsprechende Gegenmittel an.
Daher am besten immer das automatische Update des Virenschutzprogrammes aktiviert lassen, damit die Updates zeitnah auch heruntergeladen und installiert werden können.

 

3. Die Virenprüfung:

 

Es ist zwar schon mal gut, wenn man ein aktuelles Virenschutzprogramm nutzt und auch immer die Updates einspielt. Allerdings sollte man auch regelmäßig den Computer komplett auf Viren überprüfen. Ein gutes Virenschutzprogramm prüft zwar jede neue E-Mail und jedes neue Programm auf Virenbefall, aber nur selten bereits installierte und gespeicherte Dateien. Wenn einmal ein ganz neuer Virus dem Virenscanner durch die Lappen geht, gelangt er auf die Festplatte und könnte dort sein Unheil treiben. Erst wenn die Hersteller den neuen Virus in die Datenbank aufgenommen haben, können meist auch die Antiviren Programme reagieren. Daher sollte man regelmäßig die gesamte Festplatte auf Viren überprüfen lassen. Die meisten Antiviren Programme können das Zeitgesteuert automatisch erledigen.

 

4. Die Programmverbesserungen (Updates):

 

Fast alle Softwarehersteller bieten von Zeit zu Zeit Programmverbesserungen an. Wenn dabei nur Programmveränderungen vorgenommen werden, ist eine Installation nicht unbedingt erforderlich. Oft werden aber auch Sicherheitslücken in den Programmen entdeckt, die dann durch Sicherheitsupdates oder Service Packs geschlossen werden. Besonders gefährlich sind solche Sicherheitslücken in den Betriebssystemen wie Windows, dem Antiviren Programm und den Internet Zugriffsprogrammen. Wenn solche Sicherheitslücken entdeckt werden, können Virenprogrammierer gezielt darauf reagieren und genau diese Lücke für einen Virenangriff ausnutzen. Man sollte daher gerade bei den wichtigen Programmen wie Betriebssystem, Internet Zugriffsprogramm und dem Antiviren Programm immer auf eine aktuelle Version achten und alle Sicherheitsupdates unverzüglich installieren. Gerade diese "wichtigen" Programme besitzen heute immer auch eine automatische Updatefunktion, die man auf jeden Fall aktivieren sollte!

 

5. Die Firewall:

 

Ein gutes Antivirusprogramm schützt nicht alleine! Es gibt Viren die prüfen bereits im Vorfeld, ob sie auf einen Computer zugreifen können. Ist doch einmal ein Virus (Wurm) auf den Computer gelangt versucht dieser möglicher Weise sich auf andere Computer zu übertragen. Genau das kann eine Firewall verhindern. Eine Firewall prüft den eingehenden und meistens auch den rausgehenden Datenverkehr. Nur Programme die vorher die Erlaubnis bekommen haben Daten zu senden können das auch machen. Versucht ein Programm von außen in den Computer zu gelangen merkt das auch die Firewall.
In jedem Fall verhindert diese erst einmal den Zugriff und gibt eine Warnung aus. Diese sollte man genau lesen und prüfen ob das genannte Programm bekannt ist und eine Verbindung aufbauen darf. Kennt man das Programm nicht oder findet eine Datenverbindung statt die man zu dieser Zeit nicht wünscht, kann man diese weiterhin mit einem Mausklick blockieren. Bekannten Programmen kann man die Verbindung dauerhaft erlauben.
Die Windows Firewall prüft bis zur Version in Windows Vista nur den eingehenden Datenverkehr, nicht den abgehenden, also Vorsicht!
In fast allen aktuellen DSL-Routern ist auch eine Hardware Firewall integriert. Die schützt den eingehenden Datenverkehr auch schon sehr gut. Allerdings sollte man auch zusätzlich eine Software Firewall installieren.

 

6. Angezeigte Meldungen genau lesen und keine Panik bekommen:

 

Meldungen vom Antiviren Programm und von der Firewall sollte man immer genau lesen! Schnell überliest man eine wichtige Stelle und ermöglicht einem Virus mit einem falschen Mausklick den Zugang! Virenschutzprogramme geben auch oft Hinweise wie man ohne großen Datenverlust einen Virus wieder los wird. Daher immer erst genau lesen und dann handeln.
Bei einer Viren Meldung sollte man auch nicht in unnötige Panik verfallen. Man kann jetzt sowieso nichts mehr ändern. Erst genau prüfen was das Antivirusprogramm vorschlägt, den Virus entfernen lassen und dann am besten eine kompletten Virenprüfung starten. In seltenen Fällen ist die Virenmeldung sogar nur eine Fehlmeldung. Daher, wenn eine sehr wichtige Datei betroffen ist, sollte man diese eventuell sogar erst einmal z.B. auf CD sichern. Sollte es sich um eine Fehlermeldung gehalten haben, ist die Datei dann noch zu retten. Die gesicherte Datei kann man dann 2-3 Tage später noch mal überprüfen lassen. Wird immer noch ein Virus gefunden, war die Meldung wahrscheinlich echt. Eventuell gibt es dann aber schon eine Lösung den Virus zu entfernen.  

 

7. Der Menschenverstand:

 

Man sollte immer daran denken: kaum einer hat etwas zu verschenken! Werden einem also irgendwelche kostenlosen oder extrem günstigen Angebote gemacht, die es eigentlich nicht geben kann, FINGER WEG! Fragt eine "Bank" oder ein "Anbieter" nach PIN-Nummern, TAN-Nummern oder Kontodaten, FINGER WEG, das macht kein seriöser Anbieter! Verlangt jemand die Zugangsdaten z.B. für eBay oder einer anderen Webseite,FINGER WEG, das macht keiner! Erhält man eine (unbekannte) E-Mail mit irgendwelchen Links z.B. zur eigenen Bank oder zu eBay, NICHT ANKLICKEN! Ist man sich nicht sicher, einfach das Internet Zugriffsprogramm öffnen und den echten, bekannten Link "von Hand" selber eingeben. Auf den Kundenseiten steht dann sicher wenn es etwas wichtiges gibt. Anhänge von E-Mails unbekannter Absender nicht öffnen, auch wenn es z.B. wie ein harmloses Bild aussieht, je nach Windows Einstellungen können nämlich Dateianhänge verschleiert werden! Unbekannte E-Mails, vor allem mit ausländischem Text oder Text in gebrochenem Deutsch, gleich löschen. Wenn in E-Mails auf irgendwelche "Gefahren" hingewiesen wird, nicht darauf vertrauen! Erst einmal selber im Internet auf seriösen Seiten nach Informationen dazu suchen. Möglichst keine Webseiten mit illegalem oder pornografischen Inhalt öffnen. Auf solchen Seiten verbergen sich sehr häufig Skriptviren, die sich beim Aufruf der Webseite sofort aktivieren. Es gibt z.B. dafür ein kostenloses Tool namens "McAfee Site Advisor" im Internet. Das zeigt bereits in Suchmaschinen an, ob eine Seite gefährlich ist.
Persönliche Daten, ganz besonders Kontodaten und Kreditkartennummern sollte man nur auf seriösen Webseiten angeben wenn man z.B. etwas dort bestellt. Dann sollte man aber auf eine sichere, verschlüsselte Internetverbindung achten, die in jedem Internet Zugriffsprogramm angezeigt wird und immer mit "https:" beginnen, ansonsten auf die Eingabe der Daten verzichten. Nicht unbedingt an jedem Gewinnspiel im Internet teilnehmen. Die meisten dieser "Gewinnspiele" bringen nur dem Veranstalter einen Gewinn, nämlich Ihre E-Mail Adresse und sonstige persönliche Daten.

 

Weitere nützliche Software:

Neben den genannten Programmen "Antivirus" und "Firewall" kann man sich auch noch zusätzlich mit weiterer nützlicher Software schützen. So bietet sich z.B. der oben bereits genannte "McAfee Site Advisor" an. Er zeigt bereits in den Suchergebnissen von Google oder spätestens beim Aufruf gefährliche Webseiten an. Eventuell kann noch eine "Adware" Software und eine "Anti-SPAM" Software genutzt werden. Oft werden diese zwei Programmteile aber auch schon in den Internet Schutzpaketen mit angeboten. Wird noch ein anlaoger- oder ISDN Internetzugang genutzt, ist ein "Dialer Schutzprogramm" auch zu empfehlen. Bei DSL wird so ein Programm nicht benötigt
Auf keinen Fall sollte man mehr als ein Antiviren Programm und eine Firewall installieren! Hier ist weniger Mehr!! Zwei oder mehr Programme können sich stören und den Schutz sogar verschlechtern.

Fazit:

 
Es gibt sicher keinen 100% Schutz, wenn man sich im Internet bewegt, den gibt es aber auch nicht, wenn man am Samstag durch eine belebte Einkaufsstraße in einer Großstadt geht, auch dort kann man bestohlen werden. Werden ein paar kleine Regeln beachtet  kann man aber ziemlich sicher solange man möchte, auf legalen Webseiten im Internet surfen, Dateien und Musik herunterladen oder E-Mails empfangen und lesen.
Sollte man sich dann doch einmal einen Virus einfangen wird das Virenschutzprogramm hier sicher schnell reagieren. Auf jeden Fall erst einmal Ruhe bewahren und nicht in Panik einfach irgendwelche Dateien löschen. Da hat man schnell was Falsches gelöscht und das ganze Betriebssystem läuft je nachdem nicht mehr.

Informationen zu aktuellen Viren, Würmern und Trojanern, die gerade im Umlauf sind, habe ich hier zusammengestellt.

Online Virenscanner

Wenn Du kein Virenschutzprogramm auf Deinem Computer installiert hast (sehr leichtsinnig Überrascht), aber Deine Festplatte dennoch mal schnell überprüfen willst, kannst Du den Online-Virenscanner der Firma "BitDefender" verwenden. Klicke einfach unten auf den Link und Du gelangst sofort zum Angebot von "BitDefender":

 

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Gute Antiviren Software mit integrierter Firewall findet Ihr z.B. hier:

Fullsize Banner - Weltmeister

Kaspersky

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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