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Eine SIM-Karte ist eine Chip-Karte auf der alle relevanten Daten zum telefonieren mit dem Mobiltelefon (Handy) abgelegt sind. Die Abkürzung SIM steht für "Subscriber Identity Module". Ohne eine SIM-Karte kann ein Mobiltelefon (Handy) überhaupt nicht, oder nur für den Notruf (110 und 112) genutzt werden.

 

Wie ist eine SIM-Karte aufgebaut?

SIM-KarteDas meiste an einer SIM-Karte ist nur Kunststoff. Damit Händler und Netzbetreiber besser mit diesen Karten umgehen können haben diese die Größe einer Scheckkarte. Das wäre für heutige Handys natürlich viel zu groß. Einige Handys sind heute ja kaum größer. Daher befindet sich die eigentliche SIM-Karte (Plug-In Karte) in einem heraus brechbaren Bereich auf dieser Kunststoff Karte. Der Rest der Karte ist Abfall. In ganz alten Mobiltelefonen musste man noch die komplette Karte einstecken.
Würde man die SIM-Karte allerdings heute nur in der kleinen Größe abgeben, ginge so manche Karte wahrscheinlich verloren.

In der kleinen SIM-Karte steckt dann einiges an Technik. Von außen sieht man nur die Anschlussfläche mit den 6 Kontakten. Im Inneren stecken ein winziger Prozessor und ein Speicher. Die Größe des Speichers beträgt bei älteren Karten 8 KByte und bei neueren Karten 16 KByte. Inzwischen arbeitet man auch an SIM-Karten mit noch mehr Speicher. So soll es demnächst so genannte "MegaSIM-Karten" geben, die bis zu 256 MByte Flash-Speicher haben sollen. Dadurch würden externe Speicherkarten um Bilder oder Musik zu speichern nicht mehr benötigt.

 

Wie funktioniert eine SIM-Karte?

SIM-FachAuf der Karte ist eine 15-stellige Kennnummer hinterlegt, die so genannte "IMSI-Kennung" (International Mobile Subscriber Identity - Kennung). Diese Nummern sind einzigartig und können einen Nutzer im Mobilfunknetz eindeutig identifizieren.
Außerdem befindet sich auf der Karte heute noch ein "SIM-Toolkit". Hier sind Betreiber abhängige Daten, wie z.B. Zugangsdaten für das WAP-Handy Internet, erlaubte und verbotene Netze u.s.w. gespeichert. Diese Daten kann der Netzbetreiber auch durch versenden der Informationen nachträglich auf der SIM-Karte ändern und anpassen.
Ein Teil des Speichers steht dann dem Anwender zur Verfügung. Hier können z.B. Klingeltöne oder das Adressbuch abgelegt werden.

Die Rufnummer ist nicht auf der Karte gespeichert! Diese wird nur beim Netzbetreiber der "IMSI-Kennung" zugeordnet. Die "IMSI-Kennung" überträgt ein Handy ständig an die Sendemasten. Dadurch weiß ein Netzbetreiber immer, an welchem Sendemast ein eingeschaltetes Handy gerade angemeldet ist. Wird über ein Handy eine Mobilfunknummer angewählt, leitet der Netzbetreiber des Anrufers die "IMSI-Kennung" an den Netzbetreiber des angerufenen weiter. Der prüft ob das Handy eingeschaltet und wo dieses gerade angemeldet ist. Dann stellt dieser die Verbindung zwischen diesen beiden Geräten her.

 

Wie ist eine SIM-Karte gesichert?

 

Eine SIM-Karte ist meistens mit einer PIN-Nummer (Personal Identification Number) geschützt. Diese PIN-Nummer nennt sich auch PIN-1. Normalerweise wird diese bei jedem einschalten des Mobiltelefons abgefragt. Ein Handy lässt sich aber auch so einstellen, dass die PIN-1 nicht benötigt wird. Davon sollte man allerdings absehen. Verliert man mal das Handy, könnte der Finder damit unbegrenzt telefonieren.
Es gibt dann meistens noch eine zweite PIN, die PIN-2. Diese schützt bestimmte Funktionen im "SIM-Toolkit", wie z.B. die Funktion alle Einstellungen auf die Werkseinstellungen zurück zu setzen. Die PIN-2 bekommt ein Anwender meistens auch mitgeteilt.
Die PIN-Nummern bestehen aus 4-8 Ziffern und können vom Anwender selber geändert werden. Gibt man eine der PIN-Nummern dreimal falsch ein, wird die SIM-Karte gesperrt. Um diese Sperre wieder aufzuheben, benötigt man den so genannten PUK-Schlüssel (Personal Unblocking Key). Dieser wird dem Anwender ebenfalls mit den Zugangsdaten mitgeteilt. Auch der PUK-Schlüssel besteht aus 4-8 Ziffern. Der PUK-Schlüssel kann auch zur Berechtigung wichtiger Funktionen, z.B. dem ändern einer PIN-Nummer, abgefragt werden. Auch kann es sein, dass zwei verschiedene PUK-Schlüssel vergeben werden, die wie bei den PIN-Nummern dann für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden.
Die PIN und PUK Nummern sind verschlüsselt auch auf der SIM-Karte abgelegt.

 

Ist eine SIM-Karte in jedem Handy einsetzbar?

 

Im Prinzip ja. Heutige Handys können in allen Mobilfunknetzen "funken". Alle zum telefonieren wichtigen Informationen sind auf der SIM-Karte gespeichert und haben nichts mit dem Telefon zu tun. Ältere Mobiltelefone können aber oft nur in einem Netz senden. Steckt man dort eine SIM-Karte für ein anderes Netz ein, wird das natürlich nicht funktionieren.
Mobiltelefone bieten dem Anwender meistens die Auswahl Daten, wie z.B. das Telefonbuch, nicht auf der SIM-Karte sondern im Telefon abzulegen. Setzt man die SIM-Karte dann in einem anderen Telefon ein, stehen diese Daten natürlich nicht zur Verfügung.

 

Was ist ein SIM-Lock?

 

Meist bei Vorkassekarten (Prepaid) wird auch ein vergünstigtes Handy angeboten. Damit ein Anwender dieses, oft günstigere Handy, nicht nach dem Kauf mit einer anderen SIM-Karte mit besseren Konditionen "füttert" und der Netzbetreiber dann mit der Vorkassekarte keine Umsätze mehr macht, wird das Handy mit einem SIM-Lock versehen.
Dazu wird im Handy die "IMSI-Kennung" der SIM-Karte in einem geschützten Bereich gespeichert. Legt man eine Karte mit einer anderen "IMSI-Kennung" ein, meldet das Handy nur "SIM-Lock" und verweigert seinen Dienst.
Dieser SIM-Lock ist meist auf ein bis zwei Jahre festgeschrieben. Möchte man das Handy in dieser Zeit mit einer anderen SIM-Karte betreiben muss man dieses beim Netzbetreiber freischalten lassen. Dieser Freischaltcode kostet dann allerdings bis zu 100,- EUR! Nach Ablauf der festgeschriebenen Frist, bekommt man diesen Code kostenlos.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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