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LC-Displays werden in einem sehr aufwendigen Verfahren hergestellt. Ein Display für einen 19 Zoll Monitor hat heute eine übliche Auflösung von 1280 x 1024 Pixel. Für jeden dieser Pixel werden drei Sub-Pixel in jeweils den drei Grundfarben benötigt. Ein solches Display setzt sich somit aus 1280 x 1024 x 3 = 3.932.160 Pixel zusammen. Hinter jedem dieser Pixel sitzt üblicher Weise noch ein "Dünnschichttransistor", auf Englisch "Thin Film Transistor" (TFT).

 

Es ist heute noch fast unmöglich alle LC-Displays komplett fehlerfrei herzustellen. Bei der Produktion ergeben sich immer wieder kleinere Fehler. Würde man alle fehlerhaften Displays wegwerfen, müsste man für die verbleibenden, fehlerfreien Displays Unmengen an Geld ausgeben, da die Hersteller sich den Ausschuss ja auch bezahlen lassen würden. Die meisten Fehler in einem LC-Display sind oft auch kaum bemerkbar.
Man hat sich daher auf so genannte Fehlerklassen geeinigt, und in der ISO-Norm "ISO 13406-2" festgeschrieben. Je kleiner die Fehlerklasse, je weniger Fehler darf ein LC-Display aufweisen und je teurer ist ein solches. Oft fallen diese Fehler kaum auf. Besonders bei großen LCD-Fernsehern kann man einzelne defekte Pixel aus größerer Entfernung nicht sehen. Es kann aber auch ein sehr störender Pixelfehler vorhanden sein, der besonders bei Computermonitoren stark ins Auge fällt.

 

Da es sich um "bekannte" Herstellungsfehler handelt, die von Anfang an vorhanden sind, hat man meist auch keine Chance einen solchen Bildschirm umzutauschen. Hier kann man nur auf die Kulanz des Händlers hoffen. Besser wäre es, wenn man einen Fernseher oder Monitor vor dem kauf zuerst ausprobiert.
Nur wenn die Pixelfehler von der angegebenen Fehlerklasse abweichen, hat man ein Recht diesen Bildschirm umzutauschen. Meist sind aber deutlich weniger Fehler vorhanden als durch die ISO-Norm erlaubt. Es kann sogar sein, dass ein solcher Bildschirm überhaupt keinen Pixelfehler hat, da die Produktionstechniken immer besser werden.

Zuerst hat die ISO-Norm bestimmte Fehlertypen festgelegt, die ein LC-Display aufweisen kann:

  • Typ 1 = Ständig leuchtender (weißer) Pixel = 3 zusammenliegende, leuchtende Sub-Pixel
  • Typ 2 = Ständig nicht leuchtender (schwarzer) Pixel = 3 zusammenliegende, nicht leuchtende Sub-Pixel
  • Typ 3 = Defekte Sub-Pixel entweder leuchtend oder nicht leuchtend = Der Pixel erscheint in einer falschen Farbe

Außerdem hat man festgelegt wie viele dieser Fehler in einem zusammenhängenden 5 mal 5 Pixel großen Bereich auftreten dürfen:

  • Gruppe 1 = Fehler vom Typ 1 oder Typ 2
  • Gruppe 2 = Fehler vom Typ 3

Hier nun die festgelegten 4 Fehlerklassen:

Fehlerklassen  Typ 1  Typ 2   Typ 3  Gruppe 1  Gruppe 2 
II 
III  15  50 
IV  50  150  500  50 

Zu beachten ist, dass sich die Fehlertypen 1-3 immer auf eine Million Pixel beziehen! Hat ein Bildschirm z.B. eine festgelegte Auflösung von 1400 x 1050 Pixel hat dieser ins Gesamt also 1.470.000 Bildpunkte! Ein solcher Bildschirm darf also etwa 1,5 mal so viele Pixelfehler der Typen 1 bis 3 aufweisen!!
LC-Displays mit der Fehlerklasse I sind meist nur bei sehr teuren Geräten verbaut. Bei PC-Monitoren werden heute meist immer Displays mit der Fehlerklasse II verwendet, da hier Pixelfehler zum Teil sehr unangenehm auffallen können. Displays mit der Fehlerklasse III werden teilweise bei (günstigeren) Fernsehern verwendet. LCDs mit der Fehlerklasse IV werden nur selten bei sehr günstigen Geräten eingebaut (heute sehr selten).

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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