Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

HDMI LogoHDMI ist eine universal Schnittstelle für digitale Bild und Tonsignale. HDMI ist die Abkürzung für "High Definition Multimedia Interface" und wurde 2002 entwickelt.

Im analogen Bereich hatte sich der Scart-Anschluss fest als "universeller" Anschluss etabliert. Mit einer Leitung ist es dort möglich, Bild- und Toninformationen sowie Steuerdaten zwischen den verbundenen Geräten zu übertragen.
Seit 2002 setzte sich aber immer mehr die digitale Verbindung zwischen den Geräten durch. Schließlich entfällt bei der digitalen Übertragung, die mit Verlusten behaftete Umwandlung von digitalen Signalen (z.B. von DVD oder digitalem Satellitenempfang DVB-S / DVB-S2) zu analogen Signalen für den Anschluss an den Fernseher.
HDMI AnschlussAktuelle LCD- und Plasma Fernseher oder auch Beamer (Projektoren) arbeiten intern auch mit digitalen Signalen. Wird daran z.B. ein DVD-Player mit analoger Anschlussleitung wie z.B. Scart angeschlossen, wird das Signal im Fernseher dann noch mal umgewandelt, nämlich von analog zurück auf digital. Darüber hinaus verlieren die analogen Anschlüsse generell immer mehr an Bedeutung. Hatten frühere Fernseher meist 2-3 Scart-Anschlüsse, haben heute aktuelle Geräte, wenn überhaupt, nur noch einen Scart-Anschluss.

Für die digitale Verbindung zwischen den Geräten mussten anfangs immer mehrere Leitungen benutzt werden. So verwendete man bei den Ersten digitalen Anschlüssen meist, die aus der Computertechnik bereits verwendeten, DVI-Anschlüsse. Diese können allerdings keine Audiodaten übertragen und man musste bei dieser Verbindung auch zusätzlich noch ein Audioleitung verlegen. Um das zu umgehen, wurde die HDMI-Schnittstelle entwickelt. Mit dieser Schnittstelle sollte die digitale Verbindung zwischen den Geräten genau so einfach möglich sein, wie die analoge Verbindung mit einer Scart-Leitung.

Die HDMI Entwicklung

Im Dezember 2002 wurde die HDMI Schnittstelle erstmals vorgestellt. Seit dem ist der HDMI-Anschluss ein viel verwendeter, digitaler Anschluss geworden und hat sich in der Unterhaltungselektronik als Standard entwickelt. Im laufe der letzten Jahre hat man diesen Anschluss stetig weiter entwickelt. So wurden inzwischen fast alle üblichen Tonformate in den Standard aufgenommen. Somit reicht inzwischen eine Verbindungsleitung für eine gute digitale Bild- und Tonübertragung.
Aber auch an der Übertragungsgeschwindigkeit wurde gearbeitet. Schließlich soll sich über eine HDMI Leitung auch HDTV und auch Ultra-HD (UHD) oder 4K in bester Qualität übertragen lassen. Hier ein kurzer Überblick über die Entwicklung:

Version Seit Übertragungsgeschwindigkeit Maximale Bildauflösung Bild- und Tonformate
HDMI 1.0 2002 3,96 GBit/s (Stecker Typ A) 1080p bei 60 Hz PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG
HDMI 1.1 2004 3,96 GBit/s (Stecker Typ A);
7,92 GBit/s (Stecker Typ B)
1080p bei 60 Hz PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG + DVD-Audio
HDMI 1.2 2005 3,96 GBit/s (Stecker Typ A);
7,92 GBit/s (Stecker Typ B)
1080p bei 60 Hz PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio + SA-CD
HDMI 1.2a 2005 3,96 GBit/s (Stecker Typ A);
7,92 GBit/s (Stecker Typ B)
1080p bei 60 Hz PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio + SA-CD
HDMI 1.3 2006 8,16 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C) 1440p bei 60 Hz unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen
HDMI 1.3 a/b/c 2006 8,16 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C) 1440p bei 60 Hz unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen
HDMI 1.4 2009 8,16 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C - Micro HDMI Stecker D, Automotive Connection System E) 2160p bei 24 Hz oder 1080p bei 24 Hz in 3D unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen
HDMI 1.4a 2010 8,16 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C - Micro HDMI Stecker D, Automotive Connection System E) 2160p bei 24 Hz oder 1080p bei 24 Hz in 3D unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen
HDMI 2.0 2013 14.4 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C - Micro HDMI Stecker D, Automotive Connection System E) 2160p bei 60 Hz oder 1080p bei 48 Hz in 3D unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen. Zusätzlich Audio bis 32-Kanäle bei einer Abtastrate von 1536 kHz
HDMI 2.0a 2015 14.4 GBit/s (Stecker Typ A, Typ C - Micro HDMI Stecker D, Automotive Connection System E) 2160p bei 60 Hz oder 1080p bei 48 Hz in 3D unterstützt alle derzeit aktuellen Bild- und Toninformationen. Zusätzlich Audio bis 32-Kanäle bei einer Abtastrate von 1536 kHz.
Unterstützung für HDR (High Dynamic Range) Bilder

Welche Bild- und Tonsignale werden unterstützt?

Der HDMI Anschluss wurde im laufe der Jahre immer wieder an die aktuellen Bedürfnisse in der Unterhaltungstechnik angepasst. Bereits die HDMI Versionen 1.1 und 1.2 unterstützen fast alles was der "normale" Anwender benötigt. Audiodaten können bis zu Frequenzen von 192 kHz bei 24 Bit Abtastung und das für bis zu 8 Tonkanäle übertragen werden. Bei der "single-link" (Einfache Verbindung) wie sie bei den Steckern vom Typ A und C verwendet werden, liegt die Bandbreite für die Übertragung bei etwa 165 MHz.
Die unterstützten Farbtiefen für die Bildsignale liegen bei 24 Bit, 30 Bit oder 36 Bit bei "RGB" oder "YCbCr".

Bei der Version 1.3 wurde neben der Implementierung der neuen Tonformate "Dolby Digital Plus" und "TrueHD" sowie "DTS-HD" auch die Datenübertragungsgeschwindigkeit nochmals erhöht. Dadurch ist es nun möglich, über HDMI 1.3 auch noch höhere Auflösungen als die heute maximale HDTV-Auflösung "1080p" zu übertragen. HDMI 1.3 kann Bilder bis zu "1440p" verarbeiten. Bei HDMI 1.3 wurde die Bandbreite bei "single-link" (Einfache Verbindung), wie sie bei den Steckern vom Typ A und C verwendet werden, auf 340 MHz gesteigert. Durch diese gesteigerte Bandbreite unterstützt HDMI 1.3 auch mehr Farbtiefe. So kann bei "RGB" oder "YCbCr" jetzt eine Farbtiefe von 30 Bit, 36 Bit oder sogar 48 Bit benutzt werden. Neben "RGB" und "YCbCr" kann auch der neue Farbstandard "xvYCC" (IEC 61966-2-4) verwendet werden.
Ende 2006 wurde die Version HDMI 1.3 a/b/c veröffentlicht. Dabei handelt es sich lediglich um eine Fehler bereinigte Version 1.3. Es wurden bei dieser keine neuen Funktionen eingefügt.

Seit Mai 2009 gibt es eine neue HDMI Version, die V1.4. Diese Version wurde nochmals überarbeitet und verbessert. Die Wichtigste Verbesserung betrifft die Unterstützung von 3D. 3D ist heute in aller Munde und soll natürlich auch auf dem Fernseher möglich sein. Der Blu-ray Standard sieht die Verarbeitung von 3D vor. Mit dem HDMI 1.4 Anschluss ist nun auch die Übertragung zum Fernseher sicher gestellt, allerdings noch nicht standardisiert!
Um 3D übertragen zu können, wurde bei HDMI 1.4 die maximale Bildauflösung auf 2160p noch mal erhöht. Wichtig ist aber die Bildwiederholfrequenz. Bis zur HDMI Version 1.3 wurden nur die üblichen 50 Hz bzw. 60 Hz unterstützt. Ab Version 1.4 darf die Wiederholfrequenz nun aber bis zu 100 Hz betragen. Das ist auch notwendig, damit bei 3D Übertragungen für jedes Auge 50 Hz zur Verfügung stehen. Bei niedrigeren Frequenzen würden wir ein Flimmern wahrnehmen.
Weitere Verbesserungen der HDMI Version 1.4 betreffen den Farbraum, der um die Standards "Adobe RGB" und "AdobeYCC601" erweitert wurde und die Steckverbinder. Mit HDMI 1.4 wurde ein noch kleinerer Stecker (Micro HDMI) und ein so genanntes "Automotive Connection System" eingeführt.
Des Weiteren unterstützt HDMI 1.4 nun auch den so genannten "HDMI Ethernet Channel", womit eine Datenübertragung in beide Richtungen erfolgen kann. Es ist damit sogar möglich ein Gerät direkt an das Internet anzubinden. Mit dem "HDMI Ethernet Channel" eröffnen sich ganz neue Anschlussmöglichkeiten.  
Zu guter letzt wurde noch ein "ARC - Audio Return Channel" also einen Rückkanal für Audiosignale eingeführt womit es nun auch für Audiosignale einen Rückkanal gibt.

Im März 2010 erweiterte man den HDMI V1.4 Standard nochmals im Bereich der 3D-Unterstützung. Mit der Version 1.4 wurde zwar schon eine 3D-Übertragung eingeführt, allerdings noch nicht im einheitlichen Standard. Da die 3D-Unterstützung aber immer wichtiger wird, hat man nun die 3D-Funktionen standardisiert. Die Änderungen betreffen wie gesagt nur die 3D-Übertragung. Aus diesem Grund erhöhte man die HDMI-Version "nur" auf V1.4a. In dieser neuen Version hat man nun einheitliche Standards für die 3D Übertragung (Side-by-Side Horizontal und Top-and-Bottom), 3D-Standards für Filme 1080p / 24Hz und für Spiele 720p / 50Hz oder 60Hz eingeführt.

Im September 2013 folgte dann der nächste Schritt. Es wurde der HDMI Standard 2.0 eingeführt. HDMI 2.0 unterstützt nun offiziell die Ultra HD (UHD), oder 4K Auflösung. Bei der Tonverarbeitung können seit Version 2.0 nun bis zu 32 Kanäle verwendet werden.
Im April 2015 wurde die HDMI Version 2.0a vorgestellt. Hier wurde der Standard noch um die offizielle HDR (High Dynamic Range) Bilddarstellung erweitert.

Welche HDMI Version ist heute üblich?

Die HDMI Version 1.0 wurde bis etwa 2005 verwendet. Da zu dieser Zeit der HDMI Anschluss aber nur sehr wenig Verwendung fand, findet man diese Version nur noch sehr selten an ganz alten Geräten.
Bis Ende 2006 wurde dann meist die HDMI Version 1.1 bei den Anschlüssen benutzt. Diese Version war weit verbreitet und man findet diese noch häufig an älteren Geräten.
Anfang 2007 stellten die Hersteller dann auf die Schnittstellen-Version 1.2(a) um. Bis etwa Mitte/Ende 2007 wurden fast alle Geräte mit dieser HDMI-Version verkauft. Erst 2008 waren Erste Geräte mit der HDMI Version 1.3 im Handel erhältlich.
Mit der Verbreitung von 3D kam dann 2010 Geräte mit HDMI 1.4(a) in den Handel. Auch Erste UHD Fernseher nutzten HDMI 1.4a.

HDMI 2.0 kam nur schleppend in Verwendung. Erst 2014 tauchte dieser Standard sehr vereinzelt bei hochwertigen UHD-Fernsehern auf.

Da HDMI in den einzelnen Versionen Abwärtskompatibel sind, verwenden die Hersteller meist auch die Version, die für das Gerät ausreichend ist. Ein einfacher Fernseher ohne 4K-Auflösung und 3D benötigt keinen HDMI 2.0(a) Anschluss. Hier wird heute weiterhin noch ein HDMI 1.3 oder 1.4 Anschluss verwendet. Geräte mit 3D bekommen meist einen HDMI 1.4(a) Anschluss. Nur hochwertige Geräte mit 3D und UHD Auflösung werden auch einen HDMI 2.0(a) Anschluss bekommen. Frühere Anschlüsse wie HDMI 1.2 oder älter findet man nur noch an sehr günstigen Geräten ohne Full HD, oder an älteren Geräten.

Sind die HDMI Versionen kompatibel?

DVI HDMI AdapterJa, die Versionen sind abwärts kompatibel. Wenn ein LCD-Fernseher z.B. "nur" einen HDMI 1.3 Anschluss hat und es soll ein Gerät mit HDMI 1.4 Anschluss daran angeschlossen werden, ist das kein Problem. Allerdings arbeitet die Schnittstelle dann auch nur im HDMI 1.3 Modus mit der dementsprechenden Datenübertragungsgeschwindigkeit und den entsprechenden Einschränkungen.

HDMI ist sogar mit der DVI-D Schnittstelle kompatibel. Hat ein Gerät z.B. einen HDMI Anschluss und das andere Gerät einen DVI Anschluss genügt bei einem der Geräte ein entsprechender Adapter und die Geräte können verbunden werden. Allerdings unterstützt DVI-D nur Bildsignale! Um bei einer solchen "Mischverbindung" auch den Ton zu übertragen, müssen also noch weitere Verbindungsleitungen gelegt werden.

Kann ein HDMI Anschluss umgerüstet werden?

Nein. Wenn ein Gerät einen HDMI 1.2 Anschluss besitzt, kann man diesen nicht in einen HDMI 1.4 Anschluss "Updaten". Für die einzelnen HDMI Versionen wird eine unterschiedliche Technik (Hardware) verwendet, die man leider nicht durch ein Softwareupdate ändern kann. Allerdings ist das meistens auch nicht erforderlich. Wenn heute z.B. ein LCD- oder Plasma Fernseher "nur" einen HDMI 1.2 Anschluss hat, kann dieser wahrscheinlich auch nur die verwendeten Bild- und Tonformate anzeigen, da würde ein HDMI 1.3 Anschluss keine Änderung bringen.
 

Welche Steckertypen gibt es bei HDMI?

  • HDMI Stecker (Typ A)Stecker Typ A: Standard HDMI Stecker (siehe Bild rechts). Er ist 13,9 mm breit und 4,5 mm hoch. Dieser Stecker besitzt 19 Kontakte und ist als so genannte "Single-Link" (Einfache Verbindung) mit drei TMDS-Leitungen (dazu später mehr) ausgelegt. Das bedeutet, dass die drei "TMDS-Datenleitungen" (dazu später mehr) nur ein mal vorhanden sind.
  • Stecker Typ B: Dieser Stecker ist nur sehr wenig verbreitet und ist mit 21,2 mm Breite und mit 4,5 mm Höhe etwa doppelt so breit. Dieser Stecker besitzt 29 Kontakte und ist für "Dual-Link" Verbindungen (Doppelte Verbindung) mit sechs TMDS-Signalleitungen (dazu später mehr) ausgelegt. Eine HDMI Verbindung über Typ B Stecker ist demnach etwa doppelt so schnell wie eine Standardverbindung.
  • Stecker Typ C: Dieser Stecker wurde für mobile Geräte entwickelt und nennt sich auch "Mini-HDMI-Stecker". Es ist mit 10,4 mm Breite und nur 2,5 mm Höhe deutlich kleiner als ein Stecker vom Typ A. Ansonsten hat er die gleichen Eigenschaften. Auch der Stecker Typ C besitzt 19 Kontakte und ist so als "Single-Link" (Einfache Verbindung) mit drei TMDS-Leitungen (dazu später mehr) ausgelegt.
  • Stecker Typ D: Mobile Geräte werden immer kleiner, so dass selbst der Typ C Stecker noch zu groß wurde. Für solche Geräte wurde der Typ D mit einer Größe von 6,4 mm breite und 2,8 mm höhe nochmals ein Stück kleiner. Dieser Steckertyp ist sogar kleiner als ein Micro USB Anschluss. Man nennt diesen Typ D Stecker daher auch "Micro-HDMI-Stecker". Ansonsten hat er die gleichen Eigenschaften wie der Typ A oder Typ C, besitzt also ebenfalls 19 Kontakte und ist so als "Single-Link" (Einfache Verbindung) mit drei TMDS-Leitungen (dazu später mehr) ausgelegt.
  • Stecker Typ E: Das ist eine Sonderform für die Autoindustrie. Dieser Stecker hat eine Verriegelung, so dass man den Stecker mit der Buchse sicher verbinden kann. Das soll verhindern, dass sich dieser nicht durch Erschütterungen aus der Buchse löst. Der Stecker Typ E ist auch für eine höhere mechanische Belastung ausgelegt. Auch dieser Stecker entspricht von der Belegung den Typen A, C und D und besitzt ebenfalls 19 Kontakte, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Die Bildauflösung beim Typ E Stecker ist allerdings auf 720p bzw. 1080i eingeschränkt.

Warum findet man heute keine HDMI-Version auf den Produkten?

Bis Ende 2010 haben die Hersteller die HDMI Leitungen mit den entsprechenden Versionsnummern verkauft. Das wurde dann aus Marketinggründen untersagt und Leitungen durften ab Ende 2011 nicht mehr mit Angabe der HDMI Version verkauft werden. Stattdessen hat man 5 Kategorien eingeführt, die auf den Leitungen angegeben werden mussten. Seit Anfang 2012 findet man auch auf den Geräten keine Versionsnummer der HDMI-Schnittstelle mehr. Die Hersteller haben sich darauf geeinigt, nur noch die unterstützten Merkmale aufzuzählen. Das macht in soweit Sinn, dass Kunden so nicht zwingend glauben, ein Gerät vom Hersteller x sei besser, weil hier z.B. ein HDMI 1.4a Anschluss vorhanden ist, wobei ein anderes Produkt vom Hersteller y nur einen HDMI 1.3 Anschluss zur Verfügung stellt. Wenn das Produkt nur Full HD ohne 3D zur Verfügung stellt, ist der HDMI 1.3 Anschluss genau so gut und bedeutet keine Einschränkung.

Welche HDMI Kategorien gibt es?

Auf Produkten, wie z.B. Anschlussleitungen findet man heute nur noch eine von 5 Kategorien:

Kategorie 3D und Full HD
Deep Color Netzwerk Kanal Verfügbare Stecker Typen
 HDMI-Standard

 nein

 nein  nein  Typ A
 HDMI-Standard mit Ethernet

 nein

 nein  ja  Typ A
 HDMI-Standard Automotive

 nein

 nein  nein  Typ E
 HDMI-High Speed

 ja

 ja  nein  Typ A, Typ C und Typ D
 HDMI-High Speed mit Ethernet

 ja

 ja  ja  Typ A, Typ C und Typ D

Was bedeutet die Angabe "Unterstützung für 4k" bei HDMI?

Inzwischen werden Fernseher mit einer noch höheren Auflösung als HD angeboten. Diese höhere Auflösung nennt man Ultra-HD, UHD oder 4K. Das 4K steht für 4000 und bezieht sich auf die ungefähre Pixelzahl bei der Übertragung. Aktuell nutzt 4K eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Somit nutzt Filmmaterial in 4k etwa die 4-fache HD-TV Auflösung. Um eine solche hohe Pixelanzahl sauber zu übertragen, bedarf es einer entsprechend hohen Übertragungsgeschwindigkeit. HDMI 1.4(a) kann 4k bereits eingeschränkt übertragen. Aber erst mit der aktuellen HDMI Version 2.0(a) kann auch die nötige Wiederholfrequnz von 60Hz übertragen werden.

Wie werden die Daten bei HDMI übertragen?

Wie schon oben erwähnt, ist HDMI ausschließlich eine digitale Schnittstelle. Sowohl die Bild- als auch die Tondaten werden über die so genannte "TMDS" (Transition Minimized Differential Signaling) Codierung übertragen. Es werden bei der "single-link" (Einfache Verbindung) 3 TMDS Datenleitungen, die je aus drei einzelnen Adern (Data +, Data – und Data Shield) bestehen verwendet. Eine "Datenanbindung" besteht somit aus 9 Adern. Dazu kommen noch diverse Strom- und Steuerleitungen.

Die "TMDS" Codierung gilt als sehr Störsicher und ist auch für längere Leitungslängen gut geeignet. Störungen wie bei der analogen Technik oft üblich, können bei HDMI Verbindungen fast ausgeschlossen werden.

Was kann über HDMI übertragen werden?

Neben Bild- und Tondaten ist die HDMI Schnittstelle auch für die Übertragung von weiteren Informationen ausgelegt. So können über HDMI auch Fernbedienungssignale und echte Ethernet (Netzwerk) Daten übertragen werden. Für die Fernbedienungssignale können zwei unterschiedliche Protokolle verwendet werden. Zum einen das in Europa, also bei uns, verwendete Fernbedienungs-Protokoll "AV.link", oder das Protokoll "CEC" (Consumer Electronics Control). Somit ist es möglich, mit nur einem Fernbedienungsbefehl z.B. auch den AV-Receiver einzuschalten und auf den richtigen Toneingang umzuschalten.

Wie lang dürfen die HDMI Leitungen sein?

Wie auch schon erwähnt, benutzt HDMI eine sehr störsichere Übertragung. Schon mit "einfachen" HDMI Leitungen lassen sich problemlos bis zu 5 m überbrücken. Bei Leitungslängen zwischen 5 m und 10 m sollten schon hochwertige Leitungen verwendet werden. Heute freigegeben und als "Sicher" bezeichnet sind HDMI Leitungslängen bis zu 15 m. Allerdings werden bei solchen Längen sehr hochwertige Leitungen mit guten "Hochfrequenzeigenschaften" benötigt. Vereinzelt bieten Händler sogar Leitungen bis zu 20 m an. Diese sollte man allerdings mit Vorsicht genießen, da eine fehlerfreie Übertragung über diese Länge nicht immer gewährleistet ist. Bei einigen Geräten wird eine solche lange Verbindung funktionieren, bei anderen nicht.

Was hat HDMI mit HDCP zu tun?

HD-ready 1080p LogoHD-ready LogoHDCP ist ein digitaler Kopierschutz, der im Jahr 2003 entwickelt wurde. Da über die digitalen Schnittstellen wie z.B. HDMI verlustfreie Aufzeichnungen gemacht werden könnten, hat man diese Schnittstellen gleich mit einem Kopierschutz versehen. Über HDMI kann somit kein unlizenziertes Aufnahmegerät angeschlossen werden.
Der Kopierschutz HDCP ist auch Voraussetzung für das "HD ready" Logo. Außerdem müssen alle Geräte, die z.B. über HDMI verbunden werden sollen, diesen Kopierschutz beherrschen, wenn ein kopiergeschütztes Bildsignal übertragen werden soll. Unterstützt eines der Geräte oder gar beide am digitalen Bildanschluss (HDMI, DVI oder Display Portkeinen HDCP Kopierschutz kann man über diese Verbindung kein kopiergeschütztes Bildmaterial übertragen, es würde kein Bild angezeigt werden.
Heute haben (fast) alle Geräte mit digitaler Schnittstelle auch das "HD ready" Kennzeichen und verfügen somit auch über den HDCP Kopierschutz.

Was ist Wireless HDMI (WHDI oder WiHD)?

Inzwischen gibt es eine Kabellose HDMI Übertragung. Dafür sind allerdings so genannte "WHDI oder WiHD-Adapterkits" nötig. WHDI steht für "Wireless Home Digital Interface", WiHD steht für "WirelessHD". Solche Adapterkits bestehen aus einem Transmitter (Sender) und einem Receiver (Empfänger). Beide Geräte haben HDMI-Anschlüsse und müssen mit dem Abspielenden Gerät (Transmitter) und dem Empfangsgerät wie z.B. ein LCD-TV oder Beamer (Receiver) verbunden werden.
Über WHDI sollen sich bis zu 25 Meter per Funk übertragen lassen. Wände oder Decken dämpfen das Signal allerdings sehr stark, so dass hier nur deutlich kürzere Verbindungen möglich sind. WiHD ist hier, bedingt durch die Verwendung von einer deutlich höheren Übertragungsfrequenz noch weiter eingeschränkt. Mit WiHD lassen sich etwa 10 Meter innerhalb eines Raumes überbrücken. Durch Wände oder Decken geht dieses Signal gar nicht.

Beide Funktechniken können problemlos Full-HD-Videos (bis 1080p) und auch 3D-Blu-ray Filme, drahtlos zum Empfänger übertragen. Es treten dabei allerdings minimale Verzögerungen auf.
WHDI nutzt für die Übertragung den 5-GHz Bereich, der auch von einigen aktuellen WLan Routern verwendet wird. Dadurch könnte es bei der Verwendung von mehreren Routern in der Umgebung bei der Übertragung zu Einschränkungen kommen. WiHD verwendet für die Übertragung die deutlich höhere Übertragungsfrequenz im 60-GHz Bereich. Der Vorteil dieses Frequenzbereichs gegenüber WHDI ist die große, weitgehend ungenutzte Bandbreite. Der Nachteil ist allerdings, das diese hohe Frequenz durch Luftmoleküle stark gedämpft wird, so dass hier nur eine deutlich kürzere Strecke überbrückt werden kann.

Welche Anschlüsse gibt es noch?

In der Computertechnik geht man inzwischen einen anderen Weg und hat einen eigenen digitalen Bildanschluss entwickelt, den "Display Port". Dieser ist absolut kompatibel mit dem HDMI-Anschluss und auch mit dem DVI Anschluss. Der "Display Port" unterstützt auch den HDCP Kopierschutz und ist somit für HDTV geeignet. Einen großen Vorteil hat der "Display Port" noch gegenüber dem HDMI-Anschluss: die Leitungslänge kann problemlos bis zu 15 m betragen.

2009 hat man die Entwicklung von einem Universalanschluss für die Unterhaltungs- und Hausgerätetechnik vorgestellt, die DIIVA-Schnittstelle (Digital Interactive Interface für Video & Audio). Die DIIVA-Schnittstelle soll mit nur einer Leitung alle Daten (Bild, Ton, Netzwerk und Steuertdaten) übertragen können und macht somit alle anderen Verbindungen überflüssig. Die DIIVA-Schnittstelle soll noch schneller arbeiten als HDMI, alle bekannten Bild- und Toninformationen übertragen und darüber hinaus auch einen schnellen Datenaustausch in beide Richtungen ermöglichen.
Wann es die DIIVA-Schnittstelle an Geräten geben wird, kann heute noch niemand sagen. Aktuell sind noch keine Geräte mit DIIVA-Schnittstelle bekannt.

[Zurück zur Übersicht]

Joomla Toplist

Besucher heute

® Auf im Beitrag genannte Namen und Bezeichnungen, sowie auf Logos können Markenrechte von Firmen im In- und Ausland liegen

www.CompTech-Info.de wird gehostet von:

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

Wer ist online

Aktuell sind 19 Gäste und keine Mitglieder online

Beiträge:

Deine Daten

IP

Kleine Spende

Hier bitte ich Dich um eine kleine Spende für meine Webseite "www.CompTech-Info.de".
Weitere Infos dazu habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Vielen Dank!
 

Ziel, mindestens: 119,40 €
Gespendet 2017:  28,37 €
Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
Zum Seitenanfang