Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Diiva LogoDie Abkürzung "DIIVA" steht für "Digital Interactive Interface für Video & Audio" und ist eine neue Schnittstelle für Video (Bild) und Audio (Ton) Verbindungen in der Unterhaltungselektronik. Darüber hinaus können über diese neue Schnittstelle auch noch Daten übertragen werden.

Führende Hersteller aus der Unterhaltungselektronik- und der Hausgerätebranche haben sich zusammen geschlossen um eine neue Schnittstelle für die interaktive Verbindung verschiedenster Geräte im Haushalt zu schaffen. Zu den hierzulande bekanntesten Namen gehören: Sony, Samsung, TCL, LG, Panasonic, Sharp, Nikon, Toshiba.

Wozu noch eine neue Schnittstelle?

Es gibt bereits einige Anschlussmöglichkeiten in der Unterhaltungselektronik. Die meisten sind allerdings auf die Verbindung spezieller Geräte ausgelegt. Hier ist z.B. die aktuelle HDMI-Schittstelle zu nennen. Diese dient zur Verbindung aktueller Wiedergabegeräte mit dem Fernseher. HDMI kann bereits Video und Ton in bester Qualität übertragen. In der aktuellen Version sogar schon in 3D. Für die "einfache" Verbindung ist eine HDMI-Schnittstelle auch vollkommen ausreichend. Allerdings können mit HDMI immer nur zwei Geräte miteinander verbunden werden, wie z.B. ein Blu-ray Abspielgerät mit einem LCD-Fernseher. Soll an den Fernseher noch ein HD-Sat-Receiver angeschlossen werden, wird ein weiterer HDMI-Anschluss am Fernseher benötigt und eine neue Leitung muss vom Fernseher zum SAT-Receiver verlegt werden. HDMI ist eigentlich nur eine so genannte "Punkt-zu-Punkt" Verbindung. Wenn dann noch Geräte untereinander möglichst schnell Daten austauschen müssen, wird eine weitere Schnittstelle wie z.B. USB oder Ethernet (Netzwerk) benötigt.

DIIVA möchte hier einen großen Schritt weiter gehen. Es sollen sich alle Geräte in Reihe miteinander verbinden lassen. Über diese Verbindung sollen dann, wie bei HDMI, Video und Audio in bester Qualität übertragen werden. Darüber hinaus aber auch alle anderen Nutzdaten in höchster Geschwindigkeit. Somit sollen sich Geräte im Haushalt mit DIIVA-Schnittstelle demnächst mit nur einer Leitung komplett vernetzen lassen.

Was soll die DIIVA-Schnittstelle können?

Die DIIVA-Schnittstelle soll eine zuverlässige, bidirektionale Verbindung zwischen allen Geräten in der Unterhaltungs- und Hausgerätetechnik ermöglichen. Bidirektional bedeutet, es können über eine Leitung Daten in beide Richtungen übertragen werden. Darüber hinaus wird die DIIVA-Schnittstelle Video- und Audiodaten unkomprimiert in hoher (HD) Qualität übertragen können, sogar in 3D. Auch soll die DIIVA-Schnittstelle heute erforderliche, zusätzliche USB- und Ethernet (Netzwerk) Anschlüsse überflüssig machen.
Geräte mit DIIVA-Schnittstelle sollen sich auch hintereinander schalten lassen und verlangen nicht wie bei HDMI nur eine Punkt-zu-Punkt Verbindung.

Was ist mit einem Kopierschutz wie HDCP?

Auch die DIIVA-Schnittstelle wird HDCP (High bandwidth Digital Content Protection) unterstützen. Darüber hinaus soll DIIVA auch "DTCP" (Digital Transmission Content Protection) beherrschen. DTCP ist ein kryptographisches Protokoll, welches z.B. bei Ethernet und Firewire als Kopierschutz für Audio- und Videodaten eingesetzt wird.

Welche Geschwindigkeit ist für die DIIVA-Schnittstelle geplant?

Es sollen 1 bis 3 Lanes (Kanäle) für die Übertragung von Videodaten zur Verfügung stehen. Diese können dann zusammen maximal 13,5 GBpS (Gigabytes pro Sekunde) übertragen. Heutiges HD-Fernsehen mit einer Auflösung von 1080p, einer Farbtiefe von 8-Bit und 60 Hz Wiederholfrequenz benötigt etwa 4,5 GBpS. Somit ist hier mehr als genug Reserve für zukünftige Technologien vorhanden. Zum Vergleich: HDMI 1.4 ist derzeit für 10,2 GBpS ausgelegt.

Dann wird es zusätzlich einen so genanten Hybrid-Kanal geben. Dieser wird für drei Übertragungen verwendet werden: Tonübertragung, Datenübertragung und die Steuerbefehl-Übertragung. Dieser Hybrid-Kanal soll mit einer Gesamtgeschwindigkeit von 4,26 GBpS (in eine Richtung) arbeiten und stellt alleine für die reine Datenübertragung 2 GBpS (in beide Richtungen) zur Verfügung.
Durch spezielle Fehlerprüfprotokolle können über diesen einen Kanal fehlerfrei alle Daten zuverlässig übertragen werden.

Ab wann soll es die DIIVA-Schnittstelle geben?

Derzeit laufen noch die Entwicklungen. Geplant ist eine Markteinführung für 2011. Bis es dann genug Geräte mit einer DIIVA-Schnittstelle geben wird vergehen bestimmt noch 2 Jahre.

Fazit:

Mein erster Gedanke als ich von DIIVA hörte war: "Schon wieder eine neue Schnittstelle". Allerdings, wenn diese Schnittstelle das hält, was jetzt schon versprochen wird, kann diese wirklich eine interessante Alternative werden. Jeder kennt den Kabelsalat im Wohnzimmer hinter der Video- und Audioanlage. Wenn hier eine Erleichterung eintritt wäre das schon wünschenswert.
Bleibt zu hoffen, dass die Geräte dann auch wirklich problemlos mit diesem System zusammen arbeiten und es nicht wie anfangs bei HDMI Probleme z.B. mit dem Kopierschutz gibt.

[Zurück zur Übersicht]

Joomla Toplist

Besucher heute

® Auf im Beitrag genannte Namen und Bezeichnungen, sowie auf Logos können Markenrechte von Firmen im In- und Ausland liegen

www.CompTech-Info.de wird gehostet von:

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

Wer ist online

Aktuell sind 57 Gäste und keine Mitglieder online

Beiträge:

Deine Daten

IP

Kleine Spende

Hier bitte ich Dich um eine kleine Spende für meine Webseite "www.CompTech-Info.de".
Weitere Infos dazu habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Vielen Dank!
 

Ziel, mindestens: 119,40 €
Gespendet 2017:  28,37 €
Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
Zum Seitenanfang