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Der Begriff "Roaming" ist aus dem englischen übernommen und heißt übersetzt etwa "herumwandern" oder "herumstreunen" und wird überwiegend im Mobilfunkbereich eingesetzt. Hier bezeichnet man mit "Roaming" ein Abkommen unter verschiedenen Mobilfunkfirmen im In- und Ausland. Ein Kunde bei einer bestimmten Mobilfunkfirma kann dann auch über das Netz des Roamingpartners, zu gleichen Konditionen wie beim eigenen Anbieter telefonieren, wenn sein Netz nicht verfügbar ist.

Ein Beispiel im Inland ist O2 und T-Mobile. O2 hat als Roamingpartner T-Mobile, da das eigene O2 Netz längst nicht so Flächendeckend wie das D1 Netz von T-Mobile aufgebaut ist. Befindet sich ein O2 Kunde außerhalb des O2 Netzes schaltet das Handy automatisch auf das T-Mobile Netz um und das obwohl O2 im E-Netz (GSM-1800) und T-Mobile im D-Netz (GSM-900) funkt! Natürlich muss das Handy beide Netze (Dualband) unterstützen, was heute allerdings üblich ist.

Genau so haben heute fast alle Mobilfunkfirmen auch Roamingpartner in vielen Ländern außerhalb Deutschlands. Das hat Vorteile, kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Zum einen müssen die Roamingpartner des eigenen Netzbetreibers nicht die günstigsten sein und zum anderen kann es teuer werden, wenn man sich in Deutschland in Randgebieten zu anderen Ländern aufhält. Schnell hat sich das Handy beim Roamingpartner im benachbarten Ausland eingewählt und ein in Deutschland geführtes Telefonat wird nach Auslandstarif abgerechnet!

 

Sind Gespräche vom Roamingpartner teurer?

 

Im Inland, so wie oben beschrieben, kosten Gespräche nicht mehr. Der Kunde bekommt oft vom umschalten des Handys gar nichts mit.  Im Ausland werden natürlich entsprechende Auslandsgebühren fällig. Von "echten" Roamingpartnern im Ausland sollten Gespräche nach dem gültigen Auslandstarif des eigenen Netzbetreibers abgerechnet werden. Oft hat eine Mobilfunkfirma im Ausland auch mehrere Roamingpartner, die je nachdem aber auch unterschiedliche Gebühren nehmen können. Hier sollte man dann bei seinem Handy die automatische Netzwahl abschalten und ein gewünschtes Mobilfunknetz selber wählen. Auch wenn man sich häufig in Deutschland in Randgebieten zum benachbarten Ausland aufhält, sollte man die automatische Netzwahl deaktivieren.
Geht man ins Ausland ist es auf jeden Fall ratsam, sich vorher beim Netzbetreiber über Roamingpartner im entsprechenden Land und deren Preise zu erkundigen.

 

Gibt es auch bei Vorkasse-Karten Roamingpartner?

 

Heute meistens ja! Inzwischen haben fast alle Netzbetreiber auch bei Vorkasse- (Prepaid) Karten Roamingpartner. Hier sollte man sich bei seinem Netzbetreiber erkundigen, wie die Gebühren dafür sind, oder ob es nicht günstiger ist, eine Vorkasse-Karte einer ansässigen Mobilfunkfirma in dieser Zeit zu benutzen.

 

Kann ich auch in den USA telefonieren?

 

Wenn der Netzbetreiber einen Roamingpartner in den USA hat, ist das natürlich auch möglich. Hier sollte man sich allerdings besonders genau informieren. In den USA und in Kanada wird teilweise ein anderes (GSM-1900) Netz verwendet. Dieses Netz muss natürlich das Handy auch unterstützen. Um in den USA zu telefonieren, sollte man daher ein so genanntes "Triband" oder sogar "Quadband" Handy besitzen. Ein Quadband-Handy ist natürlich die sicherste Wahl. Inzwischen wird in den USA nämlich in einigen Gebieten auch das GSM-850 Netz immer weiter ausgebaut, das nur ein Quadband-Handy unterstützt.

 

Gibt es auch günstigere Alternativen?

 

Meistens ja! Allerdings ist man dann nicht mehr unter der eigenen Rufnummer erreichbar. Oft ist es nämlich günstiger, wenn man sich bei einem Auslandsaufenthalt eine entsprechende Vorkasse- (Prepaid) Mobilfunkkarte einer dort ansässigen Mobilfunkfirma kauft. Hier sollte man vor Reiseantritt die Kosten genau prüfen, damit es keine böse Überraschung gibt.

Wichtig bei Auslandsreisen ist auch noch, möglichst den Anrufbeantworter (Mailbox) zu deaktivieren. Ist man im Ausland nicht erreichbar wird das Gespräch sonst wieder zurück nach Deutschland zum Netzbetreiber geleitet, was weitere Kosten verursacht. Ruft man dann wieder den Anrufbeantworter in Deutschland ab, entstehen wieder kosten. So kann eine kurze Nachricht auf dem Anrufbeantworter schnell mehrere Euro kosten!

 

Fazit

 

Roaming ist wie die Übersetzung schon sagt eine Interessante und nützliche Einführung. Man kann fast überall "herumwandern" und ist dennoch immer erreichbar. Allerdings sollte man nie die Kosten aus dem Auge verlieren, denn diese Freiheit kann auch ganz schön teuer werden.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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