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Im UMTS-Netz wird das so genannte WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access) verwendet, um die Bandbreite für eine höhere Datenübertragungs Geschwindigkeit zu vergrößern. Mit dieser Technik ist es erst möglich geworden, dass mehrere Teilnehmer gleichzeitig über einen Frequenzkanal kommunizieren können und die Datenbandbreite ebenfalls auf hohem Niveau gehalten werden kann.
WCDMA sollte im günstigsten Fall eine Übertragungsgeschwindigkeit von 2 Mbit/s (1920 KBit/s) liefern können. In der Praxis hat sich dann aber gezeigt, dass über UMTS per "WCDMA" maximal so um die 384 Kbit/s zu erreichen sind (anfangs sogar meist nur 144 Kbit/s).
Gegenüber dem GSM-Netz ist das natürlich schon eine deutliche Steigerung, aber für die vielen "Versprechungen" wie Video-Telefonie, Handy TV oder schnelle Downloads einfach zu wenig.

 

Genau aus diesem Grund entwickelte man "HSDPA". HSDPA steht für "High Speed Downlink Packet Access" und ist eine Erweiterung für das UMTS Mobilfunknetz. Allerdings beschleunigt HSDPA lediglich den "Downlink", also das runterladen vom Anbieter zum Anwender (Empfangen). Das senden wird mit HSDPA nicht beschleunigt und läuft normalerweise weiterhin mit einfacher UMTS Geschwindigkeit ab.

 

Um nun auch das Senden (Uplink) von Daten zu beschleunigen, entwickelte man HSUPA "High Speed Uplink Packet Access". HSUPA ist noch relativ neu und wurde erst 2007 nach HSDPA entwickelt und eingeführt. HSUPA bieten auch noch nicht alle Netzbetreiber Flächendeckend an.

 

Welche Geschwindigkeit ist möglich?

 

Bei idealem- und vollständigem Ausbau soll mit HSUPA einmal eine Upload-Geschwindigkeit von 5,8 Mbit/s erreicht werden! Allerdings wird in der Ersten Ausbaustufe von den Netzbereibern erst etwa 1,45 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden. Das ist gegenüber 384 Kbit/s im "normalen" UMTS-Netz natürlich schon eine deutliche Steigerung.

 

Wo ist HSUPA möglich?

 

Im UMTS-Netz können Geräte sowohl mit, als auch ohne HSUPA verwendet werden. Manche Netzbetreiber haben HSUPA bereits flächendeckend in vielen UMTS Basisstationen eingerichtet. Andere bauen derzeit das Netz noch entsprechend aus. Damit ein Anwender diese Technik auch nutzen kann, muss der Netzbetreiber die Basisstation entsprechend umgerüstet haben. Das geschieht derzeit aber oft zuerst nur in großen Städten und in Ballungsgebieten.
So ist es möglich, dass in einer Stadt HSUPA möglich ist und am Stadtrand nicht, obwohl man im gleichen UMTS-Netz angemeldet ist. Bewegt man sich z.B. in einem Auto, kann somit auch eine HSUPA Verbindung "abreißen" und auf einfache UMTS Geschwindigkeit umschalten.

 

Braucht man spezielle Handys für HSUPA?

 

Ja, es müssen Handys sein, die im UMTS-Netz funktionieren und auch mit der HSUPA Beschleunigung zurecht kommen. Inzwischen gibt es schon einige UMTS Handys die auch HSUPA fähig sind. Diese können zumindest mit der Geschwindigkeit 1,45 Mbit/s Daten senden. Hier sollte man sich vor dem Kauf eines neunen Handys genau erkundigen, ob HSUPA unterstützt wird.

 

Wird für HSUPA ein Aufpreis verlangt?

 

Ja und Nein. Natürlich bieten die Netzbetreiber HSUPA nicht kostenlos an. Wem das einfache UMTS-Netz genügt, kann meistens einen günstigen Telefontarif buchen. Dieser ist dann hauptsächlich auf das telefonieren ausgelegt. Datenübertragungen kosten dort meistens extra und das zum Teil richtig viel. Ob dabei auch HSUPA angeboten wird muss beim Anbieter erfragt werden.
Legt man Wert auf HSUPA, möchte man ja auch möglichst schnell Daten übertragen. Hiefür bieten fast alle Netzbetreiber spezielle "Datentarife" an. Darin ist HSUPA heute oft schon enthalten, allerdings natürlich nur dort, wo HSUPA auch verfügbar ist. Im Zweifelsfall sollte man vor Vertragsabschluss beim Anbieter erfragen ob HSUPA am gewünschten Einsatzort verfügbar ist.
Und noch etwas: die meisten Anbieter beschränken ihre Datentarife auf bestimmte Übertragungsmengen. Selbst so genannte "Flatrates" haben fast immer eine Volumenbeschränkung! Also aufpassen beim Vertragsabschluss. Nach erreichen der gesetzten Übertragungsmenge drosseln alle Anbieter die Uploadgeschwindigkeit, teilweise auf unter 100 Kbit/s!!

 

Fazit:

 

Das UMTS-Netz mit HSDPA und HSUPA ist nun wirklich, von der Geschwindigkeit gesehen, ein echter Ersatz für einen DSL Festnetzanschluss. Gerade für Personen die viel unterwegs sind und auf einen schnellen Datenaustausch nicht verzichten können oder müssen ist das UMTS-Netz mit HSDPA und HSUPA eine große Bereicherung. Allerdings muss man beim Vertragsabschluss sehr genau prüfen wie viele Daten je Monat übertragen werden dürfen, ob diese Menge für den benötigten Gebrauch ausreicht und ob HSDPA bzw. HSUPA am gewünschten Ort verfügbar ist. Sonst kann ein gebuchter Turbo HSDPA/HSUPA Datentarif schnell zu einem Schneckentempo Datentarif werden, den man dann je nach dem zwei Jahre bezahlen muss. Es ist doch wirklich ärgerlich, wenn man Mitte des Monats das Datenvolumen überschritten hat und dann nur noch mit etwas mehr als der üblichen ISDN Geschwindigkeit auskommen muss.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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