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AVCHD LogoDie Abkürzung "AVCHD" steht für "Advanced Video Codec High Definition", was auf deutsch etwa "Erweiterte Videokodierung mit hoher Auflösung" bedeutet.

 

Wozu braucht man AVCHD?

 

Zu Beginn der Videoaufzeichnung verwendete man das analoge PAL Format meist in FBAS (Composite Video) Qualität. Als Medium dienten damals einfache (VHS) Videobänder.
Als erste Verbesserung benutze man für die Aufzeichnung der PAL Signale die "S-Video" Qualität. Dadurch waren die Videoaufnahmen schon deutlich besser. Auch die analogen Videokassetten wurden kleiner. Zuerst packte man ein "normales" VHS Videoband mit einer Breite von 1,27 cm in eine kleinere Kassette (VHS-C). Dann verkleinerte man auch die Breite des Bandes auf 8 mm (Hi 8 und Video 8). An der Qualität der Aufnahmen hat sich dabei allerdings nichts verändert, es wurde meistens in "S-Video" Qualität aufgezeichnet.
Als Anschluss zur Bildübertragung werden hier meistens "FBAS (Composite Video)" oder später "S-Video" Anschlüsse benutzt.

 

Dann kam die digitale Videoaufzeichnung. Dadurch konnte die Qualität weiter verbessert werden, da die Umwandlungen von Digital (Aufnahmechip) zu Analog (Bandlaufwerk) wegfiel. Außerdem können digitale Signale auch verlustfrei bearbeitet, also geschnitten werden. Bei der digitalen Aufzeichnung entstehen allerdings sehr viele Daten. Um diese zu speichern werden die Daten komprimiert und zwar meist in das MPEG 2 Format. Als Speichermedium werden "DV", "MiniDV" oder "Digital 8" Bänder benutzt. Allerdings sind die Bilder auch hier noch in PAL-Qualität gespeichert.
Als Anschluss benutzt man hier für die Bildübertragung meistens "IEEE 1394 (FireWire)" oder auch USB Anschlüsse.

Nun kommt die Dritte Generation der Videoaufzeichnung, die "HDTV" Aufzeichnung. Dabei werden die Bilder im Hochauflösenden Format mit 1280 × 720 Pixel (720p = Progressive Scan) oder sogar mit 1920 × 1080 Pixel (1080i = Interlace bzw. teilweise bereits in 1080p = Progressive Scan) für LCD- und Plasma Bildschirme bzw. Projektoren (Beamer) gespeichert. Bei HDTV liegt das Seitenverhältnis auch bei 16:9 gegenüber 4:3 im PAL Format. Für diese Unmengen an digitalen Bild- und Toninformationen wird ein neues Komprimierungsverfahren benötigt. Für das HDTV benutzt man das AVC / MPEG-4 Format. Da man auch von störanfälligen und langsamen Bandlaufwerken abkommen möchte, setzt man für die Speicherung von HD-Videos heute oft Speicherkarten, (mini) DVDs oder sogar Festplatten ein.
 

Für diesen Zweck haben die Firmen "Panasonic" und "SONY" das "AVCHD" Komprimierungsverfahren entwickelt und am 11.05.2006 veröffentlicht. Seit dem gilt "AVCHD" als der Aufzeichnungsstandard für HD-Video auf Speicherkarten, DVDs oder Festplatten und wird von fast allen namhaften Firmen zur Speicherung eingesetzt.
Es werden aber auch weiterhin auch noch Bänder für die Speicherung von HD-Videos eingesetzt. Dafür benutzt man "DV" oder "MiniDV" Bandkassetten, die allerdings das "HDV" Format in den Auflösungen 720p mit 1280 x 720 Pixel oder 1080i mit 1440 x 1080 Pixel verwenden. Die Aufzeichnung von HD-Videos auf Bandkassetten benutzen heute nur noch wenige Firmen, überwiegend bei preisgünstigen Videokameras. Bandkassetten sind störanfälliger und im Umgang nicht so flexibel. Bei Bandkassetten muss man z.B. um eine bestimmte Stelle zu sehen, unter Umständen das gesamte Band vorspulen. Bei Speicherkarten, DVDs oder Festplatten kann jede beliebige Stelle sofort angesprungen werden.

 

Wo liegt der Unterschied zwischen AVC und AVCHD?

 

Im Prinzip sind beide Komprimierungen gleich. Der Zusatz "HD" (High Definition) steht zusätzlich im Namen für "hohe Auflösung". AVCHD benutzt daher immer Filmmaterial in HDTV Auflösung im 16:9 Bildformat, wobei die AVC Komprimierung auch für die digitale Aufzeichnung in PAL und 4:3 Bildformat verwendet werden kann. Als Komprimierungsmethode wird bei AVC und AVCHD "MPEG-4 / AVC/H.264" verwendet.

 

Wer kann AVCHD Verarbeiten?

 

Heute arbeitet fast jeder Camcorder (Videokamera), der in HD Qualität Filme aufzeichnet mit dem "AVCHD" Format und den Speichermedien Speicherkarte, DVD oder Festplatte. Da man von der störanfälligen und Anwender Unfreundlichen Bandaufzeichnung abkommen möchte, wird sich AVCHD in naher Zukunft wohl als Standard für HD-Video etablieren.

 

Die Videobearbeitung am Computer war bisher für AVCHD Aufzeichnungen noch sehr schwierig. Nur sehr wenige Programme unterstützten dieses Format. Inzwischen erscheinen aber zunehmend neue Versionen der Videoschnittprogramme mit AVCHD Unterstützung.
Video Anzeigeprogramme für den PC können bereits seit einiger Zeit dieses Format darstellen.

Wo wird AVCHD heute eingesetzt?

 

Neben der oben genannten Speicherung von selbst gedrehten Filmen mit einer HD-Filmkamera, wird AVCHD bereits für den DVD Nachfolger "Blu-ray - Disk" bzw. dem inzwischen wieder eingestellten Format "HD-DVD" verwendet. Beide Formate unterstützen die AVCHD Komprimierung. Zum einen werden die meisten Kauffilme in diesem Format auf "Blu-ray" erscheinen und zum anderen können Brenner selbst hergestellte Filme z.B. von einer Filmkamera auch in diesem Format auf Rohlinge speichern. So lassen sich eigene Filmaufnahmen ohne Qualitätsverlust auf "Blu-ray" Rohlinge ablegen. Allerdings wird dann neben einem "Blu-ray" Brenner auch ein entsprechendes Abspielgerät benötigt. In herkömmlichen DVD Abspielgeräten laufen die "Blu-ray" Rohlinge nicht.
AVCHD wird voraussichtlich auch für HDTV über IPTV, SAT (DVB-S2) und Kabel eingesetzt werden. 

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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