Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

SMS steht für "Short Message Service" und ist eine Übertragungsform für Kurzmitteilungen und wurde für die Mobilfunknetze entwickelt.
Der SMS-Dienst ist eigentlich gar nicht als eigenständiger Service geplant gewesen und wurde zuerst nur als kostenloses Nebenprodukt angeboten. Die erste SMS soll ende 1992 verschickt worden sein. Nach der Einstellung der "Pager" Dienste schossen die Nutzer der SMS-Dienste steil nach oben. Schnell erkannten die Netzbetreiber eine neue Einnahmequelle und verlangten für den SMS Versand entsprechende Gebühren. Heute machen die Netzbetreiber häufig mehr Umsatz mit dem SMS-Service als mit Gesprächen. Wenn heute jemand eine SMS schreibt, spricht man auch von "simsen".

 

Ist SMS nur auf Mobilfunk beschränkt?

 

Nein. Den Erfolg von SMS-Nachrichten aus dem Mobilfunk haben auch die Festnetzanbieter erkannt und bieten auch im Festnetz inzwischen den SMS Versand an. Es wird dafür allerdings ein spezielles SMS-fähiges Telefon benötigt, welches Textmitteilungen anzeigen kann. Das beherrschen meist nur höherwertige Telefone. Auch muss der Netzbetreiber den SMS-Dienst unterstützen.
Im Mobilfunkbereich ist das keine Frage. Heute kann jedes Mobilfunktelefon SMS senden und empfangen.

 

Wie funktioniert der SMS Versand?

 

Die Mobilfunktechnik nutzt spezielle Kanäle (Bereiche) für interne Zwecke, wie z.B. der Signalisierung eines Anrufes oder den Aufbau einer Verbindung. Diese Bereiche werden meist nur wenig (kurzfristig) genutzt und liegen sonst brach. Für den Daten- oder Sprachverkehr sind diese Kanäle nicht zu gebrauchen. Daher entwickelte man eine Technik, um in diesen Bereichen kurze Textnachrichten zu verschicken. Da dafür kein Daten- und Sprachkanal verwendet wird, können SMS-Nachrichten parallel zu Telefongesprächen gesendet und empfangen werden.

 

Wie wird eine SMS verschickt?

 

SMS-Mitteilungen werden nicht, wie ein Telefongespräch, gleich zwischen zwei Geräten hin und her geschickt. Für den SMS-Dienst wird eine so genannte "Kurzmitteilungs- Zentrale" benötigt. Diese Kurzmitteilungs- Zentrale wird von jedem Netzbetreiber angeboten und ist wie ein Teilnehmer über eine eigene Telefonnummer erreichbar. Diese Rufnummer ist entweder bereits im Handy vorkonfiguriert oder muss dort unter SMS-Dienste eingetragen werden.
Wird nun eine SMS verschickt, gelangt diese zur Kurzmitteilungs- Zentrale des eigenen Netzbetreibers. Dieser stellt dann anhand des Header (Kopfes) fest, wer der Empfänger der SMS ist und leitet diese dann entsprechend weiter. Ist der Empfänger der SMS beim gleichen Netzbetreiber, geht die SMS sofort an diesen weiter. Soll die SMS an einen Empfänger in einem anderen Netz verschickt werden, gibt die Kurzmitteilungs- Zentrale die SMS an deren Zentrale weiter, die die Nachricht dann verschickt.

 

Wie ist eine SMS aufgebaut?

 

Da auf dem Versandkanal nur eine geringe Bandbreite vorhanden ist, hat man eine Beschränkung für SMS Mitteilungen festgelegt. So darf eine SMS maximal 1.120 Bit (entspricht 160 Zeichen mit Standardschriftsatz) lang sein. Dazu kommt noch ein Header (Kopf), der unter anderem Angaben zum Absender, zum Empfänger, dem Schriftsatz und der Codierung beinhaltet.
Heute im Zeitalter der Technik sind 160 Zeichen nicht sonderlich viel. So hat man eine Möglichkeit eingeführt zwei und mehr SMS Mitteilungen zu "verknüpfen". Versand werden diese weiterhin einzeln in maximal 1.120 Bit Paketen. Auf dem Empfänger Handy werden die Nachrichten dann aber wieder zusammengefügt und erscheinen als eine lange SMS. Da diese langen SMS Nachrichten aber einzeln verschickt werden, werden diese auch einzeln berechnet. Für eine SMS mit 161 Zeichen bezahlt man dann also das gleiche wie für zwei normale SMS Nachrichten! Diese Technik nennt man auch "EMS" (Enhanced Message Service) - auf deutsch "erweiterte Mitteilungen".

 

Welche SMS-Codierungen gibt es?

 

Werden in einer SMS nur Standardzeichen verwendet wird die 7-Bit Codierung verwendet. Dadurch ergeben sich auch die 160 Zeichen: 1.120 Bit / 7 Bit = 160 Zeichen. Für ein Zeichen wird, bis auf wenige Ausnahmen, 7 Bit benötigt.
Über SMS werden heute auch digitale Daten, wie z.B. Logos oder Klingeltöne versendet. Dafür wird dann aber, wie bei Computern üblich, eine 8-Bit Codierung benötigt. Dadurch steht dann aber auch weniger Platz in einer SMS zur Verfügung. Digitale SMS-Nachrichten können somit nur 1.120 Bit / 8 Bit = 140 Byte lang sein (1 Byte entspricht 8 Bit).
Sollen SMS-Mitteilungen in anderen Sprachen mit grafischen Zeichensätzen wie z.B. Arabisch oder Kyrillisch verschickt werden, wird eine 16-Bit Codierung benötigt. Solche SMS-Nachrichten dürfen dann sogar nur noch 1.120 Bit / 16 Bit = 70 Zeichen lang sein.

 

Wie wird eine SMS geschrieben?

Handy TastaturMit einem "normalen" Handy erfordert das schreiben einer SMS etwas Übung. Auf den einzelnen Zahlentasten 2 bis 9 sind jeweils drei bis vier Buchstaben abgelegt. Dazu kommen noch die eigentlichen Zahlen, Umlaute und Sonderzeichen. Um einen bestimmten Buchstaben auszuwählen, muss man entsprechend oft auf eine solche Taste drücken.
Auf der Sterntaste unten links ist meist die Hochstellfunktion (Shift) für große Buchstaben abgelegt. Auf der Rautetaste unten rechts befindet sich meist die Leertaste. Möchte man Satzzeichen eingeben muss man meistens in das Menü und "Sonderzeichen" wählen. Wie eine Handy-Tastatur mit der Tastenbelegung aussieht, ist auf dem Foto rechts zu sehen.

Vielschreiber tippen eine SMS fast genau so schnell ein wie auf einem PC. Für alle anderen gibt es heute aber auch Hilfsmittel. So gibt es z.B. Handys mit ausklappbarer "Schreibmaschinentastatur". Damit ist die Eingabe schon erheblich einfacher.

Was bedeutet die Eingabehilfe T9?

T9 steht für "Text on 9 keys" und bedeutet auf Deutsch etwa "Text auf 9 Tasten". T9 soll eine Eingabeerleichterung für Texte sein. Die Tasten auf einem Handy sind, neben den Zahlen wie oben bereits geschrieben, zusätzlich mit bis zu 4 Buchstaben belegt. Um einen Text zu schreiben, muss man normalerweise die Tasten unter Umständen mehrmals drücken um einen bestimmten Buchstaben zu erhalten. Für das Wort "test" muss man z. B. folgende Tasten drücken: 1x8; 2x3; 4x7; 1x8. Das sind doppelt so viele Tastenbetätigungen wie das Wort Buchstaben hat und das Wort ist noch sehr kurz!
Bei T9 Eingaben darf jede Taste immer nur einmal gedrückt werden! Anhand der gedrückten Tasten ermittelt T9 dann das wahrscheinlich zutreffende Wort aus einem internen Wörterbuch. In der Anzeige erscheint bei jedem Tastendruck meist ein anderes Wortsegment. Man sollte daher gar nicht auf die Anzeige sehen, bis das Wort fertig geschrieben ist, das irritiert nur unnötig. Im oberen Beispiel wird einfach 1x8; 1x3; 1x7; 1x8 gedrückt und T9 ermittelt daraus das Wort "test". Damit ist bei einem solch kurzen Wort schon eine Ersparnis von 4 Tastenbetätigungen zu verzeichnen.

 

Doch leider funktioniert das nicht immer so perfekt. Es gibt einige Wörter die nicht im Wörterbuch vorhanden sind. Bei anderen Wörtern kann T9 nicht eindeutig das richtige Wort erkennen. So müssen für das Wort "vor" genau wie für das Wort "uns" die Tasten 8, 6 und 7 gedrückt werden. T9 schlägt dann zwar ein passendes Wort vor, dieses muss aber nicht unbedingt richtig sein. Man muss dann in einer Liste mit passenden Wörtern das richtige auswählen. Dafür sind dann aber auch wieder einige zusätzliche Tastenbetätigungen nötig. Verwendet man ein Wort, das T9 nicht kennt, kann man dieses dem Wörterbuch zuführen, damit es beim nächsten Mal erkannt werden kann.

 

Schreibt man lange Texte mit viel Standard Worten, ist T9 sicher eine Erleichterung. Für Texte mit vielen Fremdwörtern oder Eigennamen ist T9 meistens ungeeignet. Hier ist man mit der Standardeingabe sicher schneller.
Eingefleischten SMS-Schreibern ist T9 oft ein Dorn im Auge. Sie schreiben Texte lieber auf herkömmlicher Weise und das sogar schneller als ein anderer mit T9 Funktion.

Gibt es Alternativen zur SMS?

Ja! Eine Weiterentwicklung ist der so genannte "EMS" (Enhanced Message Service). Der EMS basiert zwar noch auf der gleichen Technik wie die SMS bietet aber mehr Möglichkeiten. So lassen sich mit einer EMS z.B. auch Klingeltöne und Bilder versenden. Auch ist eine EMS nicht auf die 160 Zeichen beschränkt. Da die Technik allerdings mehr nicht zulässt, werden die Nachrichten in Blöcken zu maximal je 1.120 Bit geteilt und einzeln verschickt. Es fallen für jeden dieser Blöcke dann allerdings auch Gebühren an.

Die neuste Alternative zur SMS ist die MMS (Multimedia Messaging Service). Dieser Service ist ähnlich wie der eMail-Versand beim PC aufgebaut. Es kann damit, neben einfachem Text, fast alles verschickt werden, was im Handy verfügbar ist. So lassen sich z.B. problemlos Bilder, die mit einer Handykamera aufgenommen wurden versenden.
MMS nutzt zur Übertragung auch direkt GPRS bzw. WAP. Die Kanalbereiche, die der SMS-Dienst nutzt, würden für solche Datenmengen nicht ausreichen. Der Versand einer MMS ist allerdings immer teurer als der Versand einer SMS. Außerdem muss auch das Handy MMS unterstützen. Weitere Details zu MMS habe ich in einem eigenen Thema ausführlich beschrieben.

Eine weitere Möglichkeit Textnachrichten zu versenden sind "echte" E-Mails. Es gibt heute immer mehr Handys, die einen eigenen E-Mail Client eingebaut haben. Damit lassen sich dann direkte "echte" E-Mals sogar zu und von einem Computer versenden.

[Zurück zur Übersicht]

vodafone.de

Joomla Toplist

Besucher heute

® Auf im Beitrag genannte Namen und Bezeichnungen, sowie auf Logos können Markenrechte von Firmen im In- und Ausland liegen

www.CompTech-Info.de wird gehostet von:

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

Wer ist online

Aktuell sind 95 Gäste und keine Mitglieder online

Beiträge:

Deine Daten

IP

Kleine Spende

Hier bitte ich Dich um eine kleine Spende für meine Webseite "www.CompTech-Info.de".
Weitere Infos dazu habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Vielen Dank!
 

Ziel, mindestens: 119,40 €
Gespendet 2017:  28,37 €
Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
Zum Seitenanfang