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Eye-Fi LogoEye-Fi-Karten sehen auf den ersten Blick wie orange SD-Speicherkarten aus. Beim Blickauf den Preis stellt am dann aber schnell fest, dass es sich nicht um "einfache" SD-Speicherkarten handeln können, da diese deutlich teurer sind.
Durch die immer kleiner werdende Elektronik haben die Entwickler der Eye-Fi-Karten in das gleiche Gehäuse einer Standard SDHC-Speicherkarten zusätzlich zu den Speicherbausteinen noch eine komplette Wireless-LAN (Funknetzwerk) Technik integriert.

Warum wurde eine solche Eye-Fi Speicherkarte entwickelt?

Viele mobile Geräte, in erster Linie digitale Fotoapparate, haben zwar einen Kartensteckplatz für SDHC Speicherkarten, müssen aber für die Datenübertragung der Bilder per USB-Leitung mit dem Computer verbunden werden. Das ist zum einen lästig und man muss zum anderen auch immer die passende USB-Leitung dabei haben.
Das haben die Entwickler der Eye-Fi Karten auch gedacht und kurzerhand eine Funknetzwerktechnik direkt in Speicherkarten integriert. So können fotografierte Bilder direkt in zuvor registrierten Funknetzwerken Kabellos an Computer oder Webseiten übertragen werden.

Funktioniert eine Eye-Fi-Karte in jedem Gerät?

In erster Linie wurden die Eye-Fi-Karten für digitale Fotoapparate zur Bildübertragung entwickelt. Andere Geräte könnten hier eventuell noch Fotohandys sein, wobei hier zum einen meist keine "großen" SDHC Speicherkarten verwendet werden und zum anderen häufig schon Wireless-LAN vorhanden ist.

Um eine solche Karte nutzen zu können, muss der Fotoapparat zuerst einmal Standard SDHC Speicherkarten nutzen können. Wenn das der Fall ist, stehen die Chancen schon mal recht gut, auch Eye-Fi-Karten einsetzen zu können. Der Hersteller führt auf seiner Webseite auch eine Liste mit kompatiblen Fotoapparaten, die Ihr Euch >hier (auf englisch)< ansehen könnt. Wenn eine Eye-Fi-Karte in einen Fotoapparat eingesetzt werden kann, muss man die Karte nur noch am Computer konfigurieren und anstelle der "normalen" Speicherkarte einsetzen.

Welche Systemvoraussetzungen werden benötigt?

Um eine Eye-Fi-Karte nutzen zu können, werden neben einem kompatiblen digitalen Fotoapparat mindestens ein Wireless-LAN Router mit Breitband Internet (DSL) sowie ein Computer mit Windows XP/Vista/7 oder einen Apple Macintosh mit OS X 10,5 oder 10,6 benötigt. Auf der Festplatte sollten mindestens 100 MB freier Speicherplatz vorhanden sein. Des weiteren wird ein aktueller Internet-Browser (Internet Explorer ab Version 7, FireFox ab Version 2 oder Safari ab Version 3) benötigt.

Ist eine Eye-Fi-Karte leicht zu konfigurieren?

Der Hersteller verspricht eine einfache und leichte Konfiguration. Die nötige Software wird direkt mitgeliefert. Die Karte muss zur Ersteinrichtung direkt am Computer, z.B. mit einem Lesegerät angeschlossen werden. Es müssen dann 1 bis zu 32 Funknetzwerke eingerichtet werden. Dafür genügt es, die Netzwerk-ID und das Passwort zu haben. Es wird keine direkte Verbindung benötigt.  Dann legt man fest, wohin die Bilder bei einer Netzwerkverbindung übertragen werden sollen. Hier benötigt man den Computernamen und den Zielordner auf der Festplatte. An dieser Stelle kann auch eine von mehr als 25 Webseiten angegeben werden, so dass Fotos sogar direkt auf bekannte Portale wie z.B. YouTube, Picasa, Flickr oder Facebook übertragen werden können.

Mit welcher Technik arbeitet die Eye-Fi-Karte?

Eye-Fi-Karten arbeiten mit der derzeit schnellsten Funk-Netzwerktechnik nach dem "802.11n – Standard (kompatibel mit dem b / g Standard)" und aktueller Verschlüsselung nach den Standards "WEP 64/128, WPA-PSK oder WPA2-PSK".
Die Reichweite soll im Freien mindestens 27 Meter und in Innenräumen mindestens 13 Meter betragen. Wie bei allen Wireless-LAN Verbindungen reduzieren (Beton) Wände oder Decken die Reichweite natürlich erheblich.

Die Speicherbausteine arbeiten in der Geschwindigkeitsklasse "Class 6" (6 MB/s) sehr schnell und sind so auch für hohe Bildauflösungen gut geeignet.

Den Strom bekommt die Karte komplett aus dem Gerät. Da allerdings sehr Stromsparende Bauteile verwendet werden, soll die Akkulaufzeit mit einer Eye-Fi-Karte nur unwesentlich kürzer werden.

Was ist die "Endless Memory" Funktion?

Alle neuen Eye-Fi X2 Karten haben eine Funktion mit Namen "Endless Memory". Ist diese aktiviert, werden auf der Speicherkarte, nach erfolgreicher Übertragung der Fotos, die Bilder wieder automatisch gelöscht. Somit reicht es mit der Kamera in einen registrierten Wireless-LAN-Bereich zu gehen und die Speicherkarte ist wieder leer. Natürlich nur dann, wenn zuvor alle gespeicherten Fotos auch sicher auf dem Computer oder einer registrierten Webseite gespeichert wurden.

Was kann eine Eye-Fi Karte übertragen?

Ausgelegt ist eine Eye-Fi-Karte wie gesagt für digitale Fotoapparate. Somit ist die Übertragung Standardmäßig auch "nur" für so genannte "JPEG-Fotos" und für die Videoformate: "mpg, mov, flv, wmv, avi, mp4, bedingt auch mts" vorgesehen.
Profikameras fotografieren auf Wunsch im sogenannten "RAW-Format". Das sind so genannte "Rohbilder", die erst am Computer bearbeitet werden können. Fotos im "RAW-Format" kann nur eine der angebotenen Eye-Fi-Karten verarbeiten.

Kann die Eye-Fi-Karte noch mehr?

Ja, der Hersteller bietet derzeit vier verschiedene Modelle der Eye-Fi-Karte an. Darunter befinden sich Modelle mit weiteren Funktionen:

  • Geotagging = Es werden bei Fotos so genannte "Geotags" mitgespeichert, mit deren Hilfe später am Computer der Aufnahmeort leicht wiedergefunden und in einer Karte angezeigt werden kann. Die Geotags ermittelt Geotagging mit Hilfe der so genannten "Wi-Fi Positioning System (WPS) –Technologie" über die eingebaute Wireless-LAN Antenne und den empfangen Funknetzwerken.
  • HotSpot Access = Es wird nicht unbedingt ein eigener Wireless-LAN Router benötigt, sondern es kann auch ein öffentlicher HotSpot für die Übertragung z.B. auf eine festgelegte Webseite genutzt werden.
  • Ad-hoc-Funktionen = Auch diese benötigt zum übertragen der Fotos nicht unbedingt einen eigenen Wireless-LAN Router. Eine "Ad-hoc" Verbindung ist eine direkte Verbindung zweier Wireless-LAN Karten. Es kann somit eine direkte Verbindung z.B. zu einem Computer hergestellt werden.
  • RAW-Format = Übertragung von Fotos auch im "Roh-Datenformat" RAW.

Welche Eye-Fi-Karten werden derzeit angeboten?

Der Hersteller bietet derzeit (Ende 2010) vier verschiedene Modelle seiner Eye-Fi-Karten an. Hier ein Funktionsüberblick:

Funktion Eye-Fi Connect X2 Eye-Fi Geo X2 Eye-Fi Explore X2 Eye-Fi Pro X2
Speichergeschwindigkeit "Class 6" X X X X
W-LAN 802.11 b/g/n X X X X
Endless Memory Funktion X X X X
Speicherkapazität 4 GB X X    
Speicherkapazität 8 GB     X X
Geeignet für JPEG Fotos X X X X
Geeignet für Videos X X X X
Geeignet für RAW Fotos       X
Fotos auf Webseiten veröffentlichen     X X X X
Geotagging Funktion   X X X
HotSpot Funktion     X X
Ad-hoc Funktion       X

Gibt es alternative Hersteller?

Nun ja, derzeit gibt es eigentlich nur einen Hersteller, der eine universelle Wireless-LAN Speicherkarte anbietet. Vereinzelt haben auch einzelne Hersteller speziell für bestimmte Geräte Karten im Angebot. Diese lassen sich dann aber nur mit dem einen Gerät verwenden. Einige Kamerahersteller spendieren Ihren Geräten gleich von Werk aus eine Wireless-LAN Funktion, dann ist eine Eye-Fi-Karte natürlich überflüssig.
Ansonsten gibt es derzeit keine nennenswerte Alternative zur Eye-Fi-Karte.

Fazit:

Dank immer kleiner werdender Elektronik ist es heute möglich immer mehr Technik auf kleinstem Raum unterzubringen. Es ist eigentlich schon bewundernswert eine Speicherkarte in diesem Format herzustellen. Jetzt sitzt auf gleicher Fläche zusätzlich noch ein vollwertiges Wireless-LAN Modul.
Die Idee einer Wireless-LAN Übertragung bei digitalen Fotoapparaten ist klasse. Das habe aber auch schon einige Kamerahersteller entdeckt und bauen gleich in die Fotoapparate eine Wireless-LAN Funktion ein. Solange eine solche Funktion in den Kameras aber noch nicht zum Standard gehört, ist die Eye-Fi Karte eine tolle und auch geniale Entwicklung!

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2017
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