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TDMA steht für "Time Division Multiple Access" und heißt übersetzt etwa "Zeitmultiplex Verfahren". TDMA nennt sich das Datenübertragungsverfahren im Mobilen GSM Netz.
Für das senden und empfangen von Daten stehen je Sendemast beim GSM-900 (D-Netz) und GSM-1800 (E-Netz) jeweils 124 Kanäle zur Verfügung. Das reicht natürlich nicht aus, um heute die vielen Mobilfunkgeräte, besonders in den Ballungsgebieten, zu versorgen. Darum hat man das TDMA-Verfahren eingeführt.

Wie arbeitet nun TDMA?

 

Durch dieses Verfahren, können bis zu 8 Mobilfunkgeräte je Kanal bedient werden. Man erreicht somit jetzt 124x8 = 992 GSM Mobilfunkverbindungen. Damit es bei den 8 Geräten, die theoretisch auf einem Kanal funken können, kein Durcheinander gibt, sorgt das TDMA-Verfahren für einen geregelten Mobilfunkverkehr. Jedes dieser 8 Geräte bekommt einen so genannten "Zeitschlitz" zugeteilt in dem es senden oder empfangen kann. Ein solcher Zeitschlitz ist 0,577 ms (Millisekunden) lang.
Zuerst beginnt also Handy 1, nach 0,577 ms ist Handy 2 an der Reihe u.s.w. Bei 8 Mobilfunkgeräten ist nach 4,615 ms ein Durchlauf beendet und es geht wieder bei Handy 1 los. Ist eine Frequenz komplett ausgelastet, kann ein Handy "nur" alle 4,615 ms für 0,577 ms senden oder empfangen. Das ist auch der Grund, warum die Sprachqualität im GSM-Netz nicht immer optimal ist und es zu kurzen Störungen kommen kann.

Wie sieht es im Datenverkehr aus?

 

Auch für die Datenübertragung im GSM-Netz bedeutet das TDMA-Verfahren eine Einschränkung. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit beträgt je Zeitschlitz nur maximal 9,6 kBit/s. Schränkt man die Fehlerkorrektur noch ein, kann maximal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 14,4 kBit/s erreicht werden. Für größere Datenübertragungen, oder dem surfen im Internet z.B. über WAP, ist das natürlich viel zu wenig. Daher hat man inzwischen zwei Techniken entwickelt um die Datenübertragungsrate zu erhöhen: GPRS und HSCSD. Beide dieser Techniken "bündeln" bis zu 4 Zeitschlitze und kommen somit im günstigsten Fall auf eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 57,6 kBit/s. GPRS wird heute von fast allen Netzbetreibern und Handys unterstützt und wird nach übertragenen Datenmengen abgerechnet. HSCSD unterstützen nur wenige Netzbetreiber und auch nicht alle Handys. Abgerechnet wird hier nach Zeit.

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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