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Thunderbolt LogoIm immer schneller werdenden Zeitalter arbeiten die Firmen auch an immer schnelleren Datenverbindungen. Erst kürzlich wurde USB 3.0 vorgestellt, das mit 4,8 Gbit/s schon ein beachtliches Tempo vorlegt.
Die Firma Intel, bekannt durch ihre Prozessoren (CPUs) hat auf ihrer Hausmesse "Intel Developer Forum (IDF)" im Jahr 2009 eine neue Technologie mit dem Codenamen "Light Peak" vorgestellt. Light Peak hat Intel später in Zusammenarbeit mit dem Computer- und Handyhersteller Apple weiterentwickelt. Es handelt sich dabei um eine sehr schnelle Datenverbindung für externe Geräte, ähnlich der USB-Schnittstelle. Bei der Markteinführung im Jahr 2011 hat man sich bei Intel und Apple auf die Bezeichnung "Thunderbolt" (deutsch: Donnerkeil) festgelegt. Quellen sagen, dass Apple die Namensrechte an der Bezeichnung "Thunderbolt" haben soll. Andere sagen, dass Intel die Namensrechte hat. Sicher ist aber, dass Apple bei den Rechten einiges mitzureden hat.

Was ist der Thunderbolt Anschluss?

Einige denken jetzt wahrscheinlich: schon wieder ein neuer Anschluss, wozu denn das? Heute werden alle externen Geräte immer schneller. Egal ob externe Festplatten, HD-Videoabspieler oder 3D-Fernseher, alle Geräte verlangen nach immer schnelleren Datenverbindungen. Intel wollte einen universellen Anschluss entwickeln, der schneller und flexibler sein sollte als USB. Über den Thunderbolt Anschluss sollen sich wirklich alle externen Geräte anschließen lassen, sogar Monitore und Fernseher und das mit einer Geschwindigkeit die heute kein anderer externer Anschluss bietet.

Wie funktioniert der Thunderbolt Anschluss?

Im Gegensatz zur USB-Schnittstelle soll Thunderbolt später nicht mit elektrischen, sondern mit optischen Glasfaserleitungen funktionieren. Das hatte man bei Intel eigentlich immer geplant. Allerdings hätte das einiges an Umstellungen bei den Hardwareherstellern bedeutet. Es hätten komplett neue Anschlüsse und Schnittstellen hergestellt werden müssen. Daher einigte man sich aus Kosten- und Kompatibilitäts Gründen erst noch auf elektronische Anschlüsse mit Standard Kupferleitungen. Die technische Funktion des Thunderbolt Anschlusses ist ähnlich wie beim PCI-Express Anschluss: je nach erforderlicher Datenübertragungsgeschwindigkeit können eine bestimmte Anzahl an Kanälen (Lines) kombiniert werden. Jede Lane hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 5 GBit/s und arbeitet, wie die meisten aktuellen Schnittstellen, mit der seriellen Datenübertragung. Für die Erste Version des Thunderbolt Anschlusses hat man zwei Kanäle (Lines) vorgesehen. Die derzeitigen Anschlüssel arbeiten somit mit einer maximalen Geschwindigkeit von 10 GBit/s. Gegenüber USB 3.0 ist dieser somit doppelt so schnell. Allerdings steckt im Thunderbolt Anschluss noch viel mehr Potenzial. Wenn der Anschluss später erst mal auf die optische Übertragung umgestellt ist, so wie es geplant ist, sollen Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 GBit/s und mehr möglich sein. Aus diesen Gründen leitet sich auch der Entwickler Codename: "Light = Licht" und "Peak = Höchstleistung" ab.

Ist der Thunderbolt Anschluss kompatibel zu anderen Anschlüssen?

Ja! Der Thunderbolt Anschluss ist, so wie er heute verwendet wird, voll kompatibel mit dem Display Port und verwendet (derzeit) sogar die gleichen Buchsen. Außerdem verwendet der Thunderbolt Anschluss die gleichen Protokolle wie der PCI-Express Anschluss. Somit können die Hersteller, ohne zu großen Aufwand, Hardware für den Thunderbold Anschluss herstellen, was so auch von den Entwicklern gewünscht ist.

Welche Geräte sollen die Technik unterstützen?

Idealer Weise, wenn es nach Intel geht, alle externen Geräte, sogar mehr, als es heute schon bei USB möglich ist, einschließlich Fernseher und Monitore. Richtig Sinn macht eine so hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit überall dort, wo eine große Menge Daten transportiert werden müssen. Im Gespräch sind hier vor allem externe SSD (Solide State Disk) Festplatten, TV-Geräte zur Übertragung von HD-Filmen, Blu-ray Abspielgeräten, Monitore, aber auch Kameras und Docking-Stationen für Laptops. Thunderbolt soll somit ein schneller und universeller Anschluss aller externer Geräte werden und somit den USB-Anschluss ergänzen, wenn nicht sogar ganz ablösen.

Ab wann gibt es den Thunderbolt Anschluss?

Da bei der Entwicklung der Computerhersteller Apple beteiligt war, gibt es den Thunderbolt Anschluss seit Mitte Februar 2011 erstmals bei Laptops (MacBook Pro) dieses Herstellers. Andere Hersteller werden in den nächten Monaten aber sicher folgen. Da am Anfang Thunderbolt voll kompatibel mit dem Display Port ist und sogar den gleichen Anschluss benutzt, wird eine Bereitstellung auf vielen Hauptplatinen recht problemlos möglich sein.

Fazit:

Wenn sich Thunderbolt einmal durchgesetzt hat, sicher eine tolle Sache! Selbst in der Ersten Ausbaustufe mit 10 Gbit/s könnte man z.B. einen kompletten Blu-ray Film in weit weniger als einer Minute auf einen Computer übertragen, natürlich unter der Voraussetzung, dass auch die Geräte eine so hohe Geschwindigkeit zulassen.
Ob sich Thunderbolt genau so wie der USB-Anschluss durchsetzen wird, hängt sicher auch mit der Anzahl der Firmen zusammen, die Intel für seine Technik gewinnen kann. Auch macht eine so hohe Geschwindigkeit nur dann Sinn, wenn auch die Geräte mithalten können. Es nützt schließlich nicht, eine Festplatte über Thunderbolt an den Computer anzuschließen, wenn diese selber nur eine Datenübertragungs-Geschwindigkeit von 200 MB/s zulässt. Derzeit ist noch kaum ein Laufwerk auf dem Markt, welches selbst die USB 3.0 Geschwindigkeit (4,8 Gbit/s) komplett ausnutzen könnte.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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