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RFID ist die Abkürzung für "Radio Frequency Identification" und heißt übersetzt etwa "Funk-Erkennung". RFID wird für die berührungslose Datenübertragung, z.B. bei Ausweislesern eingesetzt.

 

Die Entwicklung von RFID

 

RFID wurde in einfacher Form bereits in den 1960er Jahren entwickelt und eingesetzt, nämlich für die Diebstahlsicherung von Waren. Da dieses Verfahren damals aber noch sehr aufwendig und teuer war, wurde es hauptsächlich von Nobelkaufhäusern verwendet.
Man erkannte aber schnell, dass in dieser Technik noch viel Potential steckt und entwickelte die RFID Technik stetig weiter. Die USA setzte in den 1980er Jahren bereits RFID-Systeme für die Identifikation auf Mautstraßen ein.
In den 1990er Jahren hat sich die RFID Technik dann endgültig durchgesetzt. Zu finden ist diese seit dem z.B. bei der Zutrittskontrolle, bei Skipässen, für die Diebstahlsicherung von Waren, bei Auto-Wegfahrsperren, in elektronischen Schließanlagen sowie in der Container- und Lagerlogistik.
Ab dem Jahr 2000 entwickelte sich die RFID Technik zum Massenprodukt und wird immer mehr auch in Gebrauchsgegenständen eingebaut. Heute kosten einfache RFID-Chips nur noch wenige Cent, so dass sich der Einsatz in vielen Gegenständen lohnt. Man rechnet in den nächsten Jahren mit einem weiteren Preisverfall, so dass sich die RFID Technik dann sogar in Geldscheine integrieren lässt, um diese Fälschungssicher zu machen. Auch könnte dann RFID die "EAN-Strichcodes" auf den Waren ablösen und so zu einer berührungslosen Abrechnung an der Supermarkt Kasse führen.

Missbrauch der RFID 

All das hat aber auch einen Nachteil: RFID kann berührungslos ausgelesen werden und wird in immer mehr Gebrauchsgegenstände eingebaut. Datenschützer befürchten, dass immer mehr Daten damit gesammelt werden könnten.
Es wäre z.B. leicht möglich einen RFID-Sender in einer Kreditkarte bei jedem bezahlen oder in jedem Geldautomat auszulesen. Es könnte dann genau belegt werden, wo die Kreditkarte in letzter Zeit benutzt wurde.
Dazu kommt noch, dass RFID-Sender inzwischen so klein sind, dass sie fast unsichtbar in einem Preisetikett oder in einer Karte integriert werden können. So kann ein Konsument gar nicht mehr feststellen wo überall Daten "ungefragt" über RFID ausgetauscht werden.

 

Welche RFID-Systeme gibt es heute?

 

Es gibt aktive und passive RFID Systeme. Aktive Systeme werden immer dann eingesetzt, wenn große Entfernungen zu überbrücken sind, wie z.B. in der Container- und der Lagerlogistik. Bei aktiven Systemen wird neben dem RFID-Chip und der Antenne noch eine Stromversorgung integriert. Dadurch wird der Sender, oder auch "Transponder" größer und teurer, was bei einem Einsatz z.B. auf einem Container Umschlagplatz unbedeutend ist. Aktive Transponder senden auch nicht ständig. Erst wenn ein so genannter "Aktivierungscode" vom Empfänger abgeschickt wird, sendet der Transponder seine Daten. Dieses System wird heute z.B. bei elektronischen Schließanlagen eingesetzt.
Passive RFID-Systeme kommen ohne Stromversorgung aus. Sie beziehen ihren Strom über so genannte Induktion vom Empfänger. Der Empfänger sendet in einer bestimmten Frequenz ein Signal aus, um Kontakt zum Sender aufzunehmen. Diese Sendefrequenz setzt der RFID-Sender dann in Strom um. Dadurch können passive RFID-Sender sehr klein und günstig hergestellt werden. Inzwischen sind passive RFID-Sender so klein, dass Sie in ein Etikett oder in eine Chipkarte fast unsichtbar eingebaut werden können. Als Nachteil haben diese Sender, dass sie nahe an den Empfänger herangeführt werden müssen, damit diese funktionieren.

 

Wie ist ein RFID-System aufgebaut?

 

Der Empfänger kann in vielen Formen z.B. als Handgerät, als Ausweisleser, als Schließzylinder oder in irgendeinem Gerät eingebaut vorliegen. In Geschäften z.B. stehen die Empfänger meist neben den Ausgangstüren. Die Empfänger benötigen immer eine eigene Stromversorgung.
Die RFID Sender oder auch "Transponder" genannt, werden je nach Anwendungsgebiet in unterschiedlichen Größen hergestellt. Ein Transponder besteht aus dem RFID-Chip, einer Antenne und einem Speicher. Im Speicher werden dann die Daten abgelegt, die der Empfänger aus dem Transponder auslesen kann. Der Speicher kann mit einem speziellen Gerät oder dem Empfänger meist auch beschrieben, gelöscht oder sogar zerstört werden. Das wird in Kaufhäusern z.B. an den Kassen gemacht, wenn ein Artikel ordnungsgemäß bezahlt wurde.

 

Gibt es eine Datenverschlüsselung bei RFID?

 

Normalerweise werden die Daten unverschlüsselt übertragen. Eine Verschlüsselung ist meist auch nicht unbedingt erforderlich, da es sich überwiegend sowieso nur um "öffentliche" Zahlencodes zur Identifikation handelt. Sollten aber dennoch mal brisante Daten ausgetauscht werden müssen, kann auch eine Verschlüsselung benutzt werden.

 

Fazit

 

RFID ist für viele Einsatzgebiete eine gelungene Entwicklung. Für die Zutrittskontrolle, bei Skipässen, für Schwimmbadzugänge, bei Auto-Wegfahrsperren, für die Warensicherung in Kaufhäusern, bei elektronischen Schließanlagen und in der Container- und Lagerlogistik ist RFID heute kaum noch wegzudenken. Sicher gibt es auch noch viele weitere sinnvolle Einsatzgebiete.

Für andere "geplanten" Einsatzgebiete ist RFID allerdings fraglich und umstritten. Was ist z.B. wenn jeder Geldschein einen RFID-Transponder hat? Wenn der Führerschein oder der Personalausweis mit einem solchen Chip ausgestattet wird? Man braucht dann nur noch durch irgendeine Schleuse zu gehen und der Chip kann ausgelesen werden, auch wenn der Ausweis oder das Geld noch in der Tasche steckt.
Die Rede ist sogar davon einen solchen Chip dem Menschen unter die Haut zu pflanzen um die Krankendaten darin zu speichern. Damit der Arzt im Notfall schnell helfen kann, sicher eine gute Sache, andererseits könnte dieser Chip dann z.B. auch theoretisch heimlich von einem Versicherungsvertreter ausgelesen werden, wenn man eine Lebensversicherung abschließen möchte ….

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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